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Demo in Montreal, mittendrin auch Greta Thunberg.

Klima-Aktivistin

Greta Thunberg liest Kanadas Premier Trudeau die Leviten

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Der Protest geht weiter: Thunberg führt eine halbe Million Demonstranten in Kanada an. Fridays for Future kündet nächsten Streiktag an.

  • Fridays for Future kündigt neuen globalen Streiktag an 
  • Scharfe Kritik am Klimapaket: „politische Bankrotterklärung  
  • Greta Thunberg liest kanadischem Premier die Leviten 


Update, 4. Oktober 2019, 11:38 Uhr: Fridays For Future hat zu einem neuen globalen Klimastreiktag am 29. November aufgerufen. Aktivisten aus mehr als hundert Städten hätten bereits Aktionen angekündigt, berichtet das Bündnis. Neben klassischen Streiks solle es auch „kreative Proteste“ geben. Der Aktionstag findet damit direkt vor Beginn der Weltklimakonferenz in Chile (vom 2. bis 13. Dezember) statt. 

Unterdessen rechnen die Aktivisten in einem offenen Brief mit den Klimaschutzplänen der Bundesregierung ab. Das geplante Klimapaket sei „eine politische Bankrotterklärung“, verdiene seinen Namen nicht und müsse „grundlegend“ überarbeitet werden, fordert die Bewegung.

Greta Thunberg erhält Umweltpreis des Nordischen Rates - lehnt aus Protest aber ab*

Update, 28. September 2019, 10.00 Uhr:  Greta Thunberg fährt weiter hartes Geschütz auf. Am Freitag warf sie dem kanadischen Premier Justin Trudeau bei einem Treffen vor, nicht ausreichend gegen den Klimawandel vorzugehen. Kanadischen Medienberichten zufolge sagte sie mit Blick auf Trudeau: „Natürlich ist es einfacher, jemandem Vorwürfe zu machen, und natürlich hat er viel Verantwortung und sicherlich tut er nicht genug.“ Das sage sie allen Politikern weltweit. „Meine Botschaft an alle Politiker ist dieselbe - hört einfach auf die Wissenschaft und handelt dementsprechend.“

Am Nachmittag nahmen Trudeau und Thunberg zusammen mit rund einer halben Million Menschenan einem Klima-Protest in Montreal teil. „Wir haben das zusammen unternommen und ich kann euch nicht oft genug dafür danken, dass ihr hier seid“, sagte Thunberg in einer Rede an die Demonstranten. „Es ist einfach unglaublich, vereint zu sein für so eine gemeinsame Sache.“ Ihr Heimatland Schweden und Kanada seien beide „angebliche Anführer in Sachen Klimaschutz“, sagte Thunberg. „In beiden Fällen heißt das absolut nichts. In beiden Fällen sind es nur leere Worte.“

Trudeau verkündete, im Falle eines Wahlsiegs im Oktober zwei Milliarden neue Bäume in Kanada pflanzen zu wollen. Klima-Aktivistin Thunberg nannte er „eine beeindruckende Person, die die Konversation nach vorne bringt“ und „die Stimme einer Generation junger Menschen, die ihre Staats- und Regierungschefs dazu aufrufen, mehr zu machen und es besser zu machen - und ich höre zu“.

Greta Thunberg erhält Alternativen Nobelpreis

Update, 25. September 2019, 09.30 Uhr: Nächste Auszeichnung für Greta Thunberg. Die Klima-Aktivistin erhält den diesjährigen Alternativen Nobelpreis. Mit ihr werden die Menschenrechtsaktivistin Aminatu Haidar aus der Westsahara, die chinesische Frauenrechtlerin Guo Jianmei sowie der brasilianische Ureinwohner Davi Kopenawa und seine Vereinigung Hutukara Yanomami ausgezeichnet.

Greta Thunberg: Ein wahnsinnig mutiges Mädchen, das die Welt aufrüttelt

Update, 24. September 2019, 18.25 Uhr: Greta Thunberg reagiert cool auf den Spott von Donald Trump. Der hatte die Rede der jungen Schwedin ironisch kommentiert: „Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut. So schön zu sehen!“

Die Schwedin änderte daraufhin gleich einmal ihre Selbstbeschreibung bei Twitter. „Ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut“, war am Dienstag als Biografie auf ihrem Twitter-Profil zu lesen

Update, 24. September 2019, 17.00 Uhr: Der UN-Ausschuss für Kinderrechte prüft die Beschwerde der Klima-Aktivistin Greta Thunberg, die sie zusammen mit weiteren Kindern und Jugendlichen gegen mehrere Länder eingereicht hat. Es werde nun geklärt, ob die Beschwerde wegen mangelnden Klimaschutzes zulässig sei, teilte das federführende UN-Hochkommissariat für Menschenrechte dem Evangelischen Pressedienst am Dienstag in Genf mit. Falls die Beschwerde zulässig sei, werde ein Verfahren eingeleitet.

Macron kritisiert Thunbergs Klima-Beschwerde

Update, 24. September 2019, 15.45 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Klima-Aktivistin Greta Thunberg für eine Beschwerde beim Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen gegen Frankreich, Deutschland und drei weitere Staaten kritisiert. Die jungen Aktivisten sollten sich auf diejenigen konzentrieren und Druck ausüben, die versuchten, Dinge zu blockieren, sagte Emmanuel Macron dem französischen Radiosender Europe1. Er habe nicht das Gefühl, dass das die französische oder die deutsche Regierung sei, so Macron.

Klimaschutz auf EU-Ebene:  Der Klima-Ball liegt im Spielfeld von Frans Timmermans

Thunberg und 15 weitere Jugendliche hatten zuvor während des Klima-Gipfels in New York eine Beschwerde bei den UN eingereicht. Darin erklärten sie, dass Frankreich, Deutschland, die Türkei, Argentinien und Brasilien nicht genug gegen den Klimawandel unternehmen und damit gegen die vor 30 Jahre verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention verstoßen würden. Laut der Anwälte der Jugendlichen wurden die fünf Länder ausgewählt, weil sie die größten Umweltverschmutzer seien, die sich dem Beschwerdeverfahren für Kinder an den UN-Ausschuss angeschlossen haben. 

Die Beschwerde ist aufgrund eines Zusatzprotokolls zur Kinderrechtskonvention möglich. Die Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 17 Jahren aus Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Indien, den Marshallinseln Nigeria, Palau, Südafrika, Schweden, Tunesien und den USA werden dabei von einer Rechtsanwaltskanzlei unterstützt. Auch Unicef unterstützt das Anliegen der Kinder, ist aber nicht offizieller Partner der Beschwerde.

Greta Thunberg wirft Politik Versagen vor

Update, 23. September 2019, 17.20 Uhr: Die Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat beim Klimagipfel der Vereinten Nationen die Staats- und Regierungschefs der Welt mit einem emotionalen und eindringlichen Appell zu mehr Engagement beim Klimaschutz aufgefordert. „Wie konntet Ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit Euren leeren Worten?“, sagte Thunberg in New York mit Tränen in den Augen. „Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens und alles, worüber Ihr reden könnt, ist Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum - wie könnt Ihr es wagen?“

Hartnäckige Politik statt Greta-Show? Dafür muss noch viel passieren, nicht nur freitags

Die wissenschaftlichen Vorhersagen zum Klimawandel seien seit Jahrzehnten mehr als deutlich, sagte die 16-Jährige weiter. „Wie könnt Ihr es wagen zu glauben, dass man das lösen kann, indem man so weiter macht wie vorher - und mit ein paar technischen Lösungsansätzen? Ihr seid immer noch nicht reif genug zu sagen, wie es wirklich ist. Ihr lasst uns im Stich. Alle kommenden Generationen haben euch im Blick und wenn Ihr Euch dazu entscheidet, uns im Stich zu lassen, dann entscheide ich mich zu sagen: Wir werden Euch nie vergeben! Wir werden Euch das nicht durchgehen lassen!“

Update vom 21. September 2019, 19.18 Uhr: Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg hat nach den weltweiten Klimaprotesten auch vor den Vereinten Nationen den Kampf gegen die Klimakrise beschworen: „Gestern sind Millionen Menschen rund um den Globus marschiert und haben wirkliche Klimamaßnahmen verlangt, vor allem junge Leute“, sagte die 16-Jährige in einer kurzen Ansprache beim UN-Jugendklimagipfel in New York. „Wir haben gezeigt, dass wir geeint sind und dass uns junge Leute niemand stoppen kann.“ 

Offiziellen Angaben zufolge wurden bei dem Treffen, das dem Klimagipfel mit Staats- und Regierungschefs am Montag vorgeschaltet ist, etwa 700 Teilnehmer erwartet. Bei der Veranstaltung sollen die Jungdelegierten Vorschläge für den Kampf gegen den Klimawandel erarbeiten. Die entwickelten Maßnahmen sollen den Staats- und Regierungschefs unterbreitet werden. 

Guterres spricht über Probleme der weltweiten Anführer

Auch UN-Generalsekretär António Guterres war bei dem Jugendgipfel dabei - vor allem als Zuhörer. Trotzdem aber hielt auch Guterres eine Ansprache: „Das ist eines der Probleme der weltweiten Anführer: dass sie zu viel reden und nicht genug zuhören“, sagte er. Noch vor einigen Jahren habe er sich entmutigt gefühlt angesichts des voranschreitenden Klimawandels und der mangelhaften Handlungen der Politiker. „Und plötzlich habe ich gespürt, dass da ein neuer Impuls war, der zunahm. Und der kam zu einem großen Teil von der Jugendbewegung“, so Guterres. 

#MeinKlimastreik – warum wir uns für das Klima engagieren

Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Rahel Blum, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt, mit Tochter Naomi Darum streike ich:  „Wir Menschen sollten die Natur schützen und bewahren und nicht für immer mehr Konsum und Bequemlichkeit zerstören, ohne an die Generationen nach uns zu denken. Das ist egoistisch, kurzsichtig und unverantwortlich.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Betriebsratsvorsitzende der Stadtwerke Frankfurt Holding Saskia Wiese Darum streike ich:  „Seit sechs Jahren bin ich Veganerin wegen Tierschutz, Umwelt und Klima. Weltretten ist kein Fanatismus, sondern gesunder Egoismus!“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Stadtverordneter Bernhard Ochs Darum streike ich:  „Ich stand im Abstand von mehreren Jahren auf dem Gipfel der Zugspitze. Vom ehemaligen Gletscher sieht man heute so gut wie nichts mehr.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger Darum streike ich:  „Seit dem Erscheinen des ersten Berichtes des Weltklimarates 1990 ist politisch sehr wenig passiert. Umso wichtiger ist heute das Engagement der Bürger und Bürgerinnen.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Margit Hoffmann, Selbstständige im Sozialbereich  Darum streike ich: „Häufiger zu Fuß gehen, effiziente Geräte kaufen oder Photovoltaik-Anlagen nutzen: Wenn viele Menschen im Kleinen Kohle sparen, kann daraus ein großer Beitrag zum Klimaschutz werden.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Kai-Oliver Kruske, Jurist Darum streike ich: „Die Natur braucht uns Menschen nicht, aber wir brauchen die Natur. Ich wünsche mir drastische, politische Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Peter Manning, Naturwissenschaftler Darum streike ich: „Der Klimawandel bedroht die Biodiversität und das Lebenserhaltungssystem der Erde enorm.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Indra Starke-Ottich, Botanikerin Darum streike ich:  „Jeder einzelne kann mit seinem Verhalten viel zum Klimaschutz beitragen. Aber dieses Bürgerengagement allein wird nicht ausreichen, wenn die Politik nicht endlich mutige Entscheidungen zum Klimaschutz trifft.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
László Boroffka, Student Darum streike ich: „Schon heute ist der Klimawandel verantwortlich für überschwemmte Küstengebiete, massive Ernteausfälle und Waldbrände ungeheuren Ausmaßes. Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler*innen davor, was uns erwartet, wenn sich unser Kurs nicht ändert. Die Verantwortungslosigkeit unserer Entscheidungsträger*innen macht mich einfach fassungslos.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Ingolf Grabow, Schlossermeister Darum streike ich:  „Im Frankfurter Stadtwald ist der Fluglärm unerträglich. Angesichts des Klimawandels und des Artenschwundes ist der Bau von Terminal 3 total unverständlich. Das wird den Flugverkehr mit Lärm und Schadstoffen nur noch verstärken. Fliegen überlassen wir besser den Vögeln!“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Thomas Hickler, Professor für quantitative Bio-Geographie Darum streike ich: „Wir sollten keine Angst vor Veränderungen haben und sie als Möglichkeit sehen, eine nachhaltige Gesellschaft zu erschaffen.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Hana Ajdin, Schülerin Darum streike ich: „Es ist traurig, dass zuerst Kinder und Jugendliche laut werden mussten, damit die Erwachsenen, die es eigentlich hätten besser wissen müssen, über den Klimawandel reden.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Johannes Hähnlein, Manager im Sportmarketing Darum streike ich: „Mir ist es wichtig, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für unseren ressourcenaufwändigen Lebensstil zu schaffen – und für die Folgen dieser Lebensweise.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Ida Hamacher, Studentin Darum streike ich: „Früher hatte ich Angst vor schlechten Noten, heute dominiert eine viel existentiellere Angst: die Frage, wie lebenswert unser Planet in wenigen Jahrzehnten noch sein wird.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Andrea Graf, Projektleiterin im Bereich Energiewende Darum streike ich: „Ich wünsche mir, dass Frankfurt sein Klimaschutzkonzept umsetzt. Da hakt es noch sehr.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Jaron Busch, Schüler Darum streike ich: „Als ich neun Jahre alt war, habe ich beschlossen, Vegetarier zu sein. Das ist besser für die Umwelt. Wir können nicht so weiterleben wie bisher, das müssen jetzt alle Menschen mal kapieren.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Bianka Schlun, Sozialpädagogin, und Felix, Schüler Darum streiken wir: „Beim Klimaschutz können alle nur gewinnen.“ (Bianka Schlun) „Unser Klima ist wichtig, bitte helft es uns retten.“ (Felix) © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Detlef Kaiser, Verfahrensingenieur, Selbständiger Darum streike ich: „Raus aus der Komfortzone, selbst anfangen und machen, wieder selber denken und kritisch werden.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Karl Höhn, Soziologe, seit 27 Jahren in der IT tätig Darum streike ich: „Kein Zweifel: Wir brauchen einen schnellen, tiefgreifenden, solidarischen Umbau unserer Treibhausgas basierten Wirtschaft.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Reinald Blöser, Rentner Darum streike ich: „Pfandflaschen werden falsch entsorgt, Lebensmittel verschwendet: Klimaschutz kann nur gelingen, wenn alle richtig mitmachen.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Jannik Oswald, Schüler Darum streike ich: „Wenn an vielen Orten viele Menschen etwas tun, wird sich das Angesicht unserer Erde verändern. Gemeinsam und stark gegen die Klimakrise. Ich fühle mich verantwortlich für eine sichere und lebenswerte Zukunft kommender Generationen.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Johannes Hähnlein, Manager im Sportmarketing Darum streike ich: „Mir ist es wichtig, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für unseren ressourcenaufwändigen Lebensstil zu schaffen – und für die Folgen dieser Lebensweise. Ich bin überze ugt, dass ein Wandel insbesondere durch nachhaltiges Verhalten auf persönlicher Ebene gelingen kann, das schließlich in eine zivilgesellschaftliche Bewegung mündet – und damit auch ein klare Richtung für Politik und Wirtschaft vorgibt.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Manuela Mock, Besitzerin des Transnormal Darum streike ich: „Nachhaltigkeit und Klimaschutz gehen Hand in Hand. Eigentlich alles ganz leicht, wenn der Mensch nicht so maßlos wäre und so unachtsam. Das Wasser sprudelt aus dem Hahn, und keiner kräht danach, alles verfügbar rund um die Uhr. Was glauben diese Menschen nur? Der Müll wird achtlos ohne Sorgen entsorgt als gäbe es kein Morgen. Fleischkonsum, Plastikverderben und weltweit stummes Bienensterben. Ohne Summen wird alles ver kauft für Unsummen. Letzte Chance: Klima wandeln. Nicht nur zusehen, sondern handeln.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Linda Rieger, Redakteurin für Corporate Publishing Darum streike ich: „Meine Tochter ist 17 Jahre alt und genauso wie alle anderen Eltern will ich nur das Beste für mein Kind. Doch ich habe sie in eine katastrophale Welt hineingeboren und das wird mir immer bewusster.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Lea Strauß, Studentin Darum streike ich:  „In Europa wurde noch nie so sehr an der falschen Stelle gespart, wie derzeit am Erhalt unserer Lebensgrundlage. Deshalb fordere ich den Green New Deal für Europa.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Robin Fernandes, Schülerin Darum streike ich: „Von meinen Lehrern wurde mir immer gesagt, dass meine Generation etwas unternehmen muss. Jetzt tun wir genau das und werden nicht ernst genommen. Das ist einfach nur lächerlich.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Alexander Zück, Student Darum streike ich: „Der Klimaschutz betrifft uns alle, unabhängig von der politischen Einstellung! Um die Folgen des Klimawandels einzudämmen, müssen wir gemeinschaftlich nach Lösungen suchen.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Frederic Heigel, AbiturientDarum streike ich: „Mir macht es Sorgen, dass meine Generation das Vertrauen in die Politik verliert, wenn diese nicht genug zum Schutz des Klimas und damit für unsere Zukunft unternimmt.“  © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019 © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Maike Wilhelm, Studentin Darum streike ich: „Wenn das 21. Jahrhundert weniger blutig werden soll als das Letzte, müssen wir jetzt mit der unabdingbaren Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft anfangen. Deshalb bin ich bei Diem25, einer europäischen Organisation, die sich radikal pragmatisch für einen sozial-ökologischen Kurswechsel der Politik einsetzt.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Daniel Anthes, Sozialunternehmer und Aktivist Darum streike ich: „Ich engagiere mich schon seit Jahren gegen die Lebensmittelverschwendung. Was das mit Klimaschutz zu tun hat? Nun ja, wäre die Lebensmittelverschwendung ein Staat, wäre sie der drittgrößte CO2-Emittent nach China und den USA.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Jürgen Naeve, Ruheständler Darum streike ich: „Ich bemühe mich, Freunde und Bekannte zu überzeugen, sich den Fridays for Future anzuschließen. Denn gerade wir Alten haben viel zu lange nur gut gelebt und uns um nichts gekümmert.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Julia Krohmer, Geoökologin Darum streike ich: „Wir wissen genug, um endlich zu handeln, aber die Zeit wird knapp – deshalb gehe ich mit Fridays for Future auf die Straße und arbeite bei Scientists for Future mit. Die Wissenschaft steht hinter der Bewegung.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Norbert Dichter, System-Administrator – Bioinformatik Darum streike ich: „Die Politik hat Klima-Wissen seit Jahrzehnten nicht umgesetzt. Fridays for Future empört uns zu Recht: Die Zeit zu handeln ist jetzt. Deshalb unterstütze ich sie mit den Scientists-for-Future.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Fiona Zitelmann, Schülerin Darum streike ich: „Alle wissen über die Bedrohung Bescheid, jedoch will keiner etwas machen, es gibt nur leere Versprechungen und so wird es weitergehen, wenn wir nicht jetzt handeln! System Change, not climate change!“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Dominik Ullrich, Schüler Darum streike ich:  „Ich erhebe meine Stimme für die, deren Stimme nicht gehört wird. Die Klimakrise ist die größte Bedrohung für die Menschheit und schon jetzt der Hauptauslöser für Kriege und Flucht. Jedem muss bewusst werden, dass wir JETZT handeln müssen. Mit der Natur lässt sich nämlich nicht verhandeln. Wenn die Klimakatastrophe kommt, dann kommt sie.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Norbert Szep, Hausarzt Darum streike ich: „Menschen von Fridays for Future, Extinction Rebellion, Sand im Getriebe, Ende Gelände, der großen IAA-Demo und Radentscheiden geben uns Hoffnung.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Jutta Ditfurth, Autorin und politische Aktivistin Darum streike ich: „Dass der Kapitalismus Mensch und Natur zerstört, analysierte Marx im „Kapital“ (1867). Der Kampf gegen Um weltzerstörung dauert schon lang. Ab 1975 war ich in der Anti-AKW-Bewegung, die einen großen Teil des Atomenergieprogramms verhinderte. Klimaprojekte wie Ende Gelände, Fridays for Future, der Widerstand im Hambacher Forst und hier in Frankfurt für die Grüne Lunge am Günthersburgpark waren wirklich überfällig.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Helga Mass-Linne, Lehrerin Darum streike ich:  „Als Lehrerin habe ich mit meinen Schülern „Die Grenzen des Wachstums“ gelesen und jetzt habe ich Enkelkinder. Lebbe geht weiter – aber nur, wenn wir an allen Fronten für ein gutes Leben für Alt und Jung kämpfen. Wir sind mehr als nur eine Ressource des Wachstums einer Wirtschaft und eines Wirtschaftssystems, das den Menschen und die Erde untergräbt. Wir scha ffen das.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Ernst Otto Blenn, Lehrer im Ruhestand Darum streike ich: „Seit Jahren frage ich mich, welcher Sinn hinter immer größeren, schwereren, stärkeren und schnelleren Autos steckt. Fridays for Future hat mir die Antwort gegeben: keiner.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Manfred Ochs, Pensionär Darum streike ich: „Ich unterstütze den Streik für das Klima, weil ich nicht will, dass meine alten Apfelsorten wie die Cox Orange, die Goldparmäne un d mein Boskop auf den Streuobstwiesen vertrocknen.“  © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Ute Wittich, Gartenarchitektin Darum streike ich: „Am liebsten konsumiere ich zwar immer noch Bio, unverpackt, regional, saisonal und vegan. Lieber Bio als unverpackt!“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Almut Aue, Künstlerin Darum streike ich:  „Was mich besonders empört: Eine Monsterschau wie die IAA in Frankfurt mit ihren Diesel-SUVs und anderen klimakillenden Statussymbolen auf vier Rädern f inde ich mit Blick auf den Zustand unseres Globus einfach absurd. Dass die korrupte Autolobby in diesem Land immer noch einen derartigen Einfluss ausübt, das macht mich wütend!“  © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 14.09.2019
Katrin Böhning-Gaese, Biologin Darum streike ich:  „Wenn wir für den Klimaschutz weltweit Energiepflanzen für Biokraftstoffe anbauen, verlieren wir mindestens so viele Tier- und Pflanzenarten wie durch den Klimawandel.“ © boeckheler juelich
Photoshoot Klimaporträts | Frankfurt | 13.09.2019
Eva Rossmanith, Biologin Darum streike ich:  „Ohne effektiven Klimaschutz gefährden wir nicht nur die Natur, sondern auch unsere Lebensgrundlage und den sozialen Frieden.“ © boeckheler juelich

Mittlerweile gebe es einen Wandel und Umdenken in der Politik, aber es müsse noch mehr getan werden, um das Rennen in der Klimakrise nicht zu verlieren. Einige Leute hätten ihn gewarnt, vorsichtig mit der Unterstützung der jungen Aktivisten zu sein. „Ich bin aber überhaupt nicht vorsichtig, ich ermutige euch, weiterzumachen.“ Seine eigene Generation müsse für ihren Umgang hinsichtlich des Klimas zur Rechenschaft gezogen werden. 

Greta Thunberg hält eine emotionale Rede in New York anlässlich des globalen Klimastreiks. 

Update vom 21. September 2019, 10.46 Uhr: Die Aktivistin Greta Thunberg hat vor zehntausenden Menschen in New York die weltweiten Klima-Demonstrationen als „Welle der Veränderung“ gefeiert. „Wir sind nicht nur ein paar junge Leute, die die Schule schwänzen, oder ein paar Erwachsene, die nicht zur Arbeit gegangen sind - wir sind eine Welle der Veränderung. Zusammen sind wir nicht aufzuhalten“, sagte die 16-Jährige am Freitagnachmittag (Ortszeit) unter Jubel und Applaus der Zuhörer im Battery Park an der Südspitze Manhattans. „Wenn Sie zu der kleinen Gruppe von Menschen gehören, die sich von uns bedroht fühlen, dann habe ich sehr schlechte Nachrichten für Sie, denn das hier ist nur der Anfang. Es wird Veränderungen geben, ob Sie es mögen oder nicht.“

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Greta Thunberg in den USA: 250.000 Menschen zum Klimastreik in New York

Den Organisatoren zufolge waren rund 250.000 Menschen zu der Demonstration in New York gekommen, das Bürgermeisteramt der Stadt sprach von rund 60.000. Das ist für New York nicht wenig, die Metropole hat aber auch schon deutlich größere Protestzüge gesehen. Die Demonstranten hatten sich am Mittag vor dem Rathaus getroffen und waren dann zum Battery Park gezogen. Die New Yorker Schulverwaltung hatte bereits vor ein paar Tagen angekündigt, dass alle Fehlzeiten an diesem Tag entschuldigt seien.

Lesen Sie die Streikausgabe der Frankfurter Rundschau von Samstag, 21. September 2019: Einfach unter www.fr.de/meinklimastreik Mail-Adresse eingeben, Verifizierungscode eingeben und Ausgabe lesen.

Auch in anderen Städten der USA wie etwa Washington, Boston oder Portland gab es Demonstrationen. Zuvor waren in diversen Städten weltweit bereits Hunderttausende auf die Straßen gegangen. Aufgerufen hatte die Jugendbewegung Fridays for Future. Greta Thunberg sprach von einem „historischen Tag“. „Das ist der größte Klimastreik der Geschichte und wir sollten alle so stolz auf uns sein, denn wir haben das zusammen geschafft.“

Update, 12. September, 2019: Greta Thunberg will am Freitag an einer Demonstration für den Klimaschutz vor dem Weißen Haus in Washington teilnehmen. Die 16-Jährige wirft US-Präsident Donald Trump vor, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Erderwärmung zu ignorieren. Trump hat dem Pariser Abkommen zum globalen Klimaschutz den Rücken gekehrt.

Thunberg war Ende August in New York angekommen und nimmt seither an einer Serie von Aktionen und Treffen teil. Über den Atlantik reiste sie aus Klimaschutzgründen im Segelboot. In Washington hält sich Thunberg bis nächste Woche auf. Sie wird dort auch den Kongress besuchen.

Hype um Greta Thunberg - Aktivistin will nicht, dass sich alles um sie dreht

29. August, 7.00 Uhr: „Es ist verrückt, dass eine 16-Jährige den Atlantischen Ozean überqueren muss, um ihre Meinung zu vertreten“, sagte Thunberg vor Anhängern und Schaulustigen, nachdem sie vom Segelboot gestiegen ist. Ein paar Hundert sind gekommen, darunter auch viele Medienvertreter aus Europa. 

Thunberg wirkt – wie immer – zurückhaltend, aber auch müde und mitunter ein wenig überfordert. „Natürlich würde ich mir wünschen, dass sich nicht immer alles um mich dreht“, sagt sie und in ihrem Rücken wacht die Freiheitsstatue unter einer dichten Wolkenschicht, aus der es immer wieder nieselt. „Aber wenn das, was ich mache, einen Unterschied bedeutet, will ich davon Gebrauch machen.“ Auch alleine könne man etwas bewirken, wenn man sich nur genug anstrenge.

Update, 22.35 Uhr: „Das war überraschend gut. Ich habe mich nicht ein Mal seekrank gefühlt“, sagte Greta Thunberg unmittelbar nach ihrer Ankunft in einem Hafen in Manhattan. Unter Jubel sagte sie: „All das hier ist sehr überwältigend. Der Boden wackelt noch.“ Am Freitag wolle sie an einem Klimaprotest vor dem Gebäude der Vereinten Nationen teilnehmen.

Greta Thunberg fährt an Bord der Malizia II an der Freiheitsstatue vorbei in den Hafen von New York.

Auch der norddeutsche Segelprofi Boris Herrmann erhielt nach dem Transatlantik-Törn kräftigen Jubel der Schaulustigen und jungen Aktivisten vor Ort. „Das ist ein großartiges Willkommen. Das ist sehr stark, wirklich emotional“, sagte er - und hatte zugleich ein Lob für Thunberg übrig: „Sehr wenige Menschen hätten das geschafft.“

Update, 22.15 Uhr:  Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist zwei Wochen nach dem Start ihrer Segelreise über den Atlantik an ihrem Zielort New York angekommen. Die 16-Jährige betrat am Mittwochnachmittag (Ortszeit) vor Hunderten Schaulustigen, jungen Aktivisten und Medienvertretern zum ersten Mal in ihrem Leben US-Boden. In der Hand hielt sie dabei ihr berühmt gewordenes Protestschild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ (Schulstreik fürs Klima).

Greta Thunberg erreicht die Freiheitsstatue in New York

Update, 20.50 Uhr: Zwei Wochen nach ihrem Aufbruch über den Atlantik per Rennjacht hat Klimaaktivistin Greta Thunberg die Freiheitsstatue in New York erreicht. Bei durchwachsenem Wetter und gelegentlichem Nieselregen wurde die 16-jährige Schwedin von 17 Segelbooten der Vereinten Nationen auf der Wasserfläche vor der Skyline der US-Ostküstenmetropole begrüßt. Im Laufe des Nachmittags (Ortszeit) wollte sie im Hafen North Cove Marina in Manhattan endgültig eintreffen.

Update, 20:10 Uhr: Greta Thunberg fährt das letzte Stück in Richtung New York, begleitet von zahlreichen anderen Booten. Im Internet gibt es auch einen Livestream:

Update, 15:40 Uhr: Das Segelboot mit Greta Thunberg an Bord hat New York erreicht. Das teilte die Klimaaktivistin per Twitter mit. Die Crew habe kurz vor Coney Island den Anker geworfen und warte dort auf die Einreiseerlaubnis.

Wie die Bilder, die 16-jährige Schwedin auf Twitter veröffentlichte, zeigen, hat Thunberg die Bucht von New York wohl im Morgengrauen erreicht. Sie rechne damit, gegen 14.45 Ortszeit von Bord gehen und den Hafen North Cove Marina betreten zu können.

Greta Thunberg wird von 17 Booten der UN begrüßt

Update vom Mittwoch, 28.08.2019, 11.30 Uhr: Zur Begrüßung Thunbergs wollen die Vereinten Nationen 17 Segelboote auf die Wasserfläche vor Manhattan schicken. Dazu kommt noch ein Leitboot. Jedes von ihnen stünde für eines der UN-Nachhaltigkeitsziele und sei mit einem entsprechenden Symbol auf dem Segel versehen, wie die Deutsche Presse Agentur schreibt.

Die Nachhaltigkeitsziele gelten als die globalen Vorsätze der Vereinten Nationen und ihrer Mitgliedstaaten. Zu ihnen gehören neben dem verstärkten Einsatz in der Klimakrise auch der Kampf gegen Armut oder für die Gleichberechtigung von Frauen. Thunberg soll voraussichtlich am Mittwochmittag in New York, also am Abend nach deutscher Zeit, eintreffen. 

Update vom Dienstag, 27.08.2019, 15.30 Uhr: Greta Thunberg ist fast am Ziel. Der Live-Ortung zufolge befand sich die Rennjacht „Malizia“ mit der schwedischen Klima-Aktivistin an Bord am Dienstagnachmittag noch knapp 170 Seemeilen (weniger als 320 Kilometer) Luftlinie östlich der US-Metropole. 

Das Team rechnete zu diesem Zeitpunkt mit einer Ankunft in der North Cove Marina in Manhattan am Mittwochnachmittag New Yorker Zeit - in Deutschland wäre das dann zwischen 20.00 und 23.00 Uhr.

Greta Thunberg: Nimmt Segeltörn schnelles Ende?

Greta Thunberg segelt das letzte Stück bis nach New York.

Update vom Montag, 26.08.2019, 15.10 Uhr: Nun könnte es also doch noch länger dauern. Hatte Greta Thunberg zuletzt noch davon gesprochen, bereits am Dienstag in New York einzutreffen, so sieht es derzeit ganz danach aus, als sollte sich die Ankunft etwas nach hinten hinausschieben. Augenblicklich sieht es nach einer Ankunft am Mittwochabend oder gar erst Donnerstagmorgen (Ortszeit) aus, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montagnachmittag erfuhr.

Der Grund ist ganz einfach: Das Team auf der „Malizia“ erwartet erheblich abnehmende Winde. Hinzu kommen drei weitere Faktoren: Zum einen muss die Rennjacht noch den Hudson River bis zum Hafen hochfahren, was etwa zwei Stunden dauern dürfte. Zum anderen hat das Boot einen Tiefgang von knapp fünf Metern, weshalb es nur zwei Stunden vor und zwei Stunden nach Hochwasser einfahren kann. Außerdem hat der US-Zoll nachts ab 22.00 Uhr geschlossen.

Update vom Montag, 26.08.2019, 11.10 Uhr: Der Segeltörn scheint schneller zu Ende zu gehen als ursprünglich gedacht. Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg rechnet jedenfalls damit, auf ihrer Fahrt über den Atlantik bereits am Dienstag in New York anzukommen. Kräftiger Wind treibe sie auf dem Transatlantik-Törn voran, schrieb die 16-Jährige auf Twitter. Ihre Mitreisenden und sie gingen deshalb davon aus, irgendwann am Dienstagnachmittag oder -abend im Hafen North Cove Marina in Manhattan einzutreffen. 

In einem zuvor auf Twitter veröffentlichten Video sagte Thunberg, die Rennjacht komme derzeit mit einem hohen Tempo von 20 bis 25 Knoten voran. Die Bedingungen auf See seien ziemlich rau, die Wellen hoch. 

Das Team Malizia um den norddeutschen Segelprofi Boris Herrmann schrieb dazu auf Instagram: „Sturm bedeutet Tempo.“ 

Laut der Live-Ortung der Rennjacht „Malizia“ war das Spezialboot am Montagvormittag nur noch etwas mehr als 900 Kilometer Luftlinie vom Zielort entfernt. 

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Herrmann und sein Co-Skipper Pierre Casiraghi bringen Thunberg, ihren Vater Svante und einen Filmemacher auf der "Malizia" nach New York. Thunberg will dort im September unter anderem am UN-Klimagipfel und an mehreren Klimaprotesten teilnehmen. Das Boot war am 14. August im südenglischen Plymouth in See gestochen. Geplant war, dass die Reise etwa zwei Wochen dauert.

Greta Thunberg soll Saal bei „Fridays for Future“-Gipfel aus Protest verlassen haben

Update, 13:45 Uhr: Greta Thunberg soll den Saal beim „Fridays for Future"-Gipfel in Lausanne aus Protest verlassen haben. Sie widersprach den Vorwürfen. Sie habe den Saal nur verlassen, um eine traurige Mitstreiterin zu trösten. Nun macht sie die Medienvertreter vor Ort für die negative Stimmung verantwortlich. Der Schweizer „Blick" berichtet nun, dass sie anscheinend Journalisten aus dem Saal entfernen ließ. 

Bereit zum Segeln: Klimaaktivistin Greta Thunberg kurz vor der Abfahrt. 

Der Konferenztag am Freitag startete mit einem Rückblick, in dem die Teilnehmer der Bewegung den Verlauf des Gipfels kritisierten. Es habe wenig Struktur gegeben und es sei schwierig gewesen, sich zu einigen. Thunberg merkte dabei an, dass die Medien für die schlechte Stimmung vor Ort verantwortlich seien. Sie plädierte anschließend darauf, die Journalisten aus dem Saal „auszuschließen". 

Die Medienvertreter sollen einen Streit unter den jungen Klima-Aktivisten suggeriert haben. Die Journalisten sollen daraufhin den Saal verlassen haben, nach wenigen Minuten sollen sie wieder hinein gelassen worden sein. Eine Begründung für die Entscheidung habe es nicht gegeben.

Greta Thunberg soll Saal aus Protest verlassen haben

Erstmeldung vom 9. August, 10:27 Uhr: Die Diskussionen über die künftige Ausrichtung der Bewegung „Fridays for Future“ ebben nicht ab. Im Schweizer Lausanne mit mehr als 400 Schülern kam es laut Medienberichten offenbar zum internen Streit. Initiatorin Greta Thunberg war mit dabei. 

Laut dem US-Portal „Buzzfeed News“ habe Thunberg zusammen mit einer Gruppe von dreißig Personen die Haupthalle der Veranstaltung aus Protest verlassen. Mehrere Teilnehmer der Veranstaltung hätten das Verlassen des Saals als „Streik“ beschrieben. Das Schweizer Boulevardblatt „Blick“ berichtet, eine Teilnehmerin wäre vor dem Saal „heulend zusammengebrochen“. Thunberg erklärte später, sie habe den Saal verlassen, um eine enttäuschte Mitstreiterin zu trösten. Sie habe an keinem Protest oder Streik teilgenommen. 

Greta Thunberg: Unklare Forderungen 

Grund für den internen Streit sei ein Forderungskatalog der Bewegung. Laut „Buzzfeed“ habe ein Komitee von „Fridays for Future“ konkrete Handlungsanweisungen an die Politik formuliert – etwa in Form von Reformen zur Landwirtschaft und zu CO2-Einsparungen in der Schifffahrt. 

Thunberg und die Gruppe anderer Teilnehmer hätten diese Ideen mit allgemeineren Formulierungen ersetzen wollen, wie etwa mit „Hören Sie auf die Wissenschaft!“ Sie habe geäußert, dass nicht alle Teilnehmer den spezifischen Forderungen zustimmen würden.

„Fridays for Future“: Streitigkeiten innerhalb der Bewegung

Es zeichnen sich deutliche Spannungen innerhalb der Bewegung „Fridays for Future“ ab. Die Teilnehmer würden sich über die Diskussionskultur und die Schweiz als Veranstaltungsort streiten. Zudem sei man sich nicht einig, wie radikal und antikapitalistisch man auftreten solle. 

Die Radikalität des Protests spielt bei der internen Diskussion immer wieder eine Rolle. Teile der Bewegung wünschen sich deutlicheren Widerstand auf der Straße. In Deutschland hat sich eine Art linker Flügel der Bewegung, eine „antikapitalistische Plattform“ gegründet. 

Zudem gerät auch Luisa Neubauer, das Gesicht der deutschen „Fridays for Future“-Bewegung, ins Visier der internen Kritiker. In einer Chatgruppe linker Aktivisten sollen Bilder kursieren, die ein durchgestrichenes Foto von Neubauer mit den Worten „Gegen Personenkult und Autoritäten“ zeigen, wie die „Welt“ berichtet. (mit Agenturen)

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