Internationales Rotes Kreuz

Hilfe für Venezuela verdreifacht

Das Internationale Rote Kreuz stockt die Unterstützung für die Bevölkerung auf.

Das Internationale Rote Kreuz will seine humanitäre Hilfe für Venezuela deutlich ausweiten. Die Organisation verdreifache ihr Budget für die hilfsbedürftigen Menschen in dem Krisenstaat von neun auf 24,6 Millionen Schweizer Franken (rund 21,8 Millionen Euro), teilte der Präsident des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (ICRC), Peter Maurer, mit.

Mit dem Geld soll vor allem das Gesundheitssystem unterstützt werden. Unterdessen haben erneut Zehntausende Oppositionsanhänger bei landesweiten Protesten den Rücktritt von Präsident Nicolás Maduro gefordert. Nach neuerlichen Stromausfällen machten die Demonstranten die Regierung für die schlechte Versorgungslage in dem Krisenstaat verantwortlich. Präsident Nicolás Maduro hatte Delegationsmitglieder des Internationalen Roten Kreuzes im Miraflores-Palast empfangen. Danach teilte er via Twitter mit, die Regierung erlaube, dass „Mechanismen der internationalen Kooperation“ eingerichtet würden. Maduro bestreitet, dass es in Venezuela eine humanitäre Krise gibt.

USA drängen Sicherheitsrat

In einer von den USA beantragten Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates forderte US-Vizepräsident Mike Pence die Vereinten Nationen auf, Oppositionsführer Juan Guaidó als rechtmäßigen Präsidenten von Venezuela anzuerkennen. Gleichzeitig bekräftigte er das Ziel, einen Machtwechsel in Venezuela herbeizuführen. Dieser solle vorzugsweise durch diplomatischen und wirtschaftlichen Druck erreicht werden. Es lägen aber „alle Optionen auf dem Tisch“, betonte Pence. Maduro nannte laut der regierungsnahen Tageszeitung „El Universal“ die Aussagen von Pence rassistisch, arrogant und lächerlich.

In Venezuela tobt ein politischer Machtkampf, bei dem das Militär bislang Maduro seine Unterstützung zugesichert hat. Guaidó hatte sich am 23. Januar 2019 zum Übergangsstaatschef ausgerufen. Inzwischen haben ihn mehr als 50 Länder als Interimspräsidenten anerkannt. (epd)

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