Howey Ou

Die einsame Heldin

Ein 16-jähriges Mädchen trotzt unter dem Pseudonym Howey Ou dem chinesischen Verbot für Klimaproteste.

Ausgerechnet in China sind die weltweiten Klimaproteste weitestgehend Tabu. Über Greta Thunberg und Fridays for Future berichten die heimischen Medien praktisch nicht. Die Kommunistische Partei reagiert schließlich äußerst sensibel auf zivilen Ungehorsam. 

Dennoch hat ein 16-jähriges Mädchen sich in der Provinzhauptstadt von Guizhou mit einem selbstgemalten Protestplakat vor das lokale Regierungsgebäude gestellt – trotz der Angst, von den Regierungsbeamten abgeführt zu werden. 

Howey Ou – ein Pseudonym – wurde schließlich nach etwas mehr als einer Woche von Sicherheitskräften abgemahnt. Sie dürfe zwar streiken, aber nur mit Genehmigung der Regierung. Ihr Account bei WeChat, dem chinesischen sozialen Netzwerk, wurde bereits gesperrt. Doch auf Twitter, für dessen Benutzung man in der Volksrepublik eine VPN, eine Umgehungssoftware, benötigt, postet sie weiter über Klimastreik und Umweltschutz. 

Lob bekam sie übrigens auch von ihrem Idol: „Howey Ou ist eine echte Heldin, wir stehen alle hinter dir“, schrieb Greta Thunberg ihren drei Millionen Follower. Ihren Aktivismus führt Howey Ou nun auf anderem Wege weiter – etwa, indem sie Bäume pflanzt und im Internet Bewusstsein für das Thema schafft. fkr

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