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Viktor Bout: „Händler des Todes“ würde selbst in den Ukraine-Krieg ziehen

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Von: Karolin Schäfer

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Waffenhändler Viktor Bout wurde frei getauscht. Nach Ankunft in seinem Heimatland spricht er seine Unterstützung für Russland im Ukraine-Krieg aus.

Moskau – Monatelang liefen die Verhandlungen für einen Gefangenenaustausch zwischen Russland und den USA. Nun kam es zu einer Einigung. Die in Russland zu neun Jahren Haft verurteilte US-Basketballerin Brittney Griner wurde gegen den in den USA inhaftierten russischen Waffenhändler Viktor But (auch Bout) ausgetauscht.

Bout ist ehemaliger Sowjetoffizier und als „Händler des Todes“ bekannt. Er soll verbrecherische Regime in zahlreichen Ländern illegal mit Waffen unterstützt haben. Nach seiner Heimkehr hat er seine Unterstützung für Wladimir Putins Feldzug gegen die Ukraine betont.

Der russische Waffenhändler Viktor Bout wurde 2008 in Thailand festgenommen. Im November 2010 wurde er dann an die USA ausgeliefert. (Archivbild)
Der russische Waffenhändler Viktor Bout wurde 2008 in Thailand festgenommen. Im November 2010 wurde er dann an die USA ausgeliefert. (Archivbild) © Narong Sangnak/dpa

News zum Ukraine-Krieg: „Händler des Todes“ unterstützt Russlands Feldzug

„Hätte ich die Möglichkeit und die nötigen Fertigkeiten, würde ich als Freiwilliger (an die Front) gehen“, sagte der 55-Jährige dem russischen Staatssender RT. Bout habe nie verstanden, warum Russland den Krieg nicht schon früher begonnen habe.

Der Russe war in den USA wegen Verschwörung zum Mord und Waffenhandels zu insgesamt 25 Jahren Haft verurteilt worden, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Bout, dem Verbindungen zum russischen Geheimdienst nachgesagt werden, saß bereits 14 Jahre hinter Gittern. Seine Geschichte diente Hollywood als Inspiration für den Film „Lord of War“ mit Nicolas Cage.

Gefangenenaustausch im Ukraine-Krieg: Kritik an US-Regierung

Moskau hatte wiederholt versucht, die Freilassung des Waffenhändlers zu erreichen. Dies ist Russland nun im Austausch mit der inhaftierten Griner gelungen. Die Basketballspielerin war vor einigen Monaten wegen einer geringen Menge Marihuana zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Zurück bleibt dagegen der ehemalige Marinesoldat Paul Whelan, der 2018 in Russland verhaftet und wegen angeblicher Spionage verurteilt wurde. Das sorgte für massive Kritik an der US-Regierung mit Joe Biden, besonders seitens der Republikaner.

Ex-Präsident Donald Trump bezeichnete den Gefangenenaustausch zwischen Washington und Moskau als „unpatriotische Blamage“. Karine Jean-Pierre, Sprecherin des Weißen Hauses erklärte, dass die Wahl der Freilassung zwischen Griner oder niemandem bestand. „Es gab im Moment keine Möglichkeit, Paul nach Hause zu bringen.“ Dennoch versicherte die US-Regierung, weiter über Whelans Freilassung zu verhandeln. (kas/dpa)

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