Joshua Wong

Gegen Kaution wieder frei

Hongkonger Demokratie-Aktivist Wong zeigt sich nach Festnahme unbeeindruckt.

Die Polizei in Hongkong hat den international bekannten Joshua Wong festgenommen – und wenig später gegen Kaution wieder freigelassen. Der 23-jährige Aktivist zeigte sich unbeeindruckt und kündigte am Donnerstag kurz nach seiner Freilassung an, seinen Widerstand gegen die Beschneidung demokratischer Freiheiten in der chinesischen Sonderverwaltungszone fortzusetzen. „Egal was passiert – ich werde auch künftig Widerstand leisten und hoffe, dass die Welt weiß, dass die Hongkonger beschlossen haben, nicht aufzugeben“, sagte Wong nach seiner Freilassung vor Journalisten.

Wong hatte sich nach eigenen Angaben auf einer Polizeiwache gemeldet und wurde dort wegen der Teilnahme an einer unerlaubten Versammlung am 5. Oktober 2019 festgenommen. Auch wurde er demnach beschuldigt, gegen das damals geltende Vermummungsverbot bei Protesten verstoßen zu haben. Ein Polizeisprecher bestätigte Wongs Festnahme aufgrund dessen „bewusster Teilnahme an einer nicht zugelassenen Versammlung“ sowie einem Verstoß gegen das damals geltende Vermummungsverbot.

Laut Wong wurde nun ein Gerichtstermin für den 30. September angesetzt. Ihm drohen nach eigenen Angaben eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren für die unerlaubte Versammlung und ein Jahr Haft für das Tragen einer Maske.

China hatte Ende Juni ein hochumstrittenes Sicherheitsgesetz für Hongkong verabschiedet. Es richtet sich gegen Aktivitäten, die China als subversiv, separatistisch oder terroristisch ansieht. Es ist der bisher weitestgehende Eingriff in Hongkongs Autonomie und gibt Chinas Staatssicherheit weitreichende Vollmachten. Hongkongs demokratische Opposition geht davon aus, dass das Gesetz auf sie abzielt. (dpa/afp)

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