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Corona-Regel für Schulen mangelhaft? Eine effektive Maßnahme fehlt

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Der Lehrerverband kritisiert die neuen Corona-Regeln. Unter anderem fehlt ihm eine Regelung für die unteren Klassenstufen.

Frankfurt – Noch ist die Corona-Pandemie nicht aus den Klassenzimmern verschwunden. Das neue Infektionsschutzgesetz, das ab 1. Oktober gilt, hat – je nach Infektionsgeschehen – auch Auswirkungen auf den Schulbetrieb. Allerdings zeigt sich der Verband Bildung und Erziehung (VBE) von den neuen Regelungen enttäuscht: „Die Offenhaltung von Schulen und Kitas muss oberste Priorität haben. Besonders aus diesem Grund schauen wir mit Sorge auf den Umstand, dass das Infektionsschutzgesetz deutlich hinter unseren Erwartungen zurückbleibt“, sagte Bundesvorsitzender Udo Beckmann.

Dem Gesetz zufolge liegen die Entscheidungen rund um den Schulbetrieb bei den Ländern. Die können eine Maskenpflicht ab dem fünften Schuljahr festlegen – sofern dies zur Aufrechterhaltung des Präsenz-Unterrichts notwendig ist. Außerdem können sie eine Testpflicht in Schulen und Kitas vorschreiben. Schulschließungen soll es aber keine mehr geben.

Schule
Der Lehrerverband kritisiert, dass bei den unteren Klassen keine temporäre Maskenpflicht gilt. (Symbolfoto) © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Corona-Regeln an den Schulen: „Sehr effektive Maßnahme“ fehlt

„Wenn der Schutz und damit die Gesundheit der Lehrkräfte nicht hinreichend beachtet wird, werden die Schulschließungen vor dem Hintergrund des bereits ohnehin schon dramatischen Personalmangels bei entsprechendem Krankenstand von ganz allein kommen“, bemängelt Beckmann.

Für den VBE sei es außerdem wenig verständlich, dass man sich bei den unteren Klassen gegen eine temporäre Maskenpflicht entschieden hat, falls die Infektionszahlen steigen. „Hiermit wurde eine sehr effektive Maßnahme, um Unterricht in Präsenz zu ermöglichen und trotzdem relativ sicher vor einer Infektion zu sein, kategorisch ausgeschlossen“, führt Beckmann fort.

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