Fall Skripal

Koordinierte Geheimdienst den Anschlag?

Das Recherchenetzwerk Bellingcat bringt den Giftanschlag auf den früheren Doppelagenten mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU in Verbindung.

Ein hochrangiges Mitglied des russischen Militärgeheimdienstes GRU soll den Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal im englischen Salisbury koordiniert haben. Das geht aus einem Bericht des Recherchenetzwerks Bellingcat in Kooperation mit der BBC hervor, der am Wochenende veröffentlicht wurde. Der GRU-Mann befand sich zum Zeitpunkt des Anschlags in London und kommunizierte mittels Messengerdiensten mit den ausführenden Agenten.

Ex-Doppelagent Skripal und seine Tochter Julia waren im März 2018 dem Nervengift Nowitschok ausgesetzt worden. Beide entgingen nur knapp dem Tod. Westliche Geheimdienste beschuldigen die russische Regierung, den Anschlag als Vergeltung für Skripals Tätigkeit als Doppelagent veranlasst zu haben. Der Kreml weist diese Darstellung zurück. (afp)

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