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Basketballerin Griner kommt frei – Russland bekommt Waffenhändler But

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Von: Kilian Bäuml

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Ein Deal von Russland und den USA sorgt dafür, dass der russische Waffenhändler Wiktor But freikommt – er war früher einer der am meisten gesuchten Verbrecher.

Frankfurt – Ein spektakulärer Häftlingstausch zwischen den USA und Russland sorgt dafür, dass US-Basketballerin Brittney Griner wieder zurück in den USA ist. Auf russischer Seite kam der berüchtigte Waffenhändler Wiktor But frei, der seit mehr als zehn Jahren in den USA eine 25-jährige Haftstrafe verbüßte.

Er war einer der bekanntesten Waffenhändler der Welt, soll Waffen in Krisengebiete geliefert haben und erhielt den Spitznamen „Händler des Todes“. Angelehnt an seine Lebensgeschichte wurde sogar ein Hollywood-Film mit Nicolas Cage in der Hauptrolle gedreht.

Waffenhändler Wiktor But und Basketballerin Brittney Griner wurden frei getauscht

Über den Tausch der Gefangenen sei lange verhandelt worden, teilt das russische Außenministerium mit. Der Vorschlag sei von Washington zunächst kategorisch abgelehnt worden. Russland habe trotzdem weiter an einer Freilassung von But gearbeitet. Letztlich konnte man sich auf den Tausch einigen.

Waffenhändler But
Waffenhändler Wiktor But ist nicht mehr hinter Gittern. (Symbolbild) © Rungroj Yongrit/dpa

Für die USA wurde US-Basketballerin Brittney Griner frei getauscht. Die 32-jährige Profisportlerin wurde im August zu neun Jahren Haft aufgrund von Drogenschmuggel verurteilt und im November in eine Strafkolonie verlegt, nachdem ihr Berufungsantrag gescheitert war. Bereits kurz nach ihrer Verhaftung zeigte sich Russland gesprächsbereit für einen Gefangenenaustausch. Ihre Inhaftierung wurde zum politischen Spielball zwischen Russland und den USA.

US-Präsident Joe Biden wollte ursprünglich sowohl die Basketballerin als auch den früheren US-Soldaten Paul Whelan durch den Tausch freibekommen. Das sei ihm jedoch nicht gelungen, räumte Biden ein. Trotzdem werde Washington sich weiter bemühen, auch Whelan in die USA zu holen. Der frühere Soldat wurde im Jahr 2018 in Russland verhaftet und der Spionage beschuldigt. Zwei Jahre später wurde er zu einer 16-jährigen Haftstrafe verurteilt, die er seitdem verbüßt.

Zwischen Russland und den USA wurde ausschließlich der Tausch besprochen

Die USA erklärten, dass die Abmachung mit Moskau nur der Freilassung von Griner diene. Die Verhandlungen seien zielgerichtet gewesen und über keine sonstigen Streitfragen sei gesprochen worden.

Alle wichtigen Partner, auch die Ukraine, seinen über den Deal informiert worden. Es sei ausschließlich um die Lösung „eines Falles von ungerechtfertigter Inhaftierung“ gegangen, äußerte eine Vertreterin der US-Regierung. Weiter sagt sie, es gebe „viele andere Fragen, die wir mit den Russen nicht besprochen haben und auch nicht unabgestimmt mit ihnen besprechen würden“. (kiba/afp)

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