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Cem Özdemir
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Der grüne Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir glaubt, dass seine Partei Opfer einer digitalen „Schmutzkampagne“ Russlands und der Türkei ist.

Bundestagswahl

„Schmutzkampagne“ gegen Grüne: Özdemir verdächtigt Russland und Türkei

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Aus Sicht von Cem Özdemir haben es Russland und die Türkei auf die Grünen abgesehen. An der Bundesregierung übt er scharfe Kritik.

Berlin – Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 läuft. Die Grünen wollen nicht nur stärkste Partei im Parlament werden, sondern auch die künftige Bundeskanzlerin stellen – mit Annalena Baerbock. Nach einem Höhenflug in den Umfragen im April und Mai sind die Grünen jedoch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden: das Rennen gegen die CDU ist wieder völlig offen. Zuletzt konnte die Union um Kanzlerkandidat Armin Laschet wieder aufholen.

Grünen um Annalena Baerbock laut Özdemir Opfer einer „Schmutzkampagne“

Nachdem Baerbock es „versäumt“ hatte, dem Bundestag ihre Nebeneinkünfte zu melden, hat die grüne Kanzlerkandidatin wegen irreführender Angaben nun auch ihren Lebenslauf korrigieren müssen. Auch weil sie Pläne verkündet hatte, die Benzinpreise um 16 Cent pro Liter zu erhöhen, nahmen dies andere Parteien zum Anlass, die Grünen als unsoziale Abkassierer darzustellen – obwohl eine Erhöhung der Spritpreise ohnehin beschlossene Sache ist, auch ohne Einwirken die Grünen.

Cem Özdemir, der ehemalige Parteivorsitzende der Grünen, empfindet die nationale Berichterstattung über Baerbock als neue Härteprüfung, wittert aber auch eine digitale „Schmutzkampagne“ aus dem Ausland. Den Geheimdiensten von Wladimir Putin in Russland und „Aktivisten“ aus der Türkei wirft er Angriffe auf die Kanzlerkandidatin und die Partei vor: „Das ist schon wirklich eine ganz neue Dimension, was da gerade passiert“, erzählte Özdemir dem Berliner Tagesspiegel.

„Man muss davon ausgehen, dass wir in Moskau und Ankara nicht als Wunschpartner gelten“, sagte er weiter. Sowohl Putin als auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan „würden sicher nicht die Grünen wählen“. Laut Cem Özdemir befinden sich Vertreter:innen der Grünen im Gespräch mit den deutschen Sicherheitsbehörden.

Die Grünen: Cem Özdemir kritisiert Bundesregierung

„Die liberalen Demokratien sind gerade global massiv herausgefordert“, fügte Cem Özdemir hinzu und kritisierte die Bundesregierung: „Wir stehen in einem harten Wettbewerb der Systeme. Es geht um die Frage: Werden unsere Kinder in einer Welt leben, in der autoritäre Herrscher in Peking, Moskau oder Ankara Regeln und Standards definieren? Oder in einer Welt, in der weiter Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Verlässlichkeit und Vertragstreue gelten? Dorthin werden wir nicht kommen, indem wir mit autoritären Herrschern kuscheln.“ (Lukas Rogalla mit AFP)

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