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Die Produktion in den JBS-Werken in den USA und Australien steht seit Montag still.
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Die Produktion in den JBS-Werken in den USA und Australien steht nach einem Hackerangriff seit Montag still.

Internet

Hackerangriff aus Russland: Weltgrößter Fleischkonzern JBS wird Ziel von Hackern

  • Alexander Seipp
    vonAlexander Seipp
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Lebensmittelriese JBS ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Die Angreifer versuchten den Konzern zu erpressen. Die Täter kamen offenbar aus Russland.

Washington – Die US-Tochterfirma des weltgrößten Fleischkonzerns JBS ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Laut Afp habe es sich um eine „organisierte Attacke“ gehandelt, die Server des nordamerikanischen und australischen IT-Systems getroffen habe, wie das Unternehmen mitteilte. Der Hackerangriff sei offenbar schon am Sonntag festgestellt worden.

Tagelang waren die IT-Experten des Fleischriesen sowie externe Spezialisten im Einsatz, um die Folgen des Angriffes zu beheben. Alle betroffenen Systeme seien gestoppt und die Behörden informiert worden. Es kam zu Verzögerungen bei Kunden und Zulieferungen. Offenbar wurden jedoch keine Daten von Kunden, Zulieferern oder Angestellten erbeutet, so JBS. Backup-Server waren von der Attacke ebenfalls nicht betroffen.

Hackerangriff auf JBS: Erkenntnisse führen zu krimineller Organisation aus Russland

Nach ersten Erkenntnissen kam der Hackerangriff aus Russland. JBS teilte mit, dass hinter der Aktion offenbar eine „in Russland ansässige“ kriminelle Organisation stecke. Offenbar wollten die Hacker das weltweit größte Fleischunternehmen erpressen, denn mit ihrer Attacke war auch eine Lösegeldforderung verbunden. Dafür wurde laut Afp sogenannte Ransomware benutzt. Diese verschlüsselt und sperrt Computersysteme, um von den Nutzern Geld zu erhalten.

Das Weiße Haus unter Präsident Joe Biden hatte sich in den Vorfall eingeschaltet und „freundlich“ der russischen Regierung mitteilen lassen, dass „verantwortungsbewusste Staaten keine Ransomware-Kriminellen beherbergen“, so Sprecherin Karine Jean-Pierre. Erst vor kurzem hatte ein Hackerangriff aus Russland Menschenrechsgruppen in den USA getroffen. Selbst US-Ministerien waren im Dezember 2020 Ziel von Hackern geworden. Immer wieder wird der Verdacht geäußert, dass Präsident Wladimir Putin selbst die Hackerangriffe befielt.

Der Hackerangriff hatte die Geschäfte von JBS in den USA und Australien stark getroffen. Der Betrieb wurde eingestellt. In Australien mussten lauf Afp tausende Beschäftigte nach Hause geschickt werden. Andre Nogueira, US-Chef des Konzerns, teilte mit, dass der Großteil der Werke in den USA erst am Mittwoch (02.06.2021) wieder den Betrieb aufnehmen können.

Hackerangriff: JBS-Vorfall reiht sich in lange Reihe von Cyber-Attacken aus Russland ein

JBS gehört zu den größten Lebensmittelkonzernen der Welt und ist bei der Verarbeitung von Rindfleisch, Geflügel und Schweinefleisch führend. Neben dem Stammland Brasilien verkauft der Konzern vor allem in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Europa. Der Konzern stand in der Vergangenheit immer wieder wegen Korruption im Rampenlicht. Etwa soll Brasiliens Ex-Präsident Michel Temer Geld von JBS angenommen haben.

Dies ist bereits der zweite große Hackerangriff innerhalb kurzer Zeit. Anfang Mai war die größte Pipeline der USA von Hackern attackiert worden. Das gesamte Leitungsnetz der Firma Colonial Pipeline, welches von Texas bis nach New York reicht, war vorübergehend stillgelegt worden. Im Gegensatz zu JBM zahlte das Unternehmen jedoch den Hackern ein Millionen-Lösegeld. (als mit Afp)

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