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Juan Guaidó will Venezuelas Noch-Präsidenten Nicolás Maduro (l.) aus dem Amt jagen.

Chronologie

Guaidós Kampf um die Macht

In Venezuela ringen Präsident Nicolás Maduro und der Oppositionschef Juan Guaidó seit Monaten um den Präsidentenposten. Die Chronik eines Machtkampfes.

Seit sich Venezuelas Oppositionschef Juan Guaidó im Januar zum Übergangspräsidenten ernannte und anschließend von zahlreichen Staaten anerkannt wurde, spitzt sich der Konflikt mit dem linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro zu:

10. Januar: Nach von der Opposition boykottierten Wahlen wird der umstrittene Präsident Maduro für eine zweite Amtszeit vereidigt.

23. Januar: Der Präsident des entmachteten Parlaments, Guaidó, erklärt sich zum Interimspräsidenten. Die USA erkennen ihn umgehend an.

29. Januar: Venezuelas Justiz verhängt eine Ausreisesperre gegen Guaidó und friert seine Konten ein.

2. Februar: Maduro bietet eine vorgezogene Parlamentswahl an statt der von Guaidó geforderten Präsidentschaftswahl.

4. Februar: Deutschland und viele andere europäische Staaten erkennen Guaidó daraufhin offiziell als Übergangspräsidenten an.

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7. Februar: An der kolumbianischen Grenze treffen Hilfslieferungen ein, die vom Militär gestoppt werden.

22. Februar: Guaidó reist trotz Ausreisesperre nach Kolumbien. Venezuela schließt Teile der Grenze. Beim Versuch, die Hilfsgüter über die Grenze zu bringen, werden zwei Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt.

25. Februar: Guaidó trifft in Kolumbien US-Vizepräsident Mike Pence. In den folgenden Tagen besucht er Brasilien, Paraguay, Argentinien und Ecuador.

7. März: Ein gigantischer Stromausfall trifft Venezuela. Mehrere Tage ist nahezu das ganze Land ohne Strom. Maduro spricht von Sabotage, Experten von schlechter Wartung der Infrastruktur. Die Versorgungslinien sind unterbrochen, Krankenhäuser berichten von Todesfällen.

24. März: Russische Armeeflugzeuge bringen hundert Soldaten und 35 Tonnen Ausrüstung ins Land.

2. April: Guaidó wird die parlamentarische Immunität entzogen.

30. April: Guaidó veröffentlicht ein Video aus einer Luftwaffenbasis in Caracas und erklärt, er habe die Unterstützung „mutiger Soldaten“. In Caracas gehen Tausende Menschen auf die Straße. Guaidó ruft die Streitkräfte auf, bei der Absetzung Maduros am Mittwoch „voranzuschreiten“. (afp)

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