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Hockenheims Oberbürgermeister Gummer.

Ermittlungen

Hockenheims OB angegriffen

Nach Faustschlag und Sturz im Krankenhaus.

Der scheidende Oberbürgermeister von Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) ist von einem Unbekannten angegriffen und schwer verletzt worden. Das teilte das Polizeipräsidium Rheinpfalz am Dienstag mit. Der Angreifer habe am Montagabend am Haus des 67-jährigen Dieter Gummer in Böhl-Iggelheim (Rheinland-Pfalz) geklingelt und um ein Gespräch gebeten. Der SPD-Politiker kam laut Polizei nach unten in den Hof seines privaten Anwesens, als der Unbekannte durch das offenstehende Tor auf ihn zuging und ihm unvermittelt mit der Faust ins Gesicht schlug.

Gummer sei gestürzt und mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen, hieß es weiter. Er erlitt laut Polizei schwere Verletzungen und wird in einem Krankenhaus behandelt. Der Täter entkam unerkannt zu Fuß. Völlig unklar sei das Motiv. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Hockenheimer Stadtverwaltung reagierte erschüttert: „Mit Schock und Entsetzen haben wir vom Angriff auf Oberbürgermeister Dieter Gummer erfahren“, heißt es in einer Stellungnahme von Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg. Gummer ist seit 2004 Oberbürgermeister von Hockenheim. Er geht Ende August in den Ruhestand. Am kommenden Sonntag (21. Juli) soll sein Nachfolger im zweiten Wahlgang bestimmt werden.

Nach Angaben des Deutschen Städtetags gab es im vergangenen Jahr mehr als 1200 politisch motivierte Straftaten gegen Amtsträger. In den vergangenen Wochen hatten Angriffe, Drohungen und Beleidigungen gegen Kommunalpolitiker in Deutschland erneut für eine Debatte gesorgt. (dpa)

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