Im Wortlaut

Der Hutton-Report im Original

pdf-Ausgabe, englisch, 2 MB

Die Regierung von Premierminister Tony Blair hat die Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen vor dem Irak-Krieg nicht aufgebauscht. Das sagte Lordrichter Brian Hutton bei der Vorlage des Untersuchungsberichtes zur Kelly-Affäre. Lord Hutton sprach am 28. Januar 2004 Premier Blair von aller Verantwortung für den Tod des Wissenschaftlers David Kelly frei. Eine "bewusst unehrenhafte, hinterhältige, doppelbödige Strategie" der britischen Regierung habe es in der so genannten Kelly-Affäre nicht gegeben, erklärte er in seinem Untersuchungsbericht.

Er kritisierte aber das Verteidigungsministerium dafür, Kelly nicht rechtzeitig vor der Veröffentlichung seines Namens gewarnt zu haben. Die Rüge fiel aber milde aus, und Minister Geoff Hoon entging - unerwartet - weiterer Kritik.

Die BBC geriet nach der Veröffentlichung des Hutton Reports unter Druck, der öffentlich-rechtliche Sender geriet in eine schwere Krise, in deren Verlauf die Führungsspitze des Senders zurücktrat.

Hutton Inquiry (english, 2MB, PDF)

Die FR-Berichterstattung um die sogenannte Kelly-Affäre finden Sie in unserem Dossier Die Kelly-Affäre.

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