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Schön auf Abstand.

Schulen

Oft gibt es nicht mal Seife

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Der Städtetag fordert einheitliche Vorgaben für die Hygienepläne in Schulen.

Wie gut laufen die Vorbereitungen dafür, dass die Schulen schrittweise geöffnet werden? Die Städte sehen sich unter Zeitdruck und schlagen jetzt Alarm. Sie appellieren an die Kultusministerkonferenz, sehr zügig gemeinsam mit den Kommunen einheitliche Hygienevorgaben zu erarbeiten. „Um die Schulen bis zum 4. Mai für den Schulbetrieb in Corona-Zeiten neu aufzustellen, brauchen wir sehr schnell klare Standards, die auch praktisch zu erfüllen sind“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Wir müssen beispielsweise wissen, wie viele Kinder in einem Raum gleichzeitig unterrichtet werden dürfen.“ Dedy führte aus: „Wir haben die Kultusministerkonferenz deshalb dringend gebeten, die Städte rasch in die Entwicklung der Hygienepläne einzubeziehen.“ Bisher liege dem Städtetag dazu noch kein Signal der KMK vor.

„Die erzielten Erfolge beim Infektionsschutz dürfen nicht verspielt werden“, sagte Dedy. Die Zeit für die Vorbereitung sei knapp. „Strenge Hygiene- und Schutzvorgaben nützen allerdings auch nichts, wenn knappe Güter wie Desinfektionsmittel nicht ausreichend verfügbar sind.“ Die Lösungen müssten praktikabel sein.

In einzelnen Ländern sind in dieser Woche wegen der Prüfungsvorbereitungen wieder Schüler zur Abiturvorbereitung in der Schule. Generell soll die schrittweise Öffnung von Schulen ab dem 4. Mai erfolgen. Schutzkonzepte – etwa für Schulbusse und Klassenräume – sollen die Kultusminister bis zum 29. April vorlegen.

„Politik, Ministerien und Schulbehörden müssen abgestimmt vorgehen und im Dialog mit den Lehrenden, den Gewerkschaften, Eltern und Schülern einen umfassenden Gesundheits- und Infektionsschutz sicherstellen“, sagte Ilka Hoffmann, die im Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für das Thema zuständig ist, dem RND. „Wo dieser nicht zu gewährleisten ist, müssen die Schulen geschlossen bleiben“, lautet Hoffmanns unmissverständliche Forderung.

Torben Krauß von der Bundesschülerkonferenz sieht in Sachen Hygiene noch Nachholbedarf. „Das ist tatsächlich an vielen Schulen immer noch ein großes Problem“, sagte er dem RND. Oft fehle es an Seife und Papierhandtüchern.

Die GEW sieht eine Reihe Probleme. „Schulbehörden geben – gerne über das Wochenende – neue Vorgaben heraus, die an vielen Schulorten nicht umzusetzen sind“, sagte GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann. So werde etwa eine Zahl von Waschbecken in der Schule angenommen, die nicht vorhanden sei. Auch eine regelmäßige, hygienische Reinigung von Oberflächen sei kaum zu organisieren. „Die Lehrenden, die in den Schulen arbeiten, die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern, werden meist nicht gehört.“ Und: „Abiturprüfungen sind in dieser Krisensituation das Erste, auf das man verzichten kann und sollte“, sagte Hoffmann.

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