Aktionen

Globaler Streik für das Klima

Trotz Corona sind weltweit über 3000 Aktionen geplant.

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie veranstaltet „Fridays for Future“ an diesem Freitag einen globalen Klimastreik. Allein in Deutschland soll es mehr als 400 Aktionen geben - mit Masken und Abstand. Etwa ein Jahr nach dem bisher größten Streik am 20. September 2019, an dem nach Angaben der Bewegung 1,4 Millionen Menschen deutschlandweit auf die Straße gingen, wollen die Aktivistinnen und Aktivisten den Druck auf die Politik erhöhen – für eine Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 Grad (siehe Interview).

Weltweit sind mehr als 3000 Protestaktionen angekündigt. „Die Pandemie hat gezeigt, dass Politiker die Macht haben, schnell und übereinstimmend mit der aktuellen Forschung zu handeln“, sagt Eric Damien von „Fridays for Future“ Kenia laut einer Mitteilung. Die Investitionen, die nun zur Bewältigung der Pandemie getätigt werden, müssten mit dem Pariser Klimaabkommen übereinstimmen. In Kenia sind für heute 13 Aktionen geplant.

In Europa gibt es unter anderem Demonstrationen in Frankreich, Italien, Polen und Großbritannien - trotz der Corona-Pandemie finden sie auf der Straße statt. Viele Online-„Streiks“ solle es unter anderem in Kanada geben.

Seit dem großen Streik vor einem Jahr gibt es in der deutschen Klimabewegung angesichts der ungenügenden Klimapolitik der Bundesregierung (siehe Seite 4) Diskussionen, wie es weitergeht. Einige wollen an Aktionen zivilen Ungehorsams teilnehmen, andere im kommenden Jahr für den Bundestag kandidieren. Die Frankfurter Ortsgruppe von „Fridays for Future“ organisiert heute zusammen mit dem Netzwerk „Migrantifa Hessen“, der antirassistischen Gruppe „Black Power Frankfurt“ und der feministischen Gruppe „F*Streik“ mehrere Kundgebungen.

Aber nicht nur „Fridays for Future“ demonstriert trotz Corona wieder. Das Protestbündnis „Ende Gelände“ hat für dieses Wochenende Blockaden im Rheinland angekündigt. Erstmals soll nicht nur Kohle-, sondern auch Gasinfrastruktur blockiert werden. Am Donnerstag verkündete das Bündnis einen Anreisestopp, weil wegen des Hygienekonzepts nur 3200 Menschen teilnehmen dürfen. Diese Zahl sei bald erreicht.

Mit dabei sind auch die Anti-Kohle-Kidz, eine Gruppe junger Klimaaktivistinnen und -aktivisten, die teilweise aus „Fridays for Future“ heraus entstanden ist.

Weitere Klimaproteste gibt es aktuell im mittelhessischen Dannenröder Wald, durch den eine Autobahn gebaut werden soll.

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