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Erdogan bleibt „positiv“: Griechenland und Türkei nähern sich an

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Von: Lukas Zigo

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Der Ukraine-Krieg bringt manche Gegner zusammen. Griechenlands Premierminister Mitsotakis und Türkeis Präsident Erdogan treffen sich zu erfolgreichen Gesprächen.

Istanbul – Der Ukraine-Konflikt hat ungeahnte Folgen für eine konfliktbeladene internationale Beziehung. Denn wegen Putins Angriffskrieg haben sich die verfeindeten Staaten Griechenland und Türkei auf höchster diplomatischer Ebene in Istanbul getroffen. Ziel des Treffens war, die stark belasteten Beziehungen beider Länder zu verbessern.

Griechenland und die Türkei hätten eine besondere Verantwortung für die Stabilität der europäischen Sicherheitsarchitektur, welche sich mit dem russischen Angriff auf die Ukraine verändert habe, zitiert die Staatsagentur Anadol Präsident Recep Tayyip Erdogan am Sonntag (13.03.2022) nach dem Besuch. Die Stimmung beim Treffen wurde vonseiten Athens als „sehr positiv“ gewertet.

Man könne sicherlich in allen problematischen Bereichen Fortschritte erzielen, sagte Erdogan. Das Treffen bezeichnete sein griechischer Amtskollege Kyriakos Mitsotakis als „eine Chance für ein sehr ehrliches Gespräch“. Man habe trotz der Uneinigkeiten das Fundament für eine Verbesserung der Beziehungen gelegt. „Wir sind mit großen Herausforderungen konfrontiert“, sagte Mitsotakis mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Nun gehe es darum, in diesen großen Themen zu kooperieren.

Ukraine-Konflikt - Griechischer Ministerpräsident in der Türkei
Dieses Foto zeigt Kyriakos Mitsotakis (r), Ministerpräsident von Griechenland, und Recep Tayyip Erdogan, Staatspräsident der Türkei, während ihres Treffens. © Turkish Presidency/dpa

Türkei-Griechenland Gespräche: Konfliktparteien erreichen signifikante Annäherung

Bisher sind die beiden Nachbarländer und Nato-Partner in vielen Belangen zerstritten; im Sommer 2020 standen sie kurz vor einer kriegerischen Auseinandersetzung. Konflikte gibt es unter anderem um Hoheitsgebiete in der Ägäis und um die Ausbeutung möglicher Erdgasvorkommen in der Region. Darüber hinaus geben sich Athen und Ankara jeweils die Schuld an den in der östlichen Ägäis ertrinkenden Migrant:innen, die bei der Überfahrt nach Griechenland ums Leben kommen.

Somit hatte das Treffen am Sonntag besondere Bedeutung: Seit Mitsotakis´Amtsantritt im Sommer 2019 sind der Premier und der türkische Präsident nur dreimal am Rande von anderen Terminen wie Nato-Gipfeln und einer UN-Generalversammlung zusammen gekommen, haben sich aber niemals offiziell gegenseitig besucht. Der griechische Premier Mitsotakis sagte nun, er könne sich sogar ein nächstes Treffen auf höchster Ebene in Thessaloniki vorstellen, sofern es bis dahin keine weiteren Spannungen gebe. (lz/dpa)

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