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Tausende Besucher verfolgen eine Rede Obamas während des Freiluftkonzerts in Washington D.C.

Open-Air-Konzert

Hunderttausende feiern Obama

Mit einem emotionsgeladenen Open-Air-Konzert haben Showgrößen und Hunderttausende Zuschauer die bevorstehende Vereidigung des künftigen US-Präsidenten Barack Obama gefeiert.

Washington. Mit einem emotionsgeladenen Open-Air-Konzert in Washington haben Showgrößen und Hunderttausende Zuschauer am Sonntag die bevorstehende Vereidigung des künftigen US-Präsidenten Barack Obama gefeiert.

Zwei Tage vor seinem Amtsantritt stellte Obama seine Landsleute indes angesichts von Wirtschaftskrise und Kriegen auf schwere Herausforderungen ein, machte ihnen aber auch Mut. "Wir werden länger als einen Monat oder ein Jahr brauchen, wahrscheinlich sind viele nötig." Doch sei er so zuversichtlich wie stets, dass die USA wie schon in der Vergangenheit ihre Probleme überwinden würden.

Bei klirrender Kälte trat vor dem Lincoln Memorial im Herzen der US-Hauptstadt unter dem Motto "We Are One" (Wir gehören zusammen) auf, was in der Showbranche Rang und Namen hat. Den musikalischen Auftakt machte die Rocklegende Bruce Springsteen mit dem Song "The Rising", umrahmt von einem vielköpfigen Gospelchor. Daneben traten die irische Band U2, Stevie Wonder, James Taylor, Jon Bon Jovi, Beyonce, John Legend, John Mellencamp und Garth Brooks auf.

Schauspieler sowie Fernseh- und Sportstars lasen historische Texte und erinnerten an amerikanische Ideale. Golfgröße Tiger Woods würdigte als Sohn eines Soldaten die Leistungen der Streitkräfte. Schauspieler Jack Black hob die Naturschönheiten der USA hervor. Daneben traten die Hollywoodstars Tom Hanks, Forest Whitaker, Denzel Washington und Laura Linney auf der mit Fahnen geschmückten Bühne vor dem Denkmal zu Ehren von Bürgerkriegspräsident Lincoln auf.

In seiner Rede warnte Obama unterdessen vor "Fehlstarts und Rückschlägen". Die Entschlossenheit der Nation werde auf die Probe gestellt. Allerdings seien Krise und Kriege auch eine Zeit der Bewährung. "Wir dürfen nie vergessen, dass sich der wahre Charakter unserer Nation nicht offenbart, wenn die Dinge leicht sind, sondern durch unser richtiges Handeln, wenn die Zeiten hart sind."

Obama, der am Dienstag auf den Stufen des Kapitols voraussichtlich vor bis zu zwei Millionen Menschen den Amtseid ablegt, genoss das Mammutkonzert und das Staraufgebot sichtlich. Er sang den traditionellen Song "This Land is Your Land" mit. Nach dem Konzert umarmte er die Rocksänger Jon Bon Jovi und Bono von U2, während er den Künstlern des Konzerts persönlich für die Auftritte dankte.

Montag ist ein nationaler Feiertag, der traditionelle Martin-Luther-King-Day zu Ehren des ermordeten Bürgerrechtlers. Obama will, dass dieser Tag wieder so begangen wird, wie er einst gedacht war: Mit dem Dienst der Bürger an der Gemeinschaft. Der künftige Präsident selbst und seine Familie wollen sich an diesem Tag aktiv sozial betätigen. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

In seiner mit Spannung erwarteten Antrittsrede am Dienstag will Obama engen Vertrauten zufolge vor allem an das Verantwortungsbewusstsein von Politik, Wirtschaft und Bürgern appellieren. Er werde dazu aufrufen, "eine Kultur, in der alles gestattet ist", eindeutig abzulehnen, sagte Obamas künftiger Stabschef im Weißen Haus, Rahm Emanuel, am Sonntag dem US- Fernsehsender NBC. Wie das Land wieder auf den rechten Weg gebracht werden könne, sei zudem eines der zentralen Themen der Rede, fügte Obamas Sprecher Robert Gibbs im Sender FoxNews hinzu. (dpa)

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