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England

Boris Johnson bestätigt Aufhebung der Corona-Regeln in England - und mahnt

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Trotz Sieben-Tages-Inzidenz von 322,6 hat Großbritanniens Premier Boris Johnson das Ende der Corona-Maßnahmen in England ab dem 19. Juli angekündigt.

London – Gegen den Rat der wissenschaftlichen Berater der britischen Regierung hat Boris Johnson am Montag (12.07.2021) das Ende der Corona-Maßnahmen ab dem darauf folgenden Montag verkündet. Damit kehrt England ab kommender Woche weitgehend zur Normalität vor der Corona-Pandemie zurück. Die Regionalregierungen von Schottland, Wales und Nordirland gehen diesen Schritt hingegen nicht mit. Aktuell registriert Großbritannien eine Inzidenz von 322,6, die nach zahlreichen Spielen der Fußball-EM 2021 vor dicht besetzten Rängen laut Expertenprognosen noch weiter steigen wird.

Die Voraussetzungen, dass Abstandsregeln und Maskenpflicht damit enden, Nachtclubs wieder öffnen und Zuschauerbeschränkungen damit entfallen, seien erfüllt, betonte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid am Montag im Londoner Parlament. Dies sei den Bemühungen der Briten und dem Impfprogramm zu verdanken. In Großbritannien sind inzwischen 51 Prozent der Bevölkerung geimpft (68 Prozent Erstimpfungen), ein Großteil davon mit dem Impfstoff von Astrazeneca. Javid forderte die Bevölkerung aber weiter zur Vorsicht auf.

Bei einer Pressekonferenz in 10 Downing Street hatte Johnson das weitere Vorgehen verkündet und die Bürger zur Vorsicht aufgerufen.

Ende der Corona-Regeln in Großbritannien: Boris Johnson ruft zu Vorsicht auf

Bei einer Pressekonferenz am frühen Abend bestätigte auch Großbritanniens Premier Boris Johnson den Schritt der Regierung, in England die Corona-Regeln aufzuheben. „Diese Pandemie ist bei weitem nicht vorbei. Diese Krankheit gefährdet weiterhin Sie und Ihre Familien“, sagte Johnson vor der Presse in 10 Downing Street. Die Bevölkerung könne nicht einfach zum Leben wie vor der Corona-Pandemie zurückkehren.

Die Regierung empfehle mit Nachdruck, an Orten mit vielen Menschen wie im öffentlichen Nahverkehr weiterhin Masken zu tragen, sagte Johnson. Außerdem bitte die Regierung Nachtclubs und andere Veranstaltungsorte darum, den Impfstatus ihrer Gäste und Besucher mithilfe eines digitalen Nachweises zu überprüfen. Eine gesetzliche Grundlage dafür gibt es dann aber nicht mehr. Die harten Einreiseregeln, die für nicht Geimpfte oder Einreisende aus „roten Ländern“ eine Quarantäne vorschreiben, blieben in Kraft.

Boris Johnson bestätigt Wegfall der Corona-Regeln – Großbritanniens Tourismus muss warten

Gesundheitsminister Javid sagte, dass die Regierung mit einer steigenden Zahl an Neuinfektionen rechne, doch man glaube nicht, „dass die Infektionszahlen einen unaushaltbaren Druck auf den Gesundheitsdienst NHS“ ausüben werden. Bedenken von Wissenschaftlern teilt die Regierung nicht. Sie argumentiert vielmehr, die Verbindung zwischen Infektionen sowie Krankenhauseinweisungen und Todesfällen sei dank des erfolgreichen Impfprogramms ausreichend geschwächt.
„Denen die fragen, warum wir diesen Schritt jetzt gehen, sage ich: Wenn nicht jetzt, wann dann?“, sagte Javid. „Es wird keinen perfekten Zeitpunkt für diesen Schritt geben, weil wir dieses Virus einfach nicht ausmerzen können.“

Vom 19. Juli an können Menschen mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich, die vollständig geimpft oder minderjährig sind, ohne Quarantäne ins Land einreisen. Für Touristen gilt dies nicht – auch nicht für jene, die beide für den vollen Impfschutz notwendigen Dosen erhalten haben. Laut Verkehrsminister Grant Shapps arbeite man aber bereits an einer Lösung. (ska/dpa)

Rubriklistenbild: © Daniel Leal-Olivas/dpa

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