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Weltklimarat

„Wahrheit ins Auge blicken“: Greta Thunberg sieht Klima-Bericht als Weckruf

  • VonJan Lucas Frenger
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Fridays for Future-Begründerin Greta Thunberg erkennt den Bericht des Weltklimarats als Weckruf für die Menschheit – doch es gibt Grund zur Hoffnung.

Genf – Im Jahr 2018 protestierte die damals 15-jährige schwedische Aktivistin Greta Thunberg erstmals für das Klima und legte damit den Grundstein für die spätere Fridays for Future-Bewegung. Mittlerweile ist Greta 18 Jahre alt – ihr Ziel, die Rettung des Planeten, hat sie trotz Corona auch weiterhin fest im Blick. Vor Kurzem reagierte die Klimaaktivistin auf den Berichtsentwurf des Weltklimarats (IPCC) mit vorläufigen Ergebnissen zu den Folgen der Erderwärmung (die Endfassung des Berichts soll nicht vor Februar 2022 veröffentlicht werden). Sie bezeichnete ihn als Weckruf für die Menschheit.

Das rund 4.000 Seiten umfassende Papier zwinge die Menschheit demnach dazu, „der Realität ins Auge“ zu schauen, erklärt die 18-jährige Thunberg in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Die Befunde der internationalen Fachleute bestätigten, dass die Zukunftsaussichten wegen des Klimawandels „sehr düster“ seien und die Menschheit „jetzt handeln“ müsse.

Fridays for Future-Begründerin Greta Thunberg über IPCC-Bricht: „Menschheit muss handeln“

Thunberg sieht in dem IPCC-Berichtsentwurf jedoch auch einen kleinen Grund zur Hoffnung – immerhin zeige er, dass „immer mehr Menschen bereit sind, die Dinge so zu benennen, wie sie sind“. „Natürlich können wir dieser Krise nicht begegnen, wenn wir nicht sagen, wie es ist, wenn wir nicht erwachsen genug sind, die Wahrheit zu sagen und der Realität zu begegnen“, fügte die 18-jährige Aktivistin aus Schweden hinzu. Manche Menschen seien allerdings „so besessen davon, Menschen keine Angst zu machen“, dass sie nicht einmal über die Klimakrise sprächen, kritisierte die Initiatorin der Fridays for Future-Klimastreiks.

Klimaaktivistin Greta Thunberg sieht im jüngsten Berichtsentwurf des Weltklimarats einen deutlichen Weckruf für die Menschheit. (Archivbild)

Der Berichtsentwurf kommt auf Grundlage zahlreicher internationaler Studien zu dem Schluss, dass ein Verfehlen des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens „irreversible Auswirkungen auf Menschen und ökologische Systeme“ hätte. So gehen die Experten davon aus, dass eine Erderwärmung um zwei Grad 420 Millionen Menschen zusätzlich dem Risiko von Hitzewellen aussetzt. Auch die Risiken vermehrter Ernteausfälle, überfluteter Küstenstädte und Massenflucht werden in dem Entwurf dargelegt.

IPCC-Berichtsentwurf: Düstere Zukunftsvision

Doch das düstere Zukunftsbild, dass der IPCC-Berichtsentwurf zeichnet, wird noch finsterer: Der Zusammenbruch ganzer Ökosysteme, Wasser- und Lebensmittelknappheit sowie Krankheiten als Folgen der Erderwärmung werden dem Berichtsentwurf zufolge in den kommenden Jahrzehnten immer schneller zunehmen - auch wenn es den Menschen gelingt, ihren Treibhausgasausstoß zu reduzieren. Dabei sei der Mensch letztlich der größte Leidtragende der selbstverschuldeten Krise. Die Berichtsautoren betonten daher, dass jeder „Bruchteil eines Grads Erwärmung“ zähle und Klimaschutzmaßnahmen daher immens wichtig seien.

Aufgrund dieser wichtigen Erkenntnisse begrüße Thunberg den eigentlich so trostlosen Berichtsentwurf des Klimarats sogar. Sie hofft, dass die erschreckenden Tatsachen bei einigen Menschen für ein Umdenken und Handeln in Sachen Klimaschutz sorgen. (Jan Lucas Frenger mit AFP)

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet nahm Greta Thunberg vor Kurzem nach ihren Äußerungen zum Nahost-Konflikt in die Kritik.

Rubriklistenbild: © Odd Andersen/AFP

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