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Auslöser der Debatte ist eine neue Masernwelle in etlichen Ländern der Welt.
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Auslöser der Debatte ist eine neue Masernwelle in etlichen Ländern der Welt.

Debatte um Masern-Impfpflicht

Grüne fordern digitalen Impfpass

  • Steven Geyer
    VonSteven Geyer
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Die grüne Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt will die Impf-Lücke bei Erwachsenen schließen.

In der Debatte um verpflichtende Masernimpfungen für Kinder fordern die Grünen die Einführung eines digitalen Impfpasses. „Vor allem bei Erwachsenen zwischen 30 und 50 Jahren ist die Zahl der Geimpften noch immer zu gering“, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Wir wollen, dass die Impflücken in allen Altersgruppen geschlossen werden.“ Dafür sei es nötig, dass auch Erwachsene jederzeit prüfen können, wann und ob sie geimpft werden müssten, so Göring-Eckardt. Das werde durch den derzeit gültigen gelben Impfpass in Papierform erschwert.

„Viele Menschen wissen aber gar nicht, wo ihr Impfpass gerade ist und haben ihn auch bei Arztbesuchen nicht dabei, um den Impfstatus vom Arzt gegenchecken zu lassen“, sagte die Grüne. „Andere merken gar nicht, dass eine Impfung fällig ist.“ Ein digitaler Impfpass wäre dagegen für den Inhaber jederzeit abrufbar. „Damit hört die Suche nach dem Impfpass auf, Patienten können den Impfstatus von überall und jederzeit abrufen und Ärzte können auf Grundlage des elektronischen Passes an notwendige Impfungen erinnern.“

Grüne wollen auch Impf-App

Die Grünen fordern Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu auf, den Impfausweis zügig zum Bestandteil der elektronischen Patientenakte zu machen, die im Januar 2021 eingeführt werden soll. Zudem regten sie an, eine mit der Patientenakte gekoppelte Smartphone-App einzuführen, die ihre Nutzer an die fälligen Impfungen per Nachricht erinnert, sofern diese es wünschen.

Auslöser der Debatte ist eine neue Masernwelle in etlichen Ländern der Welt, darunter auch die USA und Deutschland. Weltweit ist die Zahl der von Januar bis März gemeldeten Masernfälle nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) viermal so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 170 Länder meldeten demnach zusammen rund 112 000 Erkrankungen, verglichen mit 28 000 im vergangenen Jahr. Die tatsächliche Zahl liege noch deutlich höher, warnte die WHO, weil vermutlich nur jeder zehnte Fall gemeldet wird. Die Organisation hält mangelnde Impfbereitschaft für eine der größten Gefahren für die weltweite Gesundheit.

In Deutschland haben sich inzwischen zahlreiche Politiker für eine Impfpflicht gegen Masern ausgesprochen, die zunächst für Kinder in Kitas und Schulen gelten soll. Einen entsprechenden Gesetzentwurf will Jens Spahn Anfang Mai vorlegen, auch Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und SPD-Chefin Andrea Nahles plädieren dafür.

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