Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Drohende Hungersnot

Nordkorea räumt neue Lebensmittelkrise ein – Kim Jong-un verspricht Getreide

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
    schließen

Auf Nordkorea kommt eine neue Hungersnot zu – Machthaber Kim Jong-un hat eine Sonderanweisung zum Umgang mit der Lebensmittelknappheit unterzeichnet.

Pjöngjang – Die nordkoreanische Führung um Machthaber Kim Jong-un bereitet das Land auf die nächste Hungersnot vor und stellt der Bevölkerung Getreidelieferungen in Aussicht. Das ging laut Berichten des US-amerikanischen Nachrichtenportals NK-News aus einer Dokumentation hervor, die am Sonntag (20.06.2021) im nordkoreanischen Staatsfernsehen (KCTV) ausgestrahlt worden ist, und offiziell bestätigte, was bereits nach einer öffentlichen Ansprache des Parteivorsitzenden zu erahnen war.

Inhalt des Dokumentationsfilms war die Parteizusammenkunft unter der Leitung von Kim Jong-un in der Woche vorher. Beim Treffen des ihm unterstellten Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei hatte Kim bereits ein Dokument unterzeichnet, das laut ersten Berichten der US-amerikanischen Nordkorea-Experten einen mehrstufigen Plan zum Umgang mit einer nationalen Notlage zeigen könnte. Genaue Berichte über die Inhalte des Dokuments gab es bislang jedoch noch keine – Kim hatte es nach der Unterzeichnung lediglich in die Kameras gehalten.

Machthaber Kim Jong-un bei einem Treffen des Zentralkommitees der herrschenden Arbeiterpartei Mitte Juni.

Drohende Hungersnot in Nordkorea: Machthaber Kim Jong-un plant staatliche Strategie

Der Dokumentationsfilm über die Parteiversammlung räumte ein, dass der fünfte Punkt auf der Agenda des Parteitreffens die Entwicklung einer politischen Strategie zum Umgang mit der derzeitigen Lebensmittelkrise gewesen sei. Im Kommentar des Films heißt es zu konkreten Plänen bereits, die Versorgung der Bevölkerung mit Getreide werde „staatlich garantiert“ und die Verteilung und Verarbeitung werde „schnell beginnen“.

Grund der Hungersnot in Nordkorea seien neben blockierten Handelsverbindungen aufgrund der Corona-Pandemie, die Kim und sein Zentralkomitee unter keinen Umständen ins Land lassen wollen, auch Missernten infolge der nordkoreanischen Taifunsaison. „Die Tatsache, dass die Führung des Landes von einer Lebensmittelkrise spricht, ist ein Zeichen, dass die Versorgungssituation tatsächlich besorgniserregend ist“, zitiert die Nachrichtenseite NK-News den Korea-Experten Peter Ward, der es für möglich hält, dass eine Wiedereinführung von Rationierungsmaßnahmen aus Zeiten des Kalten Krieges anstehen könnte. Dieses System war während der großen Hungersnot in Nordkorea in den 90er Jahren zusammengebrochen, bei der Schätzungen zufolge zwischen zwei und drei Millionen Menschen im Land ihr Leben verloren. (Sandra Kathe)

Rubriklistenbild: © KCNA via KNS/AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare