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TV-Duell um Johnson-Nachfolge: Punktsieg für Rishi Sunak

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Von: Stefan Krieger

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Im Duell um die Nachfolge von Boris Johnson kann Rishi Sunak gegen die Favoritin Liz Truss Boden gutmachen.

London – Großbritanniens Außenministerin Liz Truss liegt in den Umfragen als Kandidatin für die Nachfolge von Boris Johnson weiterhin in Front und gilt als Favoritin. In den vergangenen TV-Duellen mit dem zweiten Kandidaten der Torys, dem ehemaligen Finanzminister Rishi Sunak, hatte sie stets die Nase vorne. Am gestrigen Donnerstag (4. August) sah das etwas anders aus.

TV-Duell zwischen Truss und Sunak im Rennen um Johnson-Nachfolge
TV-Duell zwischen Truss und Sunak im Rennen um Johnson-Nachfolge. © Chris Lobina/Sky News/dpa

Beim TV-Duell britischen Senders Sky hat Sunak zumindest eine klare Mehrheit der Zuschauer:innen im Studio von sich überzeugen können. Für seine Rivalin Liz Truss hoben bei der Abstimmung zum Ende der 90-minütigen Sendung am deutlich weniger Gäste die Hand. Als Studiogäste geladen waren ausschließlich Mitglieder der konservativen Tory-Partei. Diese dürfen in den kommenden Wochen per Brief oder online darüber abstimmen, wer Anfang September in die Downing Street einziehen wird und somit Premierminister beziehungsweise Premierministerin von Großbritannien wird. Sunak (42) teilte die Aufzeichnung der Abstimmung nach der Sendung siegesgewiss auf Twitter.

Duell um Johnson-Nachfolge: Liz Truss in Erkärungsnot

Außenministerin Truss hatte sich im Interview mit Sky-News-Moderatorin Kay Burley für eine Kehrtwende in ihrem Wahlkampf rechtfertigen müssen. In einer Pressemitteilung hatte Truss angekündigt, die Löhne von Beschäftigten außerhalb der wohlhabenderen Gebiete London und Südengland zu senken, damit sie die regionalen Lebensverhältnisse besser widerspiegelten. Expert:innen wiesen darauf hin, dass die Kürzungen vor allem Gruppen wie Pflegekräfte und Lehrer:innen treffen dürften. Gewerkschaften kündigten harten Widerstand an. Als auch prominente Mitglieder ihrer Konservativen Partei widersprachen, ruderte Truss zurück und sagte, ihre Pläne seien von den Medien falsch wiedergegeben worden.

Diesen Vorwurf wiederholte die Kandidatin auch in der TV-Debatte, räumte jedoch auch ein, sich nach „Bedenken“ entschieden zu haben, die Pläne nicht weiterzuverfolgen. „Es war nicht die richtige Maßnahme“, bekannte Truss auf Nachfrage. In den jüngsten Umfragen unter Tory-Mitgliedern lag die 47-Jährige immer deutlich vorne. Viele prominente Mitglieder des aktuellen oder früheren Johnson-Kabinetts sprachen ihr ihre Unterstützung aus. (skr/dpa)

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