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Österreich-Wahl: Stimmen sind ausgezählt - Van der Bellen kommt wohl um Stichwahl herum

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Von: Florian Naumann, Magdalena Fürthauer, Nadja Austel

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Am Sonntag wählt Österreich den Bundespräsidenten. Amtsinhaber Alexander Van der Bellen muss sich wohl keiner Stichwahl mehr stellen: News-Ticker.

Update vom 9. Oktober, 21.50 Uhr: Es ist so weit, sämtliche am Sonntag in Österreich abgegebenen Stimmen sind ausgezählt. Lediglich die Wahlkarten können die Ergebnisse noch um wenige Prozentpunkte verschieben. Mittlerweile hat auch van der Bellens Amtsvorgänger Heinz Fischer dem ehemaligen Grünen-Politiker gratuliert.

Heinz Fischer und Alexander van der Bellen
Amtsvorgänger Heinz Fischer (links) gratuliert Alexander van der Bellen (rechts). © HANS KLAUS TECHT / APA / AFP

Wahl-Hochrechnung in Österreich: 100% der Stimmen ausgezählt - Van der Bellen dürfte im Amt bleiben

Laut ORF und dem Sora-Institut bleibt es dabei, Alexander van der Bellen kommt ihrer Hochrechnung zufolge auf 56,2% der Stimmen und muss somit wohl nicht mehr in die Stichwahl um das Amt des österreichischen Bundespräsidenten. Offen bleibt damit somit höchstwahrscheinlich nur, wer Platz drei belegt - der Krone-Kolumnist Tassilo Wallentin oder Bier-Partei-Chef Dominik Wlazny.

KandidatVan der BellenRosenkranz (FPÖ)GroszBrunner (MFG)StaudingerWallentinWlazny (Bier-Partei)
Hochrechnung56,2%17,9%5,5%2,1%1,5%8,3%8,4%

Quelle: ORF/SORA , Auszählung 100%, Schwankungsbreite bei 1,0%; Stand 21 Uhr

Währenddessen hat eine Wahltagsbefragung ergeben, die vom Sender ATV in Auftrag gegeben wurde, dass die unter-29-Jährigen signifikant seltener zur Wahl gegangen seien als die Generation 60-plus. Insgesamt liegt die Wahlbeteiligung bei 65,9%. Außerdem habe Alexander van der Bellen überwiegend von den Wählern der Regierungsparteien ÖVP und Grüne seine Stimme bekommen, wie auch von den Neos- und SPÖ-Wählern.

Österreich-Wahlen: Alexander van der Bellen führt laut Hochrechnungen mit großem Abstand - trotzdem keine „gmaht‘e Wiese“

Update vom 9. Oktober, 19.25 Uhr: Mittlerweile ist auch der vermeintliche Wahlsieger Alexander van der Bellen im ORF-Studio eingetroffen. „Für mich ist das wirklich ein großer Abend, das können Sie mir glauben“, meint er sichtlich erleichtert. Die österreichische Bundespräsidentenwahl sei ganz und gar keine „gmaht‘e Wiese“ gewesen, man müsse jede Wahl ernst nehmen.

Noch nie habe es so viele Kandidaten gegeben und noch nie sei das politische Umfeld „so angespannt“ gewesen. Umso mehr freue er sich über das Ergebnis, auch wenn die absolute Mehrheit nicht so klar sei wie bei vorherigen Bundespräsidentschaftswahlen, so van der Bellen. Morgen würde er „erstmal ausschlafen“, lässt er lächelnd wissen.

Alexander van der Bellen
Alexander van der Bellen ist sichtlich erleichtert über den österreichischen Wahlausgang. © HELMUT FOHRINGER / APA / AFP

Währenddessen wird das Ergebnis immer klarer, Stand 18.42 Uhr sind 95,4% der Stimmen ausgezählt. Die Wahlbeteiligung liegt laut dem Institut Sora bei 65,8% und liegt damit rund sieben Prozentpunkte hinter der Wahlbeteiligung der letzten Stichwahl der österreichischen Bundespräsidentenwahl 2016.

Österreich-Wahl: Auf Alexander van der Bellens Wahlparty wird gejubelt

Update vom 9. Oktober, 18.45 Uhr: Vom augenscheinlichen Wahlsieger Alexander van der Bellen gibt es derzeit noch kein Statement zum Wahlergebnis. Lediglich auf seinem Twitter-Account findet sich ein Bild mit einem handschriftlichen „Danke!“ Währenddessen wird auf seiner Wahlparty in Wien gejubelt, auch Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) gibt sich „hochzufrieden“ mit der vermutlichen Wiederwahl van der Bellens.

Wahlparty Alexander van der Bellen
Auf der Wahlparty Alexander van der Bellens wird gejubelt. © IMAGO/Martin Juen/SEPA.Media

Auch die übrigen Parteichefs - bis auf die FPÖ - gratulieren dem aktuellen österreichischen Bundespräsidenten. Beate Meinl-Reisinger (Neos) meint im ORF-Interview gar, dass sie froh sei, dass es zu keiner Stichwahl mehr komme.

Erste Reaktionen der Herausforderer van der Bellens: Rosenkranz mit Platz zwei „zufrieden“

Update vom 9. Oktober, 18.05 Uhr: Die ersten Reaktionen der Herausforderer Alexander van der Bellens werden nach und nach im österreichischen Fernsehen ausgestrahlt. FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz gibt sich zufrieden, da er aktuell Platz zwei gewonnen habe, wie es auch im Vorfeld prognostiziert worden ist. Ehemaliger BZÖ-Politiker Gerald Grosz sieht trotz des Wahlsieges van der Bellens einen Schlag gegen das „politische Establishment“. Noch nie habe ein Amtsinhaber „so schlecht wie dieser“ abgeschnitten.

Tassilo Wallentin, derzeit auf Platz vier, hat sich zu seinem Wahlergebnis bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich noch nicht geäußert. Der MFG-Pressesprecher sieht indes einen Erfolg des Parteikandidaten Brunner, der wohl „der einzige Kandidat ohne Gentechik-Impfung“ sei.

Der Letztplatziere Heinrich Staudinger will laut eigener Aussage weiterkämpfen für „einen neuen, verantwortungsvollen Lebensstil.“ Dominik Wlazny von der Bier-Partei ist hingegen „hochzufrieden“ mit seinem Ergebnis. Er habe junge Leute mobilisieren können und dies sei der Kern von Demokratie. Währenddessen wird van der Bellens Abstand zu seinen Herausforderern immer größer.

Erste Wahl-Hochrechnung in Österreich: Van der Bellen bleibt wohl Präsident

Update vom 9. Oktober, 17.05 Uhr: Die ersten Hochrechnungen zur Präsidentenwahl in Österreich liegen vor: Laut ORF liegt Amtsinhaber und Favorit Alexander Van der Bellen dabei deutlich in Front - die aktuell taxierten 54,6 Prozent würden ihm sogar den Gang in eine Stichwahl ersparen.

FPÖ-Herausforderer Walter Rosenkranz steht bei 18,9 Prozent. Damit wäre er aber immer noch erster Anwärter auf den zweiten Wahlgang, sollte der Ex-Grüne Van der Bellen doch noch unter die 50-Prozent-Marke rutschen. Auf den weiteren Plätzen folgen abgeschlagen der Kolumnist Tassilo Wallentin und der Kabarettist Dominik Wlazny alias „Marco Pogo“ von der „Bierpartei“.

Änderungen sind allerdings noch möglich. Die Meinungsforscher stehen laut SORA-Mitarbeiter Christoph Hofinger vor einem Problem: Da viele Kandidaten keiner etablierten Partei zuzuordnen sind, sei die Bezugnahme auf frühere Wahlergebnisse erschwert, erklärte er im ORF.

Österreich-Wahl: Meisten Wahllokale bereits geschlossen - van der Bellen in Umfragen weiterhin vorne

Update vom 9. Oktober, 16.25 Uhr: Die meisten Wahllokale in Österreich haben seit 16.00 Uhr geschlossen, noch eine weitere Stunde kann in Wien und Innsbruck die Stimme abgegeben werden. Währenddessen wird im ORF diskutiert, wer der nächste Bundespräsident sein könnte. Eva Linsinger, stellvertretende Chefredakteurin des Magazins Profil, würde eine Stichwahl für eine „sehr große Überraschung“ halten. Ihre Kollegin Petra Stuiber vom Standard ist ebenfalls der Meinung, dass Alexander van der Bellen wohl bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit bekommen werde. Letzte Umfragen zur Österreich-Wahl bestätigen diese These und prognostizieren dem Amtsinhaber van der Bellen zwischen 56 und 58 Prozent der Stimmen.

In dem ORF-Interview diskutieren die Journalistinnen außerdem, warum keine einzige Frau bei der aktuellen Bundespräsidentenwahl auf dem Stimmzettel steht. „Frauen wollen gefragt werden“, resümiert Stuiber. Bei der letzten Wahl 2016 trat Irmgard Griss, ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, als einzige Frau an und verpasste mit 19 Prozent der Stimmen nur knapp die Stichwahl.

Österreich-Wahl: Amtsinhaber van der Bellen gibt sich optimistisch

Update vom 9. Oktober, 15.00 Uhr: Bei der Wahl des Bundespräsidenten in Österreich hat sich Amtsinhaber Alexander Van der Bellen optimistisch und gelassen gezeigt. „Ich hoffe natürlich, dass es gut ausgeht“, sagte der 78-Jährige bei seiner Stimmabgabe in Wien gemeinsam mit seiner Frau Doris Schmidauer und sprach laut der Tageszeitung Österreich von einem „Festtag der Demokratie“. Mit Blick auf die Ergebnisse der Wahl wünschte er sich schon heute „Klarheit“.

Aber auch eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten wäre aus seiner Sicht kein Beinbruch. „So ist Demokratie“, sagte er dazu. Dann sei er eben in vier Wochen guter Dinge. Auf die Frage einer Journalistin betonte er, für eine weitere Amtszeit habe er auf jeden Fall die nötige Energie. „Sonst stünde ich ja nicht hier“, unterstrich Van der Bellen und ergänzte: „Ich glaube, Sie unterschätzen, wie viel Energie einem das Amt gibt.“

Austria‘s President Alexander Van der Bellen and his wife Doris speak to the media in front of a polling station in Vienna, during the presidential elections on October 9.
Alexander Van der Bellen, Bundespräsident von Österreich, und seine Frau, Doris Schmidauer. © Joe Klamar/AFP

Österreich-Wahl: Alexander Van der Bellen als klarer Favorit

Erstmeldung: Wien/Frankfurt – Für Alexander Van der Bellen könnte es in der Wahl ums Bundespräsidentenamt in Österreich am 9. Oktober noch einmal spannend werden. Sechs Konkurrenten gehen mit dem ehemaligen Chef der Grünen ins Rennen, der sich erneut in das auf sechs Jahre zu vergebende Amt wählen lassen möchte. Dabei ist nur einer von ihnen ebenfalls in einer aktuellen Parlamentspartei vertreten: der FPÖ-Politiker Walter Rosenkranz. Es könnte bei dieser Österreich-Wahl erneut zu einer Stichwahl kommen, wie sie Van der Bellen bei der Österreich-Wahl 2016 für sich entschieden hatte.

Alexander Van der Bellen bei den Tiroler Festspielen.
Am Sonntag wählt Österreich den Bundespräsidenten. Amtsinhaber Alexander Van der Bellen muss sich gegen Konkurrenz aus dem rechten Spektrum beweisen. (Archivbild) © JFK/EXPA/APA-PictureDesk

Österreich-Wahl: Sieben Kandidaten für das Amt als Bundespräsident

Aus dem rechten Spektrum treten bei der Bundespräsidentenwahl Österreich außer FPÖ-Mann Rosenkranz außerdem der ehemalige Abgeordnete und Blogger Gerald Grosz, sowie der Anwalt Tassilo Wallentin an. Letzterer ist als Kolumnist für das Massenblatt Kronen Zeitung tätig. Ein weiterer Kandidat ist Michael Brunner, der Chef der Partei „Menschen Freiheit Grundrechte“ (MFG), die sich vor allem gegen Corona-Maßnahmen richtet.

Aus der linken und der Umwelt verschriebenen Seite stehen die Kandidaten Dominik Wlazny und Heinrich Staudinger zur Wahl. Wlazny ist Rockmusiker und unter dem Namen „Marco Pogo“ bekannt. Mit seiner Bierpartei ist er in der Wiener Stadtpolitik aktiv. Staudinger ist seinerseits Schuhfabrikant.

Kandidat zur Wahl in Österreich: FPÖ mit Rosenkranz „massiv im Aufwind“

Im Sommer vor der Österreich-Wahl sah Rosenkranz parteiinterne Turbulenzen betont gelassen. Auslöser der Querelen war das frühere FPÖ-Urgestein Hans-Jörg Jeneweinn. Die Wiener FPÖ sah sich mit einer anonymen Anzeige wegen Missbrauchs von Fördermitteln konfrontiert. „Es wird keine Auswirkungen haben“, sagte Rosenkranz dazu.

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz bekräftigte ebenfalls, seine Partei sei „massiv im Aufwind“ und starte voller Kraft in den Wahlkampf. Auch bei der Wahl im österreichischen Bundesland Tirol hatten die Rechtspopulisten zuletzt kräftig zugelegt – nicht zuletzt in Wahlbezirken nahe der deutschen Grenze.

Umfrage zur Österreich-Wahl: Alexander Van der Bellen vorne

2016 erhielt Van der Bellen in der Stichwahl gegen seinen FPÖ-Herausforderer 53,8 Prozent der Stimmen. Laut den Umfragen des Magazins Profil und des Senders ATV soll er 2022 mit fast zwei Drittel der Stimmen rechnen können. Der Kandidat der rechten FPÖ liegt dahinter abgeschlagen bei 13 Prozent. Wahlberechtigt für die Wahl des Staatsoberhauptes von Österreich sind knapp 6,4 Millionen Österreicher. (dpa/AFP/na)

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