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Proteste in Belin gegen den Wahlerfolg der AfD am Abend der Bundestagswahl.

Berlin

Großdemo gegen Rassisten im Bundestag

Nach dem bundesweiten Wahlerfolg der AfD wollen am Sonntag Tausende Menschen in Berlin gegen „Hass und Rassismus im Bundestag“ demonstrieren.

Zu dem Protestzug hat ein Bündnis aus Vereinen, Gewerkschaftern und Organisationen aufgerufen. Laut Polizei sind rund 10.000 Teilnehmer für die Demonstration im Berliner Regierungsviertel angemeldet. Anlass ist die konstituierende Sitzung des Bundestags am Dienstag.

„Wenn er am 24. Oktober 2017 neu gewählt zusammentritt, wird dieser Tag zur Zäsur: Rechtsextreme und Rassisten nehmen auf den Stühlen des Parlaments Platz, als Mitglieder der neuen AfD-Fraktion“, heißt es im Aufruf der Veranstalter.

Vom Rednerpult im Reichstagsgebäude drohten Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Hass und Ressentiments, hieß es weiter. Bei der Bundestagswahl am 24. September wurde die AfD mit 12,6 Prozent drittstärkste Kraft.

Ein Zeichen gegen den Hass

Im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) betonte Mitinitiator Ali Can: „Obwohl mich das Wahlergebnis als ehemaligen Asylsuchenden zutiefst schockiert hat, richtet sich unsere Demonstration nicht gegen die demokratische Wahl der AfD in den Bundestag.“ Vielmehr solle ein Zeichen gesetzt werden, dass mit der Partei nicht Rassismus und Hass auf den Stühlen des Parlaments Platz nehmen dürften und andere Parteien dem Rechtsruck folgten.

Gezeigt werden solle zudem, dass die große Mehrheit der Menschen in Deutschland für Vielfalt und Weltoffenheit stehe.

Die Demonstration beginnt am Sonntag um 12 Uhr am Brandenburger Tor und soll einmal um den Bundestag herumführen. Unterstützt wird der Protestzug unter anderem vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Amadeu Antonio Stiftung, Campact, dem Lesben- und Schwulenverband, der Organisation „Die offene Gesellschaft“ sowie anderen Initiativen wie die Bürgerrechtsbewegung Avaaz. Hauptinitiator ist der Verein „Interkultureller Frieden“ aus dem hessischen Wetzlar. Auf Facebook hatten bis Donnerstagmittag über 3.000 Menschen ihre Teilnahme zugesagt. (epd) 

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