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Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), will für die CDU kandidieren.
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Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), will für die CDU kandidieren.

Nachfolger von Mark Hauptmann

Hans-Georg Maaßen will für die CDU in den Bundestag

Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz will bei der Bundestagswahl im September für die CDU kandidieren.

Erfurt - Hans-Georg Maaßen hat große Pläne. Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz will bei der Bundestagswahl 2021 im September für die CDU in den Bundestag einziehen. Er wolle für den Wahlkreis 196 in Südthüringen antreten, bestätigte Maaßen am Donnerstag auf dpa-Anfrage. In diesem Wahlkreis war bei der Bundestagswahl 2017 der mittlerweile aus der Partei ausgetretene Mark Hauptmann gewählt worden. Von der Thüringer CDU gab es zunächst keine Stellungnahme.

Maaßen soll demnach im Wahlkreis 196 Suhl - Schmalkalden-Meiningen - Hildburghausen - Sonneberg aufgestellt werden und somit Mark Hauptmann beerben. Hauptmann hatte nach Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit Maskengeschäften sein Bundestagsmandat niedergelegt und war auch aus der CDU ausgetreten. Über die endgültige Kandidatur Maaßens entscheidet die Delegiertenkonferenz in dem Wahlkreis.

Hans-Georg Maaßen stand an der Spitze des Bundesamtes für Verfassungsschutz

Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Maaßen stand von 2012 bis 2018 an der Spitze des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Davor war er seit 1991 in verschiedenen Abteilungen im Bundesinnenministerium tätig, ab 2008 als Leiter des Stabes Terrorismusbekämpfung.

Als damaliger Verfassungsschutzpräsident war Maaßen massiv in die Kritik geraten, weil er bezweifelt hatte, dass es nach der Tötung eines Deutschen in Chemnitz zu „Hetzjagden“ auf Ausländer kam. Die Äußerung sorgte für eine Koalitionskrise. Abgelöst wurde er nach langem Hin und Her, als er später zudem von „linksradikalen Kräften“ in der SPD sprach. Im November 2018 wurde er auf Antrag von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Hans-Georg Maaßen ist Teil der Werte Union in der CDU

Maaßen ist CDU-Mitglied und schloss sich der Werte Union an, einem Zusammenschluss besonders konservativer Christdemokraten und CDU-Sympathisanten. Er tritt für einen harten Kurs in der Migrationspolitik ein. Nachdem er seinen Posten als Verfassungsschutzpräsident verloren hatte, gab es vorübergehend Spekulationen, er könne sich der AfD anschließen. Auch gab es damals Gerüchte über ein mögliches CDU-Parteiausschlussverfahren, zu dem es aber nicht kam. (cs/afp/dpa)

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