Hartz 4

Smartphones für arme Kinder

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Grüne wollen Hartz 4 reformieren.

Der Nachwuchs von Beziehern des Arbeitslosengeldes 2 soll nach Ansicht der Grünen über Smartphone und Laptop verfügen dürfen. So sieht das ein Positionspapier der Grünen-Bundestagsfraktion vor, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Die Grünen beabsichtigen eine Reform der Bedarfsermittlung und Regelsatzberechnung für Haushalte mit Hartz 4. 

Unter dem Titel „Digital Natives? Aufwachsen in der vernetzten Welt“ wird gefordert: „Alle Kinder sollen die Potenziale der Digitalisierung positiv für sich nutzen können. Deshalb gehören Laptops oder Smartphones ins soziokulturelle Existenzminimum von Kindern (...)“ Großen Handlungsbedarf gebe es überdies bei der Digitalisierung in den Schulen, wo es an geschultem IT-Personal zur Wartung der Geräte und Netzwerke fehle. Auch bräuchten Lehrkräfte „umfassende Fortbildungen“ – und Eltern mehr Medienkompetenz. 

Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt fordert auch eine stärkere Regulierung der Plattformbetreiber mittels eines reformierten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes: „Sein Anwendungsbereich sollte auf Gaming-Plattformen ausgeweitet werden, damit es klare Vorgaben zur Löschung von strafrechtsrelevanten Äußerungen gibt.“ Das Papier soll am Freitag auf einer Fachtagung der Grünen-Bundestagsfraktion vorgestellt werden. 

Anfang nächsten Jahres soll es dazu einen Fraktionsbeschluss geben. Nach einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom gehört das Smartphone zum Alltag von mehr als jedem zweiten Kind zwischen sechs und sieben. 95 Prozent aller Zwölfjährigen haben demnach ein eigenes Mobiltelefon.

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