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In der Nähe der US-Botschaft in Bagdad sind Raketen eingeschlagen.

Grüne Zone

Raketen nahe US-Botschaft in Bagdad eingeschlagen

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In der Nähe der US-Botschaft in Bagdad sind in der Nacht mehrere Raketen eingeschlagen. 

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 11.30 Uhr: In der Nacht zum Sonntag (16.02.2020) sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad mehrere Rakete in die sogenannte Grüne Zone eingeschlagen. Dort befindet sich neben dem hoch gesicherten Regierungsviertel auch zahlreiche ausländische Botschaften. Laut dem US-Militär gibt es keine Verletzten oder Tote. „Keine Opfer, Untersuchung dauert an“, twitterte ein amerikanischer Militärsprecher. 

Die irakischen Sicherheitsbehörden teilten mit, dass drei oder vier Raketen in dem Regierungsviertel eingeschlagen seien. Eine davon habe ein Gebäude der Volksmobilisierungseinheiten von Al-Hadsch al-Schaabi getroffen und beschädigt. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Die Nachrichtenseite Al-Sumaria berichtete, Sicherheitskräfte hätten eine fahrbare Abschussrampe entdeckt. 

Erstmeldung vom Sonntag, 16.02.2020, 9.16 Uhr: Bagdad - In der Nähe der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind in der Nacht zu Sonntag (16.02.2020) nach Angaben aus US-Militärkreisen mehrere Raketen eingeschlagen. Wie viele Raketen abgefeuert und welche Ziele getroffen wurden, ist noch unklar. Berichte über Opfer oder Schäden lagen nicht vor. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von mehreren lauten Detonationen in dem Stadtteil, in dem die meisten Botschaften liegen.

In der sogenannten Grünen Zone Bagdads waren Warnsirenen zu hören. AFP-Reporter berichteten zudem von einem oder mehreren Flugzeugen, die über dem Stadtteil kreisten. Es war bereits der 19. Angriff auf US-Ziele im Irak seit Ende Oktober.

Raketen nahe US Botschaft in Bagdad eingeschlagen: Harakat-al-Nudschaba-Miliz droht US-Truppen vor dem Angriff

In der Vergangenheit hatte die US-Regierung die pro-iranischen Hasched-al-Schaabi-Milizen für die Attacken in der Grünen Zone verantwortlich gemacht. Ein Bekenntnis der Milizen zu den Anschlägen gab es bislang jedoch in keinem Fall.

Wenige Stunden vor dem letzten Angriff in der vergangenen Nacht hatte die radikale pro-iranische Harakat-al-Nudschaba-Miliz, die Teil des al-Schaabi-Bündnisses ist, einen "Countdown" bis zum Vertreiben der US-Truppen aus dem Land angekündigt. Im Onlinedienst Twitter postete die Miliz offenbar ein Foto eines US-Militärfahrzeugs und schrieb: "Wir sind näher als ihr denkt."

Lage in der Region eskaliert: Raketen nahe US-Botschaft in Bagdad eingeschlagen

Die Lage in der Region war Ende Dezember eskaliert, als bei Raketenangriffen im Norden des Irak ein US-Bürger getötet wurde. Als Reaktion darauf flogen die USA zwei Tage später Luftangriffe auf pro-iranische Milizen und töteten mindestens 25 Kämpfer. Anfang Januar brachten die USA dann mit einem Drohnen-Angriff im Irak gezielt den iranischen General Kassem Soleimani und den irakischen Milizen-Anführer Abu Mehdi al-Muhandis um.

Die mit dem Iran verbündeten Hasched-al-Schaabi-Milizen drohten massive Vergeltung für die Tötung der beiden an. Nach dem Angriff verschärften sich nicht nur die Spannungen zwischen Washington und Teheran. Auch das Verhältnis zwischen den USA und dem Irak wurde dadurch stark belastet. Das irakische Parlament verlangte kurz nach der Tötung von Soleimani den Abzug aller US-Truppen sowie anderer ausländischer Streitkräfte aus dem Land.

msb mit afp und dpa

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