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Johnson-Nachfolge: Rishi Sunak und Liz Truss gehen in die Stichwahl

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Von: Stefan Krieger

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Das Rennen um die Nachfolge des britischen Premierministers Boris Johnson geht in die vorentscheidende Phase.

Update vom 20.07.2022, 17.10 Uhr: Die Nachfolge des britischen Premierministers Boris Johnson wird entweder Ex-Finanzminister Rishi Sunak oder Außenministerin Liz Truss antreten. Die beiden Politiker bekamen bei der Abstimmung in der konservativen Parlamentsfraktion am Mittwoch die meisten Stimmen und treten nun in einer Stichwahl gegeneinander an.

Johnson-Nachfolge: Sunak erneut vorne, Badenoch ist raus

+++ 19.14 Uhr: In der letzten Abstimmungsrunde der Tory-Abgeordneten am Mittwoch stehen neben Sunak noch Außenhandels-Staatssekretärin Penny Mordaunt und Außenministerin Liz Truss zur Wahl. Die Stichwahl obliegt dann den Mitgliedern der Tory-Partei. Laut einer aktuellen Umfrage würde Sunak hier sowohl Mordaunt als auch Truss unterliegen. Am 5. September soll der neue Parteivorsitz benannt werden, der oder die dann auch das Amt des Regierungschefs bzw. der Regierungschefin übernimmt.

Boris Johnson und sein potenzieller Nachfolger Rishi Sunak (re.)
Boris Johnson und sein potenzieller Nachfolger Rishi Sunak (re.) © Jessica Taylor/afp

Update vom 19.07.2022, 16.20 Uhr: Bei der Abstimmung im vierten Wahlgang um den Parteivorsitz der britischen Torys ist Kemi Badenoch aus dem Bewerberkreis ausgeschieden. Die Kandidatin belegte den letzten Platz. Johnsons früherer Finanzminister Rishi Sunak erhielt bei der heutigen Wahl unter den Tory-Abgeordneten die meisten Stimmen, Penny Mordaunt wurde Zweite. Dies meldet die BBC.

Großbritannien: Vierte Abstimmung um Johnson-Nachfolge

Erstmeldung: London – Die Kandidaten um die Nachfolge des britischen Tory-Vorsitzenden und Premierministers Boris Johnson treten seit einigen Tagen in mehreren Wahlrunden gegeneinander an, wobei pro Wahlrunde die am schlechtesten abschneidenden Bewerber:innen ausscheiden. Dadurch schrumpfte das Feld immer weiter zusammen. Jetzt sind noch zwei Frauen und zwei Männer im Rennen.

Johnsons früherer Finanzminister Rishi Sunak hat bei der Abstimmung vom Montag (18. Juli) seinen Vorsprung vor den anderen Bewerber:innen vergrößert. Von den Tory-Abgeordneten erhielt Sunak 115 Stimmen und lag damit deutlich vor den anderen Kandidat:innen, wie die Partei mitteilte. Auf dem letzten Platz landete der Abgeordnete Tom Tugendhat, der damit aus dem Rennen um die Johnson-Nachfolge ausscheidet. Neben Sunak bleiben die frühere Verteidigungsministerin Penny Mordaunt, Außenministerin Liz Truss und die frühere Gleichberechtigungsministerin Kemi Badenoch im Rennen.

Nochfolge von Boris Johnson: Das letzte Wort haben die Parteimitglieder

Mordaunt kam beim Votum am Montag auf 82 Stimmen, Truss auf 71, Badenoch auf 58 und der Letztplatzierte Tugendhat auf 31. Bis Mittwochabend (19. Juli) soll durch weitere Abstimmungsrunden die Entscheidung über die beiden Torys für die Stichwahl fallen. Die Wahl obliegt dann den Mitgliedern der Tory-Partei. Am 5. September soll der neue Parteivorsitzende benannt werden, der dann auch das Amt des Regierungschefs von Johnson übernimmt.

Boris Johnson wirft politischen Gegner aus der Fraktion

Unterdessen hat Boris Johnson wenige Wochen vor seinem geplanten Ausscheiden einen seiner entschiedensten innerparteilichen Gegner aus der Fraktion geworfen. Tobias Ellwood sei nicht mehr Teil der Tory-Fraktion, teilte das für die Fraktionsdisziplin zuständige Whip-Office der Konservativen Partei mit. Grund dafür sei dessen Abwesenheit bei der von der Regierung am Montag eingebrachten Vertrauensabstimmung.

Ellwood, der als einer der wenigen verbliebenen Brexit-Gegner in der Tory-Partei galt, teilte mit, er bedauere den Verlust der Fraktionsmitgliedschaft sehr. Er habe nach einem Besuch in Moldawien aber aufgrund von Reisebehinderungen keinen Flug zurück nach Großbritannien gefunden, um rechtzeitig bei der Abstimmung am Abend dabei zu sein. Ellwood hatte sich in den vergangenen Wochen vehement für die Ablösung Johnsons als Premierminister eingesetzt. In einem Gastbeitrag für die Times hatte er zudem eine Rückkehr in den europäischen Binnenmarkt gefordert – und somit die Abkehr vom Brexit. Dies stieß bei Johnson als auch bei der großen Mehrheit der Torys auf wenig Gegenliebe. (skr mit AFP/dpa)

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