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Bundestagswahl 2021

Trotz Baerbock-Wirbel: Grüne wollen mit „optimistischer Kampagne“ in den Wahlkampf ziehen

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Die Grünen haben ihre Wahlkampagne zur Bundestagswahl 2021 vorgestellt und setzen auf positive Botschaften und Tatendrang.

Berlin – Mit Slogans wie „Bereit, weil ihr es seid“ wollen die Grünen mit ihrer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 ziehen. Die Partei stellte am Montag ihre Wahlkampagne in Berlin der Presse vor und betonte auch hier zum wiederholten Mal, dass man trotz sinkender Umfragewerte und viel Wirbel um Fehler und Versäumnisse der Kanzlerkandidatin an Baerbock als Spitzenkandidatin festhalten wolle.

Im Wahlkampf setzt die Umweltpartei dafür auf Themen wie den digitalen Wandel, Deutschlands Weg aus Corona- und Klimakrise, sowie die Zukunft Europas. Auf den Wahlplakaten, die Bundesgeschäftsführer Michael Kellner vorstellte, stehen Sprüche wie „Unser Land kann viel, wenn man es lässt“ oder „Wirtschaft und Klima ohne Krise“. Auf einem anderen Plakat versprechen die Grünen „Züge, Schulen, Internet – Ein Land, das einfach funktioniert“.

Für die Wahlkampagne zur Bundestagswahl setzen die Grünen auf Optimismus und positive Botschaften.

Nach Wirbel um Baerbock: Grüne starten die Wahlkampagne zur Bundestagswahl

Dabei setzt die Partei auf positive und optimistische Botschaften, statt mit erhobenem Zeigefinger auf ihre vielen Kernthemen, die im Alltag für Angst und hitzige Diskussionen sorgen, zu zeigen. Statt pessimistisch in die Zukunft zu schauen, die Klimakrise und Rassismusprobleme hervorzuheben, wolle die Partei Lösungen aufzeigen und betonen, dass es in der Bevölkerung die Bereitschaft für Veränderungen längst gäbe. Dabei wollen die Grünen erstmals laut Kellner auch Wähler, die älter als 60 Jahre sind, gezielt ansprechen, etwa in Anzeigen in Print-Medien. Zwei Millionen Erstwähler will die Partei direkt anschreiben. Traditionell holen die Grünen vor allem bei jüngeren Wählern und bei Frauen viele Stimmen.

Um wieder aufzuholen, wollen die Grünen in den nächsten Wochen nicht nur im Internet für sich werben, sondern Wähler auch an der Haustüre und an Infoständen ansprechen. Kellner betonte jedoch, die Partei plane derzeit noch mit unterschiedlichen Szenarien, je nachdem, wie es mit der Corona-Pandemie weitergeht. Die Grünen hätten seit der Bundestagswahl 2017 zahlreiche Mitglieder hinzugewonnen – „das gibt uns Schwung“, fügte er laut Berichten der Deutschen Presse-Agentur hinzu. Mit ihren inzwischen rund 117.000 Mitgliedern sei die Partei aber im Vergleich zu SPD und CDU immer noch „der Underdog in diesem Wahlkampf“.

Botschaften der Grünen zur Bundestagswahl: Baerbock wird nicht abgelöst

Die Grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ist zwar auf etlichen der nun präsentierten Plakate zu sehen. Dass die Grünen zum ersten Mal nicht nur eine Regierungsbeteiligung anstreben, sondern mit Baerbock auch ins Kanzleramt wollen, wird auf diesen Plakaten aber nicht offensiv herausgestellt. Dennoch steht die Partei auch nach etlichen Vorwürfen zu Fehlern im Lebenslauf Baerbocks sowie nachgemeldeter Nebeneinkünfte nach wie vor hinter ihrer Kanzlerkandidatin. Gerüchte, dass Baerbock als Spitzenkandidatin ausgetauscht werden solle, wies ihr Co-Vorsitzender Robert Habeck am Wochenende entschieden zurück.

Die Kritik an den Fehlern und Versäumnissen von Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin, zuletzt etwa im Rahmen von Plagiatsvorwürfen, hat inzwischen jedoch zu massiven Einbrüchen bei den Umfragewerten der Grünen geführt. Laut einer aktuellen INSA-Umfrage (Stand 10.07.2021) würden die Grünen, die noch Mitte Mai mit 24 Prozent fast gleichauf mit den Unionsparteien CDU und CSU (aktuell bei 28 Prozent) lagen, inzwischen noch 17 Prozent der Befragten wählen, ebenso viele sprechen sich für die SPD aus. Die FDP kommt derzeit auf 12 Prozent. Die rechtspopulistische AfD liegt als fünftstärkste Partei bei 11 Prozent, die Linke kommt bei der Wahlprognose auf 8 Prozent. (ska/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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