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Gegenoffensive der Ukraine soll von Sabotageakten in Russland begleitet werden

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Von: Momir Takac

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In Russland mehren sich Sabotageakte auf die Energieinfrastruktur. Ein Berater der ukrainischen Regierung erwartet weitere Attacken im Zuge der Gegenoffensive.

Kiew/München - Anfang Mai waren innerhalb kurzer Zeit im russischen Grenzgebiet zur Ukraine Güterzüge nach einer Explosion entgleist. Fast zeitgleich brannten auf der Krim Öltanks. Und kurz davor gab es nahe der Brücke auf die von Russland annektierte Halbinsel einen Großbrand in einem Treibstofflager.

Auch wenn die Führung in Kiew eine Beteiligung weder bestätigte noch leugnete, scheint eins inzwischen klar: Es sind Sabotageakte in Vorbereitung auf die erwartete Gegenoffensive der Ukraine.

Sabotageakte sollen Unterstützung zum Ukraine-Krieg in Russland mindern

Und davon soll es künftig noch mehr geben. „Wir können davon ausgehen, dass die Partisanenaktivitäten auf dem Territorium Russlands hinsichtlich der Öl- und Transportinfrastruktur zunimmt“, sagte der Berater des ukrainischen Innenministeriums, Anton Geraschenko, dem US-Nachrichtenportal Newsweek.

Ein brennendes Treibstofflager in Sewastopol.
Auf diesem vom Gouverneur Sewastopols veröffentlichten Foto steigen Rauch und Flammen aus einem brennenden Treibstofftank in Sewastopol auf. © picture alliance/dpa/Sevastopol mayor Mikhail Razvozhaev telegram channel/AP | Uncredited

Die Führung in Kiew erhofft sich demnach von den Sabotageakten, dass die Zustimmung innerhalb der russischen Bevölkerung zum Ukraine-Krieg und zu Machthaber Wladimir Putin weiter sinkt. Der Kreml sei offenbar unfähig, die Sicherheit auf dem eigenen Staatsgebiet zu gewährleisten, erklärte Geraschenko. Dies könnte die „Unterstützung für Moskaus katastrophalen Krieg“ schmälern. Er sprach von einem „psychologischen Zweck“, da die Angriffe den Menschen zeigen, dass unbekannte Partisanengruppen auf dem Territorium Russlands erfolgreich agieren können.

Ukrainischer Berater betont Wichtigkeit von Drohnen bei Sabotage und Gegenoffensive

Hinsichtlich der Gegenoffensive sei es wichtig, „die Versorgung und Logistik des Feindes zu stören oder zu erschweren“, sagte Geraschenko weiter. Es sei aber auch klar, dass derartige Attacken die militärischen Kapazitäten nicht zum Versiegen brächten. Russland habe schließlich enorme Ölreserven.

Geraschenko hob auch die Wichtigkeit von Drohnen hervor und erinnerte an den angeblichen Angriff auf Kremlchef Wladimir Putin, den Kiew bestritt. Solche Attacken würden nicht aufhören, vermutete er. „Drohnen sind super Waffen und spielen im modernen Kampf eine entscheidende Rolle. Sie können dem Feind erheblichen Schaden zufügen.“ Ein Drohnenangriff auf Sewastopol in der Nacht auf den 7. Mai führte russischen Angaben zufolge nicht zum Erfolg. (mt)

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