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Horst Seehofer findet: "Die Leute sollen ihre Meinung äußern so, wie sie sie haben."

CSU-Chef Horst Seehofer

"Ich führe keine Personaldiskussion über mich"

Große Teile der CSU-Basis machen Parteichef Seehofer für das Wahldebakel verantwortlich. Der betont, von sich aus keine Debatte über seine Zukunft führen zu wollen. Was den Koalitionspartner angeht, hat er sich schon festgelegt.

CSU-Chef Horst Seehofer hat nach dem Landtagswahl-Fiasko seiner Partei erneut betont, von sich aus keine Debatte über seine politische Zukunft führen zu wollen. „Ich führe auch heute keine Personaldiskussion über mich“, sagte Seehofer am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München.

Gleichwohl machte er deutlich, dass er keine Diskussion abwürgen wolle. „Ich stehe für jede Debatte zur Verfügung“, betonte er. Er sage nicht, dass dieses oder jenes nicht stattfinden dürfe. „Die Leute sollen ihre Meinung äußern so, wie sie sie haben.“

Die CSU war am Sonntag auf nur noch 37,2 Prozent abgestürzt. Große Teile der CSU-Basis machen dafür vor allem Seehofer und dessen Agieren in Berlin verantwortlich.

Nach dem Verlust der absoluten Mehrheit im Landtag haben Ministerpräsident Markus Söder und Seehofer ihre Präferenz für eine Koalition mit den Freien Wählern bekräftigt. Zwar betonten beide vor einer CSU-Vorstandssitzung am Montag in München übereinstimmend, mit allen Parteien außer der AfD reden zu wollen. Das „Naheliegendste“ sei aber ein Bündnis mit den Freien Wählern, betonte Söder. Die Grünen etwa seien von der CSU „inhaltlich weit entfernt“. Seehofer betonte, die Meinung in der CSU sei einhellig, „dass wir nach Möglichkeit eine bürgerliche Koalition anstreben“. (dpa)

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