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Erste Abstimmungen zu Johnson-Nachfolge

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Von: Nadja Austel

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Die Kandidaturen für Boris Johnsons Amt in der Regierung Großbritanniens müssen bereits am Dienstag eingereicht werden.

London – Der Nachfolger des scheidenden britischen Premierministers Boris Johnson wird am 5. September bekannt gegeben. Das teilte die regierende konservative Tory-Partei am Montagabend (11. Juli) in London mit. Johnson hatte am vergangenen Donnerstag (7. Juli) nach einer parteiinternen Revolte und Massenaustritten im Regierungsapparat in Großbritannien seinen Rücktritt als Parteivorsitzender angekündigt, was auch das Aus für sein Regierungsamt bedeutete.

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, spricht während einer Pressekonferenz in der Downing Street.
Druck für Boris Johnson. Zwei Minister aus seinem Kabinett haben ihren Rücktritt eingereicht und den Premier scharf kritisiert. © Leon Neal/dpa

„Wir müssen dafür sorgen, dass es eine angemessene Zeitspanne gibt, bevor das Ergebnis am 5. September bekannt gegeben wird“, sagte der Vorsitzende des Parteigremiums „1922 Committee“, Graham Brady, vor Reportern zum weiteren Verfahren bei der Bestimmung des Johnson-Nachfolgers. Die Kandidaturen müssen nach seinen Angaben am Dienstag eingereicht werden.

Großbritannien sucht Nachfolger von Boris Johnson – Erste Abstimmungen

Am Mittwoch und Donnerstag soll es dann die ersten beiden Abstimmungsrunden geben, um die ersten Bewerber auszuschließen. Bis zum Montagabend haben sich elf Politiker um die Johnson-Nachfolge beworben. Unter den Favoriten sind Rishi Sunak und Sajid Javid, deren Rücktritt von den Posten des Finanz- und Gesundheitsministers der Auftakt einer Welle von mehr als 60 Rücktritten im Regierungsapparat gewesen war.

Auch die amtierende Außenministerin Liz Truss bewirbt sich um die Johnson-Nachfolge. Die dreijährige Amtszeit Johnson war vom Brexit geprägt, dessen Vollzug zu seinen zentralen Wahlversprechen zählte, von den Folgen der Corona-Pandemie sowie zahlreichen Affären und Skandalen, die letztlich zum politischen Aus für den umstrittenen Premier führten. (na/afp)

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