1. Startseite
  2. Politik

Hoffnung geben

Erstellt:

Kommentare

Heike Beck.
Heike Beck. © P. Bongardt

Heike Beck ist Pfarrerin für Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Rheingau-Taunus. Ihr Credo: Die Kirche darf Klimaschutz nicht nur predigen, sondern sollte Vorbild sein im Bewahren der Schöpfung.

Der Klimawandel ist eine der drängendste Fragen unserer Zeit. Es ist unsere Pflicht, die Erde zu bewahren. Stattdessen haben wir sie uns zu lange schon untertan gemacht. Der starke Autoverkehr, Trockenheit und die unerträgliche Massentierhaltung sind für mich persönlich die erschreckendsten Anzeichen dafür. Sie treiben mich privat wie beruflich an, denn ich möchte die Welt für nachfolgende Generationen erhalten.

Die Kirche hat da in meinen Augen eine Vorbildfunktion. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Klimaschutz gelingt. Wir haben zum Beispiel für Dekanatsfahrten ein E-Auto angeschafft. Ich könnte mir auch vorstellen, ein gemeindeübergreifendes Klimaschutz-Netzwerk aufzubauen. Vielen Menschen fehlt momentan besonders das Gefühl, dass ihre Handlungen etwas bewirken. Sie brauchen die Hoffnung: Du kannst etwas tun. Als Pfarrerin möchte ich ihnen dieses Gefühl geben.

Dabei helfen ökumenische Initiativen wie „Klimafasten“. Die Fastenzeit wird als Anlass genommen, Alternativen zu klimaschädlichen Gewohnheiten aufzuzeigen. Wir als Dekanat haben uns in diesem Jahr erstmals mit mehreren Aktionen, die meine Kollegin Ulrike Schaffert und ich organisiert haben, beteiligt. Wir haben etwa eine Andacht auf einem Biohof gehalten und einen Podcast mit Alltagstipps veröffentlicht. So habe ich selbst noch viel gelernt. Besonders das diesjährige Motto der Aktion hat mir gefallen: „So viel du brauchst“. Denn Klimaschutz bedeutet ja nicht absoluten Verzicht. Vor allem gewinnen wir ja ein besseres Leben.

Aufgezeichnet von Jane Escher

Auch interessant

Kommentare