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Klimaaktivistin Thunberg während einer Rede in der "Society for Ethical Culture" in New York. 

Klima-Aktivistin

Greta Thunberg attackiert Donald Trump - Demo vor dem Weißen Haus geplant

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Greta Thunberg nutzt ihre Zeit in den USA, um Donald Trump herauszufordern. Die Klimaaktivistin will vor dem Amtssitz des US-Präsidenten demonstrieren.

Update, 12. September, 2019: Greta Thunberg will am Freitag an einer Demonstration für den Klimaschutz vor dem Weißen Haus in Washington teilnehmen. Die 16-Jährige wirft US-Präsident Donald Trump vor, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Erderwärmung zu ignorieren. Trump hat dem Pariser Abkommen zum globalen Klimaschutz den Rücken gekehrt.

Thunberg war Ende August in New York angekommen und nimmt seither an einer Serie von Aktionen und Treffen teil. Über den Atlantik reiste sie aus Klimaschutzgründen im Segelboot. In Washington hält sich Thunberg bis nächste Woche auf. Sie wird dort auch den Kongress besuchen.

Hype um Greta Thunberg - Aktivistin will nicht, dass sich alles um sie dreht

29. August, 7.00 Uhr: „Es ist verrückt, dass eine 16-Jährige den Atlantischen Ozean überqueren muss, um ihre Meinung zu vertreten“, sagte Thunberg vor Anhängern und Schaulustigen, nachdem sie vom Segelboot gestiegen ist. Ein paar Hundert sind gekommen, darunter auch viele Medienvertreter aus Europa. 

Thunberg wirkt – wie immer – zurückhaltend, aber auch müde und mitunter ein wenig überfordert. „Natürlich würde ich mir wünschen, dass sich nicht immer alles um mich dreht“, sagt sie und in ihrem Rücken wacht die Freiheitsstatue unter einer dichten Wolkenschicht, aus der es immer wieder nieselt. „Aber wenn das, was ich mache, einen Unterschied bedeutet, will ich davon Gebrauch machen.“ Auch alleine könne man etwas bewirken, wenn man sich nur genug anstrenge.

Update, 22.35 Uhr: „Das war überraschend gut. Ich habe mich nicht ein Mal seekrank gefühlt“, sagte Greta Thunberg unmittelbar nach ihrer Ankunft in einem Hafen in Manhattan. Unter Jubel sagte sie: „All das hier ist sehr überwältigend. Der Boden wackelt noch.“ Am Freitag wolle sie an einem Klimaprotest vor dem Gebäude der Vereinten Nationen teilnehmen.

Greta Thunberg fährt an Bord der Malizia II an der Freiheitsstatue vorbei in den Hafen von New York.

Auch der norddeutsche Segelprofi Boris Herrmann erhielt nach dem Transatlantik-Törn kräftigen Jubel der Schaulustigen und jungen Aktivisten vor Ort. „Das ist ein großartiges Willkommen. Das ist sehr stark, wirklich emotional“, sagte er - und hatte zugleich ein Lob für Thunberg übrig: „Sehr wenige Menschen hätten das geschafft.“

Update, 22.15 Uhr:  Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist zwei Wochen nach dem Start ihrer Segelreise über den Atlantik an ihrem Zielort New York angekommen. Die 16-Jährige betrat am Mittwochnachmittag (Ortszeit) vor Hunderten Schaulustigen, jungen Aktivisten und Medienvertretern zum ersten Mal in ihrem Leben US-Boden. In der Hand hielt sie dabei ihr berühmt gewordenes Protestschild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ (Schulstreik fürs Klima).

Greta Thunberg erreicht die Freiheitsstatue in New York

Update, 20.50 Uhr: Zwei Wochen nach ihrem Aufbruch über den Atlantik per Rennjacht hat Klimaaktivistin Greta Thunberg die Freiheitsstatue in New York erreicht. Bei durchwachsenem Wetter und gelegentlichem Nieselregen wurde die 16-jährige Schwedin von 17 Segelbooten der Vereinten Nationen auf der Wasserfläche vor der Skyline der US-Ostküstenmetropole begrüßt. Im Laufe des Nachmittags (Ortszeit) wollte sie im Hafen North Cove Marina in Manhattan endgültig eintreffen.

Update, 20:10 Uhr: Greta Thunberg fährt das letzte Stück in Richtung New York, begleitet von zahlreichen anderen Booten. Im Internet gibt es auch einen Livestream:

Update, 15:40 Uhr: Das Segelboot mit Greta Thunberg an Bord hat New York erreicht. Das teilte die Klimaaktivistin per Twitter mit. Die Crew habe kurz vor Coney Island den Anker geworfen und warte dort auf die Einreiseerlaubnis.

Wie die Bilder, die 16-jährige Schwedin auf Twitter veröffentlichte, zeigen, hat Thunberg die Bucht von New York wohl im Morgengrauen erreicht. Sie rechne damit, gegen 14.45 Ortszeit von Bord gehen und den Hafen North Cove Marina betreten zu können.

Greta Thunberg wird von 17 Booten der UN begrüßt

Update vom Mittwoch, 28.08.2019, 11.30 Uhr: Zur Begrüßung Thunbergs wollen die Vereinten Nationen 17 Segelboote auf die Wasserfläche vor Manhattan schicken. Dazu kommt noch ein Leitboot. Jedes von ihnen stünde für eines der UN-Nachhaltigkeitsziele und sei mit einem entsprechenden Symbol auf dem Segel versehen, wie die Deutsche Presse Agentur schreibt.

Die Nachhaltigkeitsziele gelten als die globalen Vorsätze der Vereinten Nationen und ihrer Mitgliedstaaten. Zu ihnen gehören neben dem verstärkten Einsatz in der Klimakrise auch der Kampf gegen Armut oder für die Gleichberechtigung von Frauen. Thunberg soll voraussichtlich am Mittwochmittag in New York, also am Abend nach deutscher Zeit, eintreffen. 

Update vom Dienstag, 27.08.2019, 15.30 Uhr: Greta Thunberg ist fast am Ziel. Der Live-Ortung zufolge befand sich die Rennjacht „Malizia“ mit der schwedischen Klima-Aktivistin an Bord am Dienstagnachmittag noch knapp 170 Seemeilen (weniger als 320 Kilometer) Luftlinie östlich der US-Metropole. 

Das Team rechnete zu diesem Zeitpunkt mit einer Ankunft in der North Cove Marina in Manhattan am Mittwochnachmittag New Yorker Zeit - in Deutschland wäre das dann zwischen 20.00 und 23.00 Uhr.

Greta Thunberg: Nimmt Segeltörn schnelles Ende?

Greta Thunberg segelt das letzte Stück bis nach New York.

Update vom Montag, 26.08.2019, 15.10 Uhr: Nun könnte es also doch noch länger dauern. Hatte Greta Thunberg zuletzt noch davon gesprochen, bereits am Dienstag in New York einzutreffen, so sieht es derzeit ganz danach aus, als sollte sich die Ankunft etwas nach hinten hinausschieben. Augenblicklich sieht es nach einer Ankunft am Mittwochabend oder gar erst Donnerstagmorgen (Ortszeit) aus, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montagnachmittag erfuhr.

Der Grund ist ganz einfach: Das Team auf der „Malizia“ erwartet erheblich abnehmende Winde. Hinzu kommen drei weitere Faktoren: Zum einen muss die Rennjacht noch den Hudson River bis zum Hafen hochfahren, was etwa zwei Stunden dauern dürfte. Zum anderen hat das Boot einen Tiefgang von knapp fünf Metern, weshalb es nur zwei Stunden vor und zwei Stunden nach Hochwasser einfahren kann. Außerdem hat der US-Zoll nachts ab 22.00 Uhr geschlossen.

Update vom Montag, 26.08.2019, 11.10 Uhr: Der Segeltörn scheint schneller zu Ende zu gehen als ursprünglich gedacht. Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg rechnet jedenfalls damit, auf ihrer Fahrt über den Atlantik bereits am Dienstag in New York anzukommen. Kräftiger Wind treibe sie auf dem Transatlantik-Törn voran, schrieb die 16-Jährige auf Twitter. Ihre Mitreisenden und sie gingen deshalb davon aus, irgendwann am Dienstagnachmittag oder -abend im Hafen North Cove Marina in Manhattan einzutreffen. 

In einem zuvor auf Twitter veröffentlichten Video sagte Thunberg, die Rennjacht komme derzeit mit einem hohen Tempo von 20 bis 25 Knoten voran. Die Bedingungen auf See seien ziemlich rau, die Wellen hoch. 

Das Team Malizia um den norddeutschen Segelprofi Boris Herrmann schrieb dazu auf Instagram: „Sturm bedeutet Tempo.“ 

Laut der Live-Ortung der Rennjacht „Malizia“ war das Spezialboot am Montagvormittag nur noch etwas mehr als 900 Kilometer Luftlinie vom Zielort entfernt. 

Lesen Sie auch auf fr.de*: Greta Thunberg: Ein Segeltörn im Gegenwind

Herrmann und sein Co-Skipper Pierre Casiraghi bringen Thunberg, ihren Vater Svante und einen Filmemacher auf der "Malizia" nach New York. Thunberg will dort im September unter anderem am UN-Klimagipfel und an mehreren Klimaprotesten teilnehmen. Das Boot war am 14. August im südenglischen Plymouth in See gestochen. Geplant war, dass die Reise etwa zwei Wochen dauert.

Greta Thunberg soll Saal bei „Fridays for Future“-Gipfel aus Protest verlassen haben

Update, 13:45 Uhr: Greta Thunberg soll den Saal beim „Fridays for Future"-Gipfel in Lausanne aus Protest verlassen haben. Sie widersprach den Vorwürfen. Sie habe den Saal nur verlassen, um eine traurige Mitstreiterin zu trösten. Nun macht sie die Medienvertreter vor Ort für die negative Stimmung verantwortlich. Der Schweizer „Blick" berichtet nun, dass sie anscheinend Journalisten aus dem Saal entfernen ließ. 

Bereit zum Segeln: Klimaaktivistin Greta Thunberg kurz vor der Abfahrt. 

Der Konferenztag am Freitag startete mit einem Rückblick, in dem die Teilnehmer der Bewegung den Verlauf des Gipfels kritisierten. Es habe wenig Struktur gegeben und es sei schwierig gewesen, sich zu einigen. Thunberg merkte dabei an, dass die Medien für die schlechte Stimmung vor Ort verantwortlich seien. Sie plädierte anschließend darauf, die Journalisten aus dem Saal „auszuschließen". 

Die Medienvertreter sollen einen Streit unter den jungen Klima-Aktivisten suggeriert haben. Die Journalisten sollen daraufhin den Saal verlassen haben, nach wenigen Minuten sollen sie wieder hinein gelassen worden sein. Eine Begründung für die Entscheidung habe es nicht gegeben.

Greta Thunberg soll Saal aus Protest verlassen haben

Erstmeldung vom 9. August, 10:27 Uhr: Die Diskussionen über die künftige Ausrichtung der Bewegung „Fridays for Future“ ebben nicht ab. Im Schweizer Lausanne mit mehr als 400 Schülern kam es laut Medienberichten offenbar zum internen Streit. Initiatorin Greta Thunberg war mit dabei. 

Laut dem US-Portal „Buzzfeed News“ habe Thunberg zusammen mit einer Gruppe von dreißig Personen die Haupthalle der Veranstaltung aus Protest verlassen. Mehrere Teilnehmer der Veranstaltung hätten das Verlassen des Saals als „Streik“ beschrieben. Das Schweizer Boulevardblatt „Blick“ berichtet, eine Teilnehmerin wäre vor dem Saal „heulend zusammengebrochen“. Thunberg erklärte später, sie habe den Saal verlassen, um eine enttäuschte Mitstreiterin zu trösten. Sie habe an keinem Protest oder Streik teilgenommen. 

Greta Thunberg: Unklare Forderungen 

Grund für den internen Streit sei ein Forderungskatalog der Bewegung. Laut „Buzzfeed“ habe ein Komitee von „Fridays for Future“ konkrete Handlungsanweisungen an die Politik formuliert – etwa in Form von Reformen zur Landwirtschaft und zu CO2-Einsparungen in der Schifffahrt. 

Thunberg und die Gruppe anderer Teilnehmer hätten diese Ideen mit allgemeineren Formulierungen ersetzen wollen, wie etwa mit „Hören Sie auf die Wissenschaft!“ Sie habe geäußert, dass nicht alle Teilnehmer den spezifischen Forderungen zustimmen würden.

„Fridays for Future“: Streitigkeiten innerhalb der Bewegung

Es zeichnen sich deutliche Spannungen innerhalb der Bewegung „Fridays for Future“ ab. Die Teilnehmer würden sich über die Diskussionskultur und die Schweiz als Veranstaltungsort streiten. Zudem sei man sich nicht einig, wie radikal und antikapitalistisch man auftreten solle. 

Die Radikalität des Protests spielt bei der internen Diskussion immer wieder eine Rolle. Teile der Bewegung wünschen sich deutlicheren Widerstand auf der Straße. In Deutschland hat sich eine Art linker Flügel der Bewegung, eine „antikapitalistische Plattform“ gegründet. 

Zudem gerät auch Luisa Neubauer, das Gesicht der deutschen „Fridays for Future“-Bewegung, ins Visier der internen Kritiker. In einer Chatgruppe linker Aktivisten sollen Bilder kursieren, die ein durchgestrichenes Foto von Neubauer mit den Worten „Gegen Personenkult und Autoritäten“ zeigen, wie die „Welt“ berichtet. (mit dpa/afp)

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