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Haushaltsdefizit festgelegt: Russland bereitet sich auf „schwieriges“ Jahr 2023 vor

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Russland prognostiziert ein Haushaltsdefizit in Höhe von zwei Prozent. Finanzminister Siluanow räumt aber ein, dass ein größeres Defizit möglich ist.

Moskau/Frankfurt – Der russische Haushalt 2023 werde angesichts eines Defizits einige finanzielle Herausforderungen mit sich bringen, sagte der Erste Stellvertretende Ministerpräsident Andrei Beloussow am Dienstag (27. Dezember). Das Defizit sei sowohl auf den Ukraine-Krieg zurückzuführen, der nun in den elften Monat geht, als auch auf die von den USA und anderen westlichen Ländern verhängten Sanktionen.

Das Institute of International Finance, eine Lobbygruppe der Banken, sagte indes voraus, dass die russische Wirtschaft bis zum Jahresende um 15 Prozent und bis 2023 um weitere drei Prozent schrumpfen werde. „Das nächste Jahr wird für uns in finanzieller Hinsicht ziemlich schwierig werden“, sagte Beloussow dem Fernsehsender Rossija 24. „Das heißt, wir legen den Defizit-Haushalt für das nächste Jahr fest. Wir wissen, wie hoch die Kreditaufnahme sein wird.“

Der erste stellvertretende russische Ministerpräsident Andrei Belousov.
Der erste stellvertretende russische Ministerpräsident Andrei Belousov. © Ramil Sitdikov/Imago

Russlands Haushaltsdefizit festgelegt: Größeres Haushaltsdefizit möglich

Eine am 5. Dezember von den G7 zusammen mit der EU und Australien verhängte Ölpreisobergrenze verursache Berichten zufolge ebenfalls einen wirtschaftlichen Engpass aufgrund fehlender Exporteinnahmen. Russlands Finanzminister Anton Siluanow sagte am Dienstag (27. Dezember) vor Reportern, dass das russische Haushaltsdefizit die prognostizierten zwei Prozent übersteigen könnte, wie Reuters berichtete. Dies führt zu zusätzlicher finanzieller Unsicherheit angesichts der anhaltenden Kosten für den Krieg gegen die Ukraine.

„Ist ein größeres Haushaltsdefizit möglich? Das ist möglich, wenn die Einnahmen niedriger ausfallen als geplant“, sagte Siluanow. „Was sind die Risiken im nächsten Jahr? Preisrisiken und Beschränkungen.“ Er spielte auch auf die sich verändernden gesamtwirtschaftlichen Bedingungen an und verwies auf die steigende Inflation und den höheren Bedarf an Mitteln zur Unterstützung russischer Familien. (cas)

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