Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Annalena Baerbock bei einer Sondersitzung des Bundestags
+
Annalena Baerbock, Co-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin der Grünen kritisiert die Linke für ihre außenpolitischen Positionen.

Position zu Afghanistan

Baerbock zweifelt an Regierungskompetenz der Linken

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
    schließen

Annalena Baerbock hat die Haltung der Linken zu den Evakuierungsflügen aus Afghanistan kritisiert: Die Partei habe sich damit vor der Bundestagswahl ins Abseits geschossen.

Potsdam – Wenige Wochen vor der Bundestagswahl 2021 äußerte sich Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock kritisch gegenüber mehreren potenziellen Koalitionspartnern. Vor allem die Linke hätte mit ihren Positionen zur Außenpolitik signalisiert, dass große politische Differenzen zwischen den Parteien stehen. Man werde nach der Wahl mit „allen demokratischen Parteien“ reden, erklärte Baerbock bei einem Pressetermin am Dienstag (31.08.2021), für die Linke gelte das jedoch mit Einschränkung.

Ihre Position begründet Baerbock damit, dass sich die Linken „mit ihrer Abstimmung im Bundestag zu Afghanistan selber ins Abseits geschossen“ hätten. Bei der Entscheidung im Bundestag über die Evakuierungsmission in Afghanistan hatten sich die Linken am Mittwoch (25.08.2021) mehrheitlich enthalten, sieben Linken-Abgeordnete hatten sogar gegen den Einsatz gestimmt. Baerbock betonte, dass eine neue Regierung „außenpolitisch handlungsfähig sein“ müsse - eine Zusammenarbeit mit der Linken könne unter diesen Vorzeichen schwierig werden.

Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock: Mehr außenpolitische Verantwortung für Deutschland

Wenn die Rettung der Menschen in Afghanistan nur mithilfe der Bundeswehr möglich sei, die Linke dies aber nicht unterstütze, stelle das „große Fragezeichen an die internationale Verantwortung, die in einer nächsten Bundesregierung natürlich gegeben sein muss“, kritisierte Baerbock. Insgesamt müsse Deutschland wieder mehr Verantwortung in der Außenpolitik übernehmen, nachdem aufgrund einer vorsichtigen Haltung Deutschlands zuletzt einige Lücken von Kräften wie China oder Russland gefüllt worden seien. Das müsse sich ändern, mahnte Baerbock, denn: „Das kann sich nicht nur Deutschland, sondern das kann sich Europa nicht länger leisten.“

Alle wichtigen Nachrichten zur Bundestagswahl direkt in Ihr Mail-Postfach

Mit dem neuen BTW-Newsletter der FR verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten mehr und sind immer top informiert

Baerbock zeigte sich auch zurückhaltend, was eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit mit der FDP angeht. Hier gebe es „wahnsinnig große Unterschiede gerade mit Blick auf die Frage Steuern, Finanzierung und Daseinsvorsorge“, sagte sie. „Aber ob dieser Kurs durchgehalten werden kann zu sagen, wir wollen einfach in staatliche Strukturen nicht investieren, das muss sich die FDP überlegen.“ Sowohl die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP als auch ein Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linken gelten nach aktuellen Umfragewerten als möglich. (ska/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare