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Carsten Linnemann will nicht Deutsch sprechende Kinder aus der Grundschule fernhalten. 

„Stimmenfang im rechten Sumpf“

Nicht-deutsch sprechende Grundschulkinder: CDU-Politiker Linnemann fordert Schulverbot

Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann will Kinder, die kein Deutsch sprechen, nicht zur Grundschule zulassen. Das stößt auf heftige Kritik. 

Der Vorstoß von Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann, Kinder, die kein Deutsch sprechen, nicht zur Grundschule zuzulassen, stößt auf scharfe Kritik. Linke-Chefin Katja Kipping sagte der Deutschen Presse-Agentur: Mit seinen Äußerungen zu Grundschulkindern gehe Linnemann auf „Stimmenfang im rechten Sumpf“. Kipping warf dem CDU-Politiker vor, das Thema mit Meldungen über Gewalttaten von Erwachsenen zu vermengen. „Ist ihm nicht bekannt, dass der Täter von Frankfurt, der offensichtlich eine psychotische Störung hatte, fließend deutsch spricht und als Schweizer praktisch den gleichen Migrationshintergrund hat wie Alice Weidel?“ 

Linnemann erwähnt die tat am Frankfurter Hauptbahnhof

Linnemann hatte in der „Rheinischen Post“ (Dienstag) mit Verweis auf „neue Parallelgesellschaften“ gesagt: „Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen“. Für betroffene Kinder schlug er eine Vorschulpflicht vor. Notfalls müsse eine Einschulung auch zurückgestellt werden. Erwähnt hatte er auch die Vorfälle in Freibädern, die Tat auf dem Frankfurter Bahnsteig und die Schwertattacke in Stuttgart. 

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Das alles wühle die Menschen auf und befeuere die Sorge, dass neue Parallelgesellschaften entstehen könnten. Die SPD-Bildungspolitikerin Marja-Liisa Völlers sagte der dpa, die Aussagen Linnemanns seien „wirklich zum Fremdschämen und populistisches Getöse wie in Wahlkampfzeiten“. Man könne Kinder nicht von der Grundschule ausschließen, nur weil sie schlecht Deutsch sprächen. Das schaffe Parallelgesellschaften und langfristige Integrationsprobleme, anstatt sie zu lösen. 

Schulunterricht - für Kinder das beste Lernumfeld 

„Die Kinder sind genau richtig da, wo sie sind. Ein besseres Lernumfeld für alle Kinder als Schulunterricht mit Gleichaltrigen gibt es doch gar nicht.“ Auch die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatten den Vorstoß von Linnemann vehement zurückgewiesen. Prien sprach in der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag) von „populistischer Unfug“ und „der völlig falsche Weg“. Diese Kinder gehörten vielmehr „im Rahmen der Regelbeschulung“ in Deutsch-als-Zweitsprache-Klassen. (dpa)

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