Bundeswehr

Grüne: Handgeld der Bundeswehr bewährt sich

  • Thoralf Cleven
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Kommandeure können selbstständig kleinere Anschaffungen tätigen und so das Beschaffungsamt entlasten.

Kommandeure oder Dienststellenleiter der Bundeswehr haben seit seiner Einführung Anfang 2019 für etwa 4,8 Millionen Euro mittels des sogenannten Handgelds kleinere Anschaffungen oder Instandhaltungsvorgänge eigenverantwortlich ausgelöst und bezahlt. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Das Handgeld sind flexible und den Kommandeuren unmittelbar zur Verfügung stehende Haushaltsmittel, um „unkompliziert kurzfristig und dringend erforderliche Beschaffungen dezentral durchzuführen“, heißt es zur Erklärung. Jedem Kommandeur stehen dafür 25 000 Euro im Jahr zur Verfügung. 63 Befehlsführer haben bislang davon gebraucht gemacht, schreibt der Parlamentarische Staatssekretär des Verteidungsministeriums, Thomas Silberhorn. Es waren vor allem Kommandeure des Heeres (25), der Streitkräftebasis (12), der Luftwaffe (9) und der Cyberabwehr (7). Sie gaben im Durchschnitt 1114 Euro pro Beschaffung aus. Mit dem Geld wurden „eine Vielzahl von unterschiedlichsten Gütern und Materialien beschafft“, informiert Silberhorn.

„Angefangen mit einfachen Artikeln wie Kfz-Glühlampen und Batterien, über Büromaterial, Werkzeuge wie Akkuschrauber-/und sägen, Bohrmaschinen u.ä. bis hin zu größerem Gerät wie beispielsweise einem Gegengewichtsstapler.“

„Gutes Intrument“

Mit dem Handgeld soll das Bundeswehr-Beschaffungsamt von kleineren Bestellvorgängen entlastet werden. Die Grünen begrüßen das Vorgehen. „Das Handgeld ist offenbar ein gutes Instrument, um die langwierigen und bürokratischen Beschaffungen zu beschleunigen“, sagte der sicherheitspolitische Sprecher der Fraktion, Tobias Lindner. „Die Zahlen zeigen, dass das Handgeld von den Kommandeuren angenommen wird.“

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