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Midterms: Demokraten verteidigen Mehrheit im US-Senat

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Von: Johanna Soll, Daniel Dillmann, Nail Akkoyun, Christian Stör, Sarah Neumeyer

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Bei den Midterms verteidigen die Demokraten ihre Mehrheit im Senat. Wer im Repräsentantenhaus die Oberhand bekommt, steht noch nicht fest. Der News-Ticker.

Dieser Ticker zu den Midterms in den USA wird nicht weiter aktualisiert. Die weiteren Entwicklungen entnehmen Sie bitte dem aktuellen News-Ticker.

Update vom Sonntag, 13. November, 6.28 Uhr: Die Demokraten haben ihre Mehrheit im Senat bei den Kongresswahlen in den USA verteidigt und damit einen wichtigen politischen Sieg eingefahren. Sie konnten im Bundesstaat Nevada einen hart umkämpften Senatssitz halten, wie die Nachrichtenagentur AP und die großen US-Fernsehsender am Samstagabend (Ortszeit) übereinstimmend auf Grundlage von Stimmauszählungen meldeten. Damit kommen die Demokraten auf die nötige Zahl an Senatoren, um die Kongresskammer zu kontrollieren. Wer künftig im Repräsentantenhaus das Sagen haben wird, ist noch offen.

Vor der Wahl war eine Erfolgswelle für die Republikaner vorausgesagt worden, und ein Debakel für die Demokraten. Doch beides blieb aus. Die Demokraten schnitten deutlich stärker ab als erwartet.

Midterms: Demokraten verteidigen Mehrheit im Senat der USA
Midterms: Demokraten verteidigen Mehrheit im Senat der USA. (Archivbild) © J. Scott Applewhite/dpa

Midterms: Demokraten kommen Senatsmehrheit immer näher

+++ 10.40 Uhr: Die Demokraten von US-Präsident Joe Biden haben gesteigerte Chancen, nach den Midterms ihre hauchdünne Mehrheit im Senat zu halten. Nach einem tagelangen Auszählungskrimi gelang es dem Demokraten Mark Kelly, seinen hart umkämpften Senatssitz im Bundesstaat Arizona zu verteidigen (s. Update v. 06.00 Uhr). Damit sind die Demokraten nur noch einen Sitz von einer möglichen Senatsmehrheit entfernt. Zwei Rennen um Sitze in der Kongresskammer sind noch offen.

Offen ist auch noch, wer künftig das Repräsentantenhaus dominiert. Für eine Mehrheit sind dort 218 Sitze nötig. Nach bisher ausgezählten Abstimmungen kamen die Republikaner bisher auf 211 Sitze und die Demokraten auf 203. Noch stehen die Chancen für die Republikaner besser, die Mehrheit in der Kammer zu gewinnen. Doch die Tatsache, dass die Demokraten derart nah dran sind und eine Mehrheit für sie auch im Repräsentantenhaus im Bereich des Denkbaren ist, hatten viele vor der Wahl nicht für möglich gehalten. Bei den Zwischenwahlen in der Mitte der Amtszeit eines Präsidenten bekommt die regierende Partei üblicherweise einen Denkzettel verpasst und verliert Sitze in beiden Kongresskammern.

Midterms: Spannender Kampf um den Senat

+++ 08.45 Uhr: Bei den Midterms in den USA spitzt sich der Kampf um den Senat weiter zu. Nach dem Erfolg des Demokraten Mark Kelly in Arizona (s. Update v. 06.00 Uhr) fehlt jetzt nur noch das Ergebnis aus Nevada, wo noch immer Tausende Stimmen nicht ausgezählt sind. Nach derzeitigem Stand liefern sich die Demokratin Catherine Cortez Masto und der Republikaner Adam Laxalt ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Laxalts Vorsprung beträgt noch nicht einmal 1000 Stimmen. Deshalb muss die Auszählung bis Anfang kommender Woche fortgesetzt werden. Es könnte jedoch ein Gewinner genannt werden, sobald festgestellt wird, dass ein Kandidat eine Mehrheitsschwelle überschritten hat.

Midterms: Senatswahl in Nevada

KandidatenStimmenProzent
Adam Laxalt (R)467.20848,5 %
Catherine Cortez Masto (D)466.38748,4 %

(Quelle: CNN)

Update vom Samstag, 12. November, 06.00 Uhr: Gewissheit nach tagelangem Auszählungskrimi: Der Demokrat Mark Kelly hat bei den Midterms im US-Bundesstaat Arizona seinen hart umkämpften Senatssitz verteidigt. Der ehemalige Astronaut setzte sich gegen den republikanischen Herausforderer Blake Masters durch, wie die Nachrichtenagentur AP sowie die Fernsehsender CNN und NBC auf Grundlage von Stimmauszählungen meldeten. Die Republikaner hatten darauf gehofft, den Demokraten den Senatssitz in Arizona abnehmen zu können.

Die Frage, wer künftig den US-Senat kontrolliert, hing zuletzt noch an den Senatsrennen in drei Bundesstaaten. In dieser Zitterpartie kam dem Sieg für die Demokraten in Arizona deshalb besondere Bedeutung zu. Noch nicht entschieden sind nun nur noch zwei Senatsrennen - in den Bundesstaaten Nevada und Georgia. In Georgia kommt es am 6. Dezember zu einer Stichwahl.

Midterms: Schuldzuweisungen unter Republikanern gehen weiter

+++ 20.50 Uhr: Bei den Republikanern hat nach der Wahl das „blame game“, die Schuldzuweisung, begonnen. Chris Sununu, der wiedergewählte republikanische Gouverneur des Bundesstaates New Hampshire, sagt, die Wähler:innen hätten die Vorhaben republikanischer Senatoren zum Abtreibungsrecht sowie zur staatlichen Krankenversicherung für Rentner:innen, Medicare, und zur gesetzlichen Rentenversicherung, Social Security, abgelehnt.

Sununu kritisierte insbesondere den republikanischen Senator von South Carolina, Lindsey Graham. Er habe „niemandem einen Gefallen getan, als er ein paar Wochen vor der Wahl über ein nationales Abtreibungsverbot sprach.“ Graham hatte im September einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Abtreibungen nach der 15. Schwangerschaftswoche landesweit verbieten würde. Viele Demokraten nannten das Abtreibungsrecht als eines der wichtigsten Themen für ihre Wahlentscheidung.

+++ 18.45 Uhr: Zwei republikanische Senatoren, Marco Rubio aus Florida und Josh Hawley aus Missouri, fordern eine Verschiebung der Wahl des Fraktionsvorsitzes im Senat, die für die kommende Woche angesetzt ist. Es wird erwartet, dass der derzeitige Fraktionschef Mitch McConnell wiedergewählt wird. Hawley twitterte, er habe vor, gegen McConnell zu stimmen und forderte eine Verschiebung der Wahl aufgrund der noch ausstehenden Stichwahl in Georgia am 6. Dezember. Dabei tritt der republikanische Trump-Schützling Herschel Walker gegen den demokratischen Amtsinhaber Raphael Warnock an.

+++ 16.30 Uhr: Im Kampf um den Senat könnte drei Tage nach den Midterms heute etwas Bewegung kommen. Am frühen Morgen Ortszeit wurden in Nevada knapp 35.000 Briefwahlzettel zusammengestellt, die nun zur Auszählung kommen. Sie stammen aus der demokratischen Hochburg Clark County, zu der auch Las Vegas gehört. Hier sollte die demokratische Kandidatin also ihren Rückstand von derzeit knapp 9.000 Stimmen deutlich verringern können.

Midterms: Demokraten hoffen auf Erfolge in Arizona und Nevada

+++ 14.45 Uhr: Die Chancen der Demokraten, nach den Midterms in den USA die Kontrolle über den Senat zu behalten, stehen offenbar sehr gut. Aktuell kommen die Republikaner zwar auf 49 Sitze und die Demokraten nur auf 48. Da aber bei einem Patt Vizepräsidentin Kamala Harris das entscheidende Votum abgeben kann, müssen beide Parteien zwei der drei noch ausstehenden Bundesstaaten für sich entscheiden: Arizona, Georgia und Nevada.

Zurzeit gilt die Aufmerksamkeit vor allem der Auszählung der Stimmen in Arizona und Nevada. Bringen sie keine Klarheit, entscheidet eine Stichwahl in Georgia im Dezember. Allerdings scheinen die Demokraten in Arizona und Nevada auf gutem Kurs zu sein. Wahlexperte Dave Wasserman ist sich seiner Sache jedenfalls sicher: „Ich habe genug gesehen: Senator Mark Kelly (D) gewinnt die Wiederwahl in #AZSEN und besiegt Blake Masters (R)“, schrieb der Redakteur des überparteilichen Cook Political Report auf Twitter.

In Nevada wiederum scheint die demokratische Kandidatin ihren Rückstand noch aufholen zu können. So sieht es jedenfalls die Statistikseite FiveThirtyEight, die in ihrem Live-Blog berichtete, dass hauptsächlich noch Briefwahlzettel auszuzählen seien, was die Demokraten begünstigen sollte: „Wir glauben also, dass Cortez Masto wahrscheinlich die Führung übernehmen wird, sobald sie ausgezählt sind.“

ArizonaNevada
Mark Kelly (D) 51,7 %Adam Laxalt (R) 49,0 %
Blake Masters (R) 46,1 %Catherine Cortez Masto (D) 48,0 %

(Quelle: CNN)

Midterms: Trump Jr. schimpft über „hirnlose“ Wahlsieger

+++ 12.15 Uhr: Donald Trump Jr. hat sein zweitägiges Schweigen beendet und im Internet über „hirnlose“ Wahlsieger bei den Midterms in den USA geschimpft. Der älteste Sohn des ehemaligen Präsidenten hatte am Wahltag ein „Blutbad“ für die Demokraten vorhergesagt und seinen Anhängern auf Instagram einen „Happy Red Wave Day“ gewünscht. Die rote Welle blieb aber aus und somit war auch der fröhliche Feiertag im Eimer.

Daraufhin war Donald Trump Jr. erst mal auf Tauchstation gegangen. Nun aber hat er sich auf Instagram mit einem Meme zu John Fetterman und Joe Biden wieder zu Wort gemeldet. „Stellen Sie sich vor, was andere Länder von uns denken, wenn wir hirnlose Menschen in wichtige Ämter wählen?“, schrieb er dazu. Fetterman hatte mit seinem Sieg in Pennsylvania gegen Mehmet Oz den Republikanern einen Sitz im Senat abnehmen können.

Midterms: Rennen im Senat weiter offen

+++ 10.00 Uhr: Auch drei Tage nach den Midterms in den USA ist noch immer unklar, ob Republikaner oder Demokraten den Senat kontrollieren werden. Es könnte gut sein, dass die Entscheidung erst im Dezember bei der Stichwahl in Georgia zwischen dem Demokraten Raphael Warnock und dem Republikaner Herschel Walker fallen wird. Auszuschließen ist aber auch nicht, dass eine der beiden Parteien mit Siegen in Arizona und Nevada schon vorher alles klarmacht.

Noch aber ist es zu früh, um eine sichere Prognose abgeben zu können. In Arizona führt weiterhin der amtierende demokratische Senator Mark Kelly vor dem Republikaner Blake Masters, allerdings müssen noch mehr als 20 Prozent der Stimmen ausgezählt werden. In Nevada liegt hingegen der Republikaner Adam Laxalt knapp vor der demokratischen Kandidatin Catherine Cortez Masto. Allerdings sieht Nate Cohn, Wahl-Experte der New York Times, gute Chancen für die Demokraten, beide Staaten zu gewinnen, wie er auf Twitter schrieb.

Update vom Freitag, 11. November, 07.10 Uhr: Das Rennen um den Senat ist immer noch nicht endgültig entschieden. Die wichtigsten Entscheidungen fallen in den US-Bundesstaaten Arizona, Georgia und Nevada, wobei sich in Georgia immer mehr zeigt, dass es wohl zu einer Stichwahl am 6. Dezember kommen wird. Dort sind laut CNN mittlerweile 99 Prozent aller Stimmen ausgezählt, der demokratische Kandidat Raphael Warnock kommt derzeit auf 49,6 Prozent der Stimmen, sein republikanischer Konkurrent Herschel Walker auf 48,3 Prozent. Stand jetzt haben die Demokraten 48 Sitze im Senat, die Republikaner 49.

Midterms live: Warten auf Wahlergebnisse in Arizona

+++ 22.40 Uhr: In Maricopa County – dem bevölkerungsreichsten Bezirk in Arizona – sollen noch heute Abend (Ortszeit) weitere Wahlergebnisse bekannt gegeben werden. Im Staat müssen nach CNN-Informationen noch rund 600.000 Stimmzettel ausgezählt werden – der Großteil davon mit etwa 400.000 Stimmzetteln in Maricopa County. Spannend bleibt hier das Rennen zwischen dem demokratischen Senator Mark Kelly sowie seinem republikanischen Herausforderer Blake Masters.

+++ 21.20 Uhr: Die Wahlbeamten im Clark County in Nevada haben soeben einen aktuellen Stand der Stimmenauszählung bekannt gegeben. Der Wahlleiter von Clark County, Joe Gloria, sagte, dass noch mehr als 50.000 Stimmzettel ausgezählt werden müssen. Man werde vermutlich bis Samstag mit einem Großteil der Stimmzettel durch seien, sagte Gloria. Andere, die noch überprüft werden müssen, werden bis Montag ausgezählt sein, berichtet die BBC.

Midterms live: Warnock zeigt sich bereit für Stichwahl in Georgia

+++ 20.50 Uhr: Raphael Warnock, Demokrat und amtierender Senator von Georgia, hat in Atlanta offiziell seinen Stichwahlkampf gegen seinen MAGA-republikanischen Herausforderer Herschel Walker gestartet. Es gehe um „Kompetenz und Charakter“. Es ist bereits seine zweite Stichwahl, nachdem er erst Anfang 2021 gegen die damalige republikanische Amtsinhaberin Kelly Loeffler gewonnen hatte. „Seid ihr bereit, es noch einmal zu tun?“, fragte er seine Anhänger:innen. „Ziehen wir es durch.“

Midterms live: Joe Biden „wird alles tun“, um Warnock zu helfen

+++ 19.45 Uhr: Die Chefin der Kommunikationsabteilung des Weißen Hauses, Kate Bedingfield, sagte in einer Sendung auf CNN: „Präsident Biden wird alles tun, was für Senator Warnock hilfreich ist, seien es Wahlkampfveranstaltungen mit ihm, oder Spendensammeln, was auch immer Senator Warnock vom Präsidenten möchte.“ Der Amtsinhaber, Demokrat Raphael Warnock, muss am 6. Dezember in einer Stichwahl nochmal gegen den Trump-Republikaner Herschel Walker antreten, weil keiner der beiden 50 Prozent der Stimmen erhielt.

+++ 18.05 Uhr: Nevadas zweitbevölkerungsreichster Landkreis, Washoe County, hat noch rund 20.000 Stimmzettel, die noch nicht ausgezählt sind. Es werden auch noch eine unbestimmte Zahl von Briefwahlstimmen eingehen, die ebenfalls noch ausgezählt werden müssen. Bis Samstag eintreffende Stimmzettel werden gezählt, sofern sie einen Poststempel am oder vor dem Wahltag aufweisen.

+++ 16.20 Uhr: In Arizona geht ein von Republikanern geführter Bezirk bei den Midterms gegen die Zählung der Stimmen mit Maschinen vor. Man werde gegen ein Gerichtsurteil vorgehen, das Auszählungen per Hand blockierte. Das meldet CNN und beruft sich auf Informationen aus Cochise County.

+++ 15.31 Uhr: In Maripoca County in Arizona sind für die Senatswahl bei den Midterms noch rund 400.000 bis 410.000 Stimmen zu zählen. Dabei handelt es sich laut der Wahlbehörde vor allem um vor der Wahl eingegangene Briefwahlstimmen.

Midterms live: Wahl um Senat - Arizonas Maricopa County im Fokus

+++ 14.19 Uhr: Für die Senatswahl in Arizona besonders entscheidend wird der Bezirk Maricopa. Hier müssen noch die meisten Stimmen gezählt werden. Am Wahltag der Midterms gab es zudem Pannen in mehreren Wahllokalen. Den Druckern für die Wahlscheine war das Papier ausgegangen. Zehntausende Stimmen sollen laut Fox News betroffen gewesen sein. Bill Gates, Vorsitzender Wahlleitung, gab nun in einem Statement bekannt, der Vorfall werde untersucht. Es gebe aber keinerlei Anzeichen, dass der Ausgang der Wahl im Bundesstaat dadurch gefährdet sei.

Midterms live: Demokraten holen in Nevada auf und führen in Arizona

+++ 13.49 Uhr: Im Rennen um den Senat machen die Demokraten bei den Midterms Boden gut. Mark Kelly kann seinen Vorsprung auf Blake Masters ausbauen. Noch hat dort aber kein Wahlkreis ein endgültiges Ergebnis vermeldet. Kelly dürfte noch auf viele Stimmen aus den urbanen Zonen der Landeshauptstadt Phoenix hoffen. In Nevada führt weiterhin Adam Laxalt von den Republikanern, doch sein Vorsprung auf Catherine Cortez Masto ist nach Eingang der neuen Zahlen geringer geworden.

Update, 13.01 Uhr: Bei den Midterms in Arizona und Nevada treten für die Republikaner zwei Kandidaten an, die Anhänger der Verschwörungstheorie vom großen Wahlbetrug sind. Erfunden hat die Theorie einst Donald Trump, fortgesponnen wurde sie unter anderem von Adam Laxalt (Nevada) und Blake Masters (Arizona).

Midterms: Arizona und Nevada entscheiden Rennen um den Senat

Erstmeldung vom 11. November: Phoenix / Carson City - Auch zwei Tage nach den Midterms steht nicht fest, wer die so wichtigen Zwischenwahlen in den USA gewonnen hat. Im US-Repräsentantenhaus steuern die Republikaner auf den prognostizierten Sieg zu, auch wenn der nicht so deutlich ausfallen wird wie erwartet. Eine „Rote Welle“ haben die Midterms nicht über das Land gespült.

Doch nach wie vor ist alles drin - für beide Parteien. Vor allem die zweite Kammer des US-Kongresses bleibt hart umkämpft. In drei Bundesstaaten sind die Ergebnisse der Midterms nicht bekannt. In Georgia liegt der Demokrat Raphael Warnock knapp vor dem Republikaner Herschel Walker. Keiner der beiden Kandidaten wird aber über die im Staat vorgeschriebene Marke von 50 Prozent der Stimmanteile kommen. Das wiederum bedeutet, dass eine Stichwahl am 6. Dezember den Sieger ermitteln wird.

Midterms: Rennen im Senat besonders spannend

In zwei weiteren Staaten wird bei der Senatswahl der Midterms noch gezählt: Arizona und Nevada. Beide Rennen stehen auf Messers Schneide. In Arizona führt der Demokrat Mark Kelly vor dem Republikaner Blake Masters. In Nevada ist es genau umgekehrt. Hier liegt Adam Paul (R) vor Catherine Cortez Masto.

In Arizona ist man nach den Erfahrungen der US-Wahl 2020 besonders vorsichtig, was wiederum die Auszählung der Stimmen bei den Midterms verlangsamt. Immer wieder ruft deshalb Wahlleiter Bill Gates zur Geduld auf. Zu erwarten ist, dass ein Ergebnis für den Senat aus Arizona erst am Wochenende bekannt sein wird.

In Nevada hat die Wahlbehörde bereits verkündet, noch mindestens bis Freitag zählen zu wollen. Der Bundesstaat hatte sein Wahlsystem kurz vor den Midterms auf Briefwahl umgestellt, was nun die Auszählung der Stimmen für den Senat verlangsamt.

Midterms: Wer gewinnt den Senat? Mögliche Szenarien

Weil die Demokraten im Senat bislang auf 48 und die Republikaner auf 49 Sitze kommen, sind die Ergebnisse aus Arizona und Nevada so wichtig. Sollte eine der beiden Parteien beide Rennen für sich entscheiden, die Frage über die Mehrheit im US-Senat wäre beantwortet. Sollte, wie bislang prognostiziert, jede Partei einen der Bundesstaaten für sich beanspruchen können, müssten die USA bis zum 6. Dezember warten. In dem Fall entscheidet die Stichwahl in Georgia über die Mehrheit im US-Senat. (Daniel Dillmann)

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