Stahlseil-Attacke

ICE-Anschlag wohl kein IS-Terrorakt

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Ermittler gehen Hinweisen auf ein rechtsextremes Motiv nach.

Ermittler gehen Hinweisen auf einen möglichen fremdenfeindlichen Hintergrund der Stahlseil-Attacke auf die ICE-Strecke zwischen Nürnberg und München nach. „Wir halten es für möglich, dass es sich um einen radikalisierten Einzeltäter aus dem extrem rechten Milieu handelte, der kurz vor der Landtagswahl in Bayern Stimmung gegen Flüchtlinge provozieren wollte“, so ein Ermittler.

Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, waren am 26. Oktober, knapp drei Wochen nach dem verübten Anschlag vom 7. Oktober, zwar Zettel mit arabischen Schriftzeichen in der Nähe der Trasse und zwei Tage später weitere Flugblätter ähnlichen Inhalts gefunden worden. Sinngemäß heiße es darin, solange die EU den Kalifatsstaat angreife, würden weitere Anschläge auf die Bahn stattfinden. Die Texte hätten aber aus einschlägig bekannten Internet-Foren gestammt, seien frei verfügbar und könnten leicht von jedem anderen verwendet werden.

Vor etwa einem Monat hatten unbekannte Täter ein Stahlseil über die Gleise der Schnellfahrstrecke bei Allersberg im Landkreis Roth gespannt. Durch den Aufprall war die Frontscheibe des Zuges bei Tempo 200 beschädigt worden, verletzt wurde niemand. Die Behörden gehen davon aus, dass der ICE durch den Angriff nicht hätte entgleisen können.

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