1. Startseite
  2. Politik

Grüne wollen Dienstwagenprivileg beschneiden – Christian Lindner spricht von „linker Polemik“

Erstellt:

Von: Teresa Toth

Kommentare

Aus Sicht von FDP-Politiker Christian Lindner ist die die pauschale Versteuerung von Dienstwagen in erster Linie Steuervereinfachung und kein Privileg.
Aus Sicht von FDP-Politiker Christian Lindner ist die die pauschale Versteuerung von Dienstwagen in erster Linie Steuervereinfachung und kein Privileg. © Kay Nietfeld/dpa

Um einen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket zu finanzieren, wollen die Grünen die pauschale Versteuerung von Dienstwagen abschaffen. Für Lindner (FDP) unverständlich.

Berlin – Die Grünen haben vorgeschlagen, die pauschale Versteuerung von Dienstwagen abzuschaffen. So könnte ein Nachfolger für das 9-Euro-Ticket finanziert werden. Finanzminister Christian Lindner (FDP) hält allerdings dagegen – laut ihm habe die pauschale Versteuerung nichts mit Privilegien zu tun.

Durch die pauschale Versteuerung können Unternehmen Kosten für Firmenwagen steuerlich absetzen. Vor allem in Hinblick auf den CO2-Ausstoß sei eine Beschneidung dieses Dienstwagenprivilegs sinnvoll, durch die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs weiter ausgebaut und günstiger angeboten werden können.

Christian Lindner (FDP) gegen Beschneidung des Dienstwagenprivilegs: Es sei kein Privileg

„Es ist schon linke Polemik, die pauschale Versteuerung eines Geschäftswagens als Privileg zu bezeichnen, denn es ist vor allem eine Steuervereinfachung“, so der FDP-Politiker gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Seiner Meinung nach würde der Vorschlag der Grünen mehrere Millionen Menschen dazu zwingen, ein Fahrtenbuch zu führen, ohne, dass der Staat dadurch Mehreinnahmen bekäme.

Linder berief sich auf Untersuchungen, die gezeigt haben sollen, dass die Pauschalversteuerung keinen Steuervorteil bedeute. Es gebe lediglich dann Steuersubventionen, wenn es sich bei den Dienstfahrzeugen etwa um Elektroautos handle. „Die ist in meinen Augen aber sinnvoll, weil damit klimafreundliche Neufahrzeuge als Geschäftswagen in die Flotte kommen, die wenig später gute und günstige Gebrauchtwagen sind“, betonte Lindner.

Lindner (FDP) gegen Beschneidung des Dienstwagenprivilegs: Grünen schlagen Nachfolger für 9-Ticket vor

Das 9-Euro-Ticket gilt offiziell noch bis Ende August. Aufgrund der hohen Nachfrage haben Politiker der Grünen in einem Konzeptpapier zwei Tickets als Nachfolger für das 9-Euro-Ticket vorgeschlagen: ein Regionalticket für 29 Euro und ein bundesweit gültiges Ticket für 49 Euro im Monat. Wie das 9-Euro-Ticket sollen die Nachfolge-Tickets ebenfalls nur für den Nah- und Regionalverkehr gelten.

Während Lindner den Vorschlag der Grünen nicht befürwortet, steht Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) den Veränderungen und einer 9-Euro-Ticket-Nachfolge offen gegenüber. (tt/dpa)

Auch interessant

Kommentare