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Octavian Ursu ist der neue Oberbürgermeister von Görlitz.

Oberbürgermeisterwahl in Görlitz

CDU-Kandidat gewinnt OB-Stichwahl in Görlitz

Es hätte das bundesweit erste Oberbürgermeisteramt für einen AfD-Kandidaten werden können. Doch bei der Stichwahl in Görlitz siegt CDU-Mann Octavian Ursu.

Görlitz bekommt einen CDU-Oberbürgermeister. Octavian Ursu hat die Stichwahl am Sonntag klar gewonnen, die AfD das erhoffte erste Spitzenamt in einer deutschen Stadt verpasst. Nach dem vorläufigen Endergebnis votierten 55,2 Prozent für den 51-Jährigen und 44,8 Prozent für Sebastian Wippel (AfD). 

Wie Wahlleiterin Cornelia Herbst sagte, bekam Ursu 14.043 Stimmen, für Wippel votierten 11.390 Wähler. „Ich freue mich“, sagte Ursu der Deutschen Presse-Agentur. „Nun geht es darum, auf die anderen zuzugehen, die mich nicht gewählt haben.“

Er hätte der bundesweit erste AfD-Oberbürgermeister werden können: Sebastian Wippel.

Weiter kein Oberbürgermeisteramt für AfD

Wippel wäre bei einem Wahlsieg der erste AfD-Oberbürgermeister einer deutschen Stadt, weshalb die Abstimmung bundesweit mit großem Interesse verfolgt wurde. In Görlitz ist die AfD besonders stark, weswegen sich Partei große Hoffnungen auf einen Wahlsieg gemacht hatte.

Vor der Stichwahl hatte sich sogar Hollywood eingemischt: Oscar-Preisträger, Schauspieler und Produzenten appellierten an die Wähler in Görlitz, nicht die AfD zu wählen. 

Die Wahlbeteiligung lag bei 56 Prozent und damit 2,6 Prozentpunkte unter der vom ersten Wahlgang am 26. Mai. Damals hatte der Musiker und Landtagsabgeordnete Ursu mit 30,3 Prozent auf Platz 2 hinter Wippel (36,4 Prozent) gelegen. Die beiden ebenfalls unterlegenen Kandidatinnen Franziska Schubert von den Grünen (27,9) und Jana Lübeck von den Linken (5,5) hatten danach verzichtet, um ein AfD-Stadtoberhaupt zu verhindern.

Die Oberbürgermeisterwahl in Görlitz wurde auch als Stimmungstest für die Landtagswahl in Sachsen am 1. September gewertet. Jüngsten Umfragen zufolge könnte die AfD bei der Landtagswahl stärkste Kraft im Freistaat werden. Die derzeitige Landesregierung von CDU und SPD hat in Umfragen keine Mehrheit mehr. (afp/dpa)

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