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„Harte Hand“ in El Salvador

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Von: Clemens Dörrenberg

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El Salvador liegt in Mittelamerika am Pazifik. Das kleine, dicht besiedelte Land mit seinen rund 6,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern grenzt im Osten an Honduras und im Westen an Guatemala. Rund ein Viertel der Bevölkerung lebt im Ausland. Immer noch prägend ist die Zeit des Bürgerkrieges zwischen 1980 und 1992, der 75 000 Todesopfer forderte. Seit dem Friedensabkommen 1992 etablierten sich laut Angaben des Auswärtigen Amtes demokratische Regierungen. Präsident Nayib Bukele zeige jedoch „zunehmend autoritäre Regierungsansätze“.

Diese Männer werden als mutmaßliche Bandenmitglieder in ein Haftzentrum gebracht.
In El Salvador hat sich die Regierung dem restriktiven Kampf gegen die Gewalt durch Banden verschrieben. Die drei Männer auf dem Foto zählen zu den mehreren zehntausend festgenommenen, mutmaßlichen Bandenmitgliedern. © Camilo Freedman/dpa
Rekruten stehen bei der Einberufung von 1.440 neuen Soldaten in die Streitkräfte. Nach einer Mordwelle mit 62 Opfern an nur einem Tag hatte die Regierung am 27. März 2022 wegen Bandengewalt einen 30-tägigen Ausnahmezustand erklärt.
Rekruten stehen bei der Einberufung von 1440 neuen Soldaten. Nach der Mordwelle mit 62 Opfern durch Banden am 27. März 2022 hatte die Regierung El Salvadors einen 30-tägigen Ausnahmezustand erklärt und die Streitkräfte verstärkt. © Camilo Freedman/dpa
Polizisten stehen in der Stadt Olocuilta während der Beerdigung des ermordeten Polizeiinspektors Carlos Velasquez neben dem Sarg.
In der Stadt Olocuilta nehmen Polizisten während der Beerdigung des ermordeten Polizeiinspektors Carlos Velasquez Abschied von ihrem Kollegen. © Camilo Freedman/Imago
Schau-Verhaftung in der Stadt Santa Ana: Festgenommene Mitglieder der Bande Barrio 18 Surenos werden der Presse im Viertel La Realidad vorgestellt.
Schau-Verhaftung in der Stadt Santa Ana: Festgenommene Mitglieder der Bande Barrio 18 werden im Viertel La Realidad der Presse vorgestellt. © Camilo Freedman/Imago
Beamte des taktischen Einsatzteams der nationalen Zivilpolizei wurden gerade mit neuen Uniformen durch die Regierungsbehörden ausgestattet.
Neben dem Militär wird auch die Zahl der Polizeikräfte ausgeweitet. Beamte des taktischen Einsatzteams der nationalen Zivilpolizei zeigen auf diesem Foto ihre neuen Uniformen. © Camilo Freedman/dpa
Ein vermummter Polizist begleitet ein mutmaßliches Bandenmitglied nach dessen Festnahme.
Ein vermummter Polizist begleitet einen Festgenommenen hinter Gitter. Nach Angaben der salvadorianischen Regierung wurden im März 2022 mehr als 3000 mutmaßliche Mitglieder der beiden Banden MS-13 und Barrio 18 festgenommen. © Camilo Freedman/dpa
Eine Gruppe von Häftlingen fertigt Stühle im Gefängnis La Esperanza in Ayutuxtepeque, zehn Kilometer nördlich von der Hauptstadt San Salvador entfernt.
Die Gefängnisse sind überfüllt. Eine Gruppe von Häftlingen fertigt Stühle im Gefängnis La Esperanza in Ayutuxtepeque, zehn Kilometer nördlich der Hauptstadt San Salvador. Mit ihrem „Null-Freizeit-Plan“ will die Regierung die Gefangenen ununterbrochen beschäftigen. © Sthanly Estrada/afp
Präsident Nayib Bukele (Mitte) regiert seit rund drei Jahren mit der Politik der „mano dura“, der harten Hand. Manche sprechen auf der „super mano dura“.
Nayib Bukele (Mitte) setzt als Präsident die Politik der „mano dura“, der harten Hand, der Vorgänger-Regierung fort. Einige Beobachter:innen sprechen auch von der „super mano dura“. Bei seinem Amtsantritt vor rund drei Jahren hatte Bukele noch mehr Prävention versprochen. © dpa
Studierende demonstrieren am 30. Juli 2022 gegen den von der Regierung verhängten Ausnahmezustand. Ihre Transparente erinnern an den Jahrestag eines Massakers an Studierenden durch das Militär am 30. Juli 1975.
Protest gegen die Regierung gibt es vereinzelt. Studierende demonstrieren am 30. Juli 2022 gegen den verhängten Ausnahmezustand. Ihre Transparente erinnern an den Jahrestag eines Massakers an Studierenden durch das Militär am 30. Juli 1975. © Camilo Freedman/dpa
Ein Demonstrant mit einem Zeichen gegen die neue Digitalwährung an einem Hut nimmt an einem Protest gegen den Bitcoin im September 2021 teil.
Im September 2021 wird gegen die neu eingeführte Digitalwährung Bitcoin demonstriert. Als erster zentralamerikanischer Staat ist El Salvador diesen Schritt gegangen. Auch Steuern können in der Kryptowährung bezahlt werden. © Camilo Freedman/dpa
Viele vertrauen auf ihre Religion. Hier geht ein als Jesus verkleideter Mann über Männer, die in ihrem roten Aufzug „Teufel“ darstellen.
Viele vertrauen auf ihre Religion. Hier geht ein als Jesus verkleideter Mann über Männer, die in ihrem roten Aufzug Teufel darstellen. An jedem Ostermontag, wie hier 2022, machen Gläubige als Teil eines Volksfestes bei dem nachgestellten Kampf zwischen Jesus und Satan mit. © Camilo Freedman/dpa
Unter diesen mehreren tausend mittelamerikanischen Geflüchteten sind auch Menschen aus El Salvador.
Aber viele versuchen ihr Glück woanders zu finden. Unter diesen mehreren tausend mittelamerikanischen Geflüchteten sind auch Menschen aus El Salvador. Sie haben auf dem Weg in die USA den Grenzzaun zwischen Guatemala und Mexiko überwunden und marschieren weiter in Richtung des gelobten Landes. © Ivan Sanchez/dpa

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