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Mögliche Gefährdungslage

Synagoge in Hagen: Jugendlicher bestreitet Anschlagspläne – Anwalt äußert sich

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Nach einem mutmaßlich vereitelten Anschlag auf die Synagoge in Hagen befindet sich ein 16-Jähriger noch immer in Gewahrsam.

Hagen - Die Meldung sorgte für Bestürzung. Auf die Synagoge in Hagen soll am Donnerstag (16.09.2021) ein mutmaßlich bevorstehender islamistischer Anschlag vereitelt worden sein. Vier Menschen wurden kurz darauf von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Drei der vier Männer wurden noch am selben Tag wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Anwalt des vierten, eines 16-jährigen Jugendlichen, hat sich nun an die Presse gewandt. Alle Hintergründe zum Vorfall in Hagen im Überblick.

Synagoge in Hagen: NRW-Innenminister Reul spricht von ernster extremistischer Bedrohung

An Jom Kippur, dem höchsten Feiertag der Juden, zog die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt nach Hinweisen auf eine „mögliche Gefährdungslage“ ihre Kräfte zusammen und riegelte die Synagoge ab. Auch die Straßen im näheren Umfeld wurden gesperrt. Von einer Vereidigungsfeier junger Polizistinnen und Polizisten meldete sich wenig später NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU)* zu Wort. Seiner Ansicht nach habe es eine ernste extremistische Bedrohung gegeben. „Es bestand die Gefahr eines Anschlags auf die Synagoge in Hagen“, so Reul und fügte gegenüber den auf der Feier Anwesenden hinzu: „Ihre Kolleginnen und Kollegen haben das vermutlich verhindert.“

Bewaffnete Polizisten stehen vor der Synagoge in Hagen.

Bald darauf wurden die erste Festnahme in Hagen gemeldet. Ein 16-jähriger Jugendlicher aus Syrien befände sich in Gewahrsam. Auch dessen Vater und beide Brüder seien in Gewahrsam. Der Jugendliche soll Kontakt zu einem bekannten Islamisten im Ausland gehabt und sich mit Fragen des Bombenbaus beschäftigt haben, hieß es aus Sicherheitskreisen. Der Hinweis soll von einem ausländischen Geheimdienst an den Bundesnachrichtendienst (BND) gegangen sein. Den Ermittlern zufolge hat der Jugendliche den Kontakt zugegeben, Anschlagsabsichten auf die Synagoge aber bestritten.

Synagoge in Hagen: Anwalt des festgenommenen 16-Jährigen äußert sich

Der Vater und die Brüder des Jugendlichen wurden noch am selben Tag wieder entlassen. Der 16-Jährige blieb vorerst in Gewahrsam. Durchsuchungen bei dem 16-Jährigen hatten keine Bombenbauteile zutage gefördert. Es wurden elektronische Medien wie Handys und Speichermedien sichergestellt, die noch ausgewertet werden müssen

Nun hat sich sein Anwalt zu Wort gemeldet. Ihsan Tanyolo hatte eigentlich mit der Freilassung seines Mandanten noch am selben Tag gerechnet. Der Anwalt Tanyolo gibt an: „Es hat sich kein Tatvorwurf erhärtet, der das rechtfertigen würde“. Zur Vernehmung des 16-Jährigen wollte er sich nicht äußern. Vonseiten der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf wurden bisher keine neuen Informationen herausgegeben. (slo mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Markus Klümper/dpa

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