Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hakenkreuz Bundestag AfD Grüne
+
In einem der Gebäude des Bundestags ist ein Hakenkreuz aufgetaucht. Die Parlamentspolizei ermittelt.

In den Aufzug geritzt

Hakenkreuz in Bundestagsgebäude entdeckt: Nazi-Symbol sorgt für Empörung

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
    schließen

In einem Gebäude des Bundestags ist in einem Aufzug ein Hakenkreuz ins Metall gekratzt worden. Das Nazi-Symbol hatte ein Mitarbeiter der Grünen entdeckt.

  • In einem Gebäudes des Bundestags wurde ein Hakenkreuz in einen Fahrstuhl geritzt.
  • Die Polizei ermittelt nach dem Vorfall, die Täter sind noch unbekannt.
  • Bereits jetzt werden Vorwürfe gegenüber der AfD laut.

Berlin – Im Jakob-Kaiser-Haus ist ein Hakenkreuz entdeckt worden. Das Gebäude gehört zum Bundestag und beherbergt diverse Büros.

Grünen-Mitarbeiter entdeckte Nazi-Symbol Hakenkreuz im Bundestag

Zuerst bemerkt hat das Hakenkreuz ein Mitarbeiter des Grünen Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek. Alexander König, so der Name des Mitarbeiters, verbreitete ein Bild des in den Fahrstuhl eingeritzten verbotenen Symbols auf Twitter mit den Worten: „Bin heute ins Büro, in den Bundestag, um ein paar Sachen zu erledigen und irgendjemand hat das in die Aufzugtür geritzt.“ Nach eigenen Angaben hat König die Polizei und „viele andere Stellen im Haus“ informiert. Außerdem sei das Symbol überklebt worden.

Jetzt ermittelt die zuständige Dienststelle der Polizei im Bundestag zu dem eingeritzten Hakenkreuz, wie eine Sprecherin der Bundestagsverwaltung gegenüber der Presseagentur dpa bestätigte. Erschwert werden die Ermittlungen durch die Tatsache, dass in den zum Bundestag gehörenden Gebäuden keine Kameras angebracht sind.

Nazi-Symbol: Vorwürfe gegenüber AfD wegen eingeritztem Hakenkreuz im Bundestag

Auf Twitter wurde der Vorfall mit dem Hakenkreuz bereits mit der AfD in Verbindung gebracht. Die Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Europa der Grünen, Andie Wörle, schrieb: „Das schockiert mich zutiefst! Die AfD im Bundestag überschreitet eine Grenze nach der anderen. Hab kein Verständnis mehr für Leute, die diese Nazis wählen!“ Auch diverse andere Kommentare bezogen sich auf die AfD und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bundestag.

Nazi-Symbol in Bundestagsgebäude entdeckt: Hakenkreuz in den Aufzug geritzt

Ob die Partei tatsächlich mit dem eingeritzten Hakenkreuz in Verbindung steht, ist allerdings noch völlig offen. Zutritt zum Jakob-Kaiser-Haus haben auch Medienvertreter. Allerdings hatten erst Mitte November Besucher der AfD-Fraktion im Bundestag für einen Eklat gesorgt. Die Gäste waren während der Debatte um das Infektionsschutzgesetz am 18. November ins Hauptgebäude des Bundestags gelangt. Dort hatten sie Abgeordnete bedrängt, auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) war angegangen worden. Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hatte angekündigt, „alle rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen, gegen die Täter und diejenigen vorzugehen, die ihnen Zugang zu den Liegenschaften des Bundestages verschafft haben.“ Die AfD hatte im Nachgang von einem „inakzeptablen Verhalten“ der Gäste ihrer Abgeordneten gesprochen.

Das Hakenkreuz ist in Deutschland als Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verboten. Seine Nutzung kann gemäß Paragraf 86 des Strafgesetzbuches mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldbuße geahndet werden. (Marcel Richters)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare