US-Präsident Trump hält im Holocaust Museum eine Rede.
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US-Präsident Trump hält im Holocaust Museum eine Rede.

Holocuast-Gedenktag

USA gedenken der Holocaust-Opfer

US-Präsident Donald Trump war kritisiert worden, weil er sich nicht klar genug von Holocaust-Leugnern distanziert hatte. Das holt er nun nach.

US-Präsident Donald Trump hat anlässlich des Holocaust-Gedenktages mit deutlichen Worten die Gräueltaten der Nationalsozialisten verurteilt und jeglicher Form von Antisemitismus eine Absage erteilt. „Wir werden Antisemitismus bekämpfen“, sagte Trump. „Wer den Holocaust leugnet, macht sich zum Komplizen dieses furchtbaren Schreckens“, sagte der US-Präsident vor Holocaust-Überlebenden, Parlamentariern und US-Veteranen, die an der Befreiung von Konzentrationslagern beteiligt waren.

Zuvor war Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington der Elie-Wiesel-Preis 2017 des US Holocaust Museums verliehen worden die höchste Auszeichnung der Einrichtung. Die Kanzlerin bedankte sich per Videobotschaft für die ihr zuteilgewordene Ehre. Elie Wiesel sei ein eindringlicher Mahner gegen das Vergessen gewesen, sagte Merkel in ihrer Dankesrede. Den Opfern der Schoah sei unermessliches Leid zugefügt worden. „Nur im Bewusstsein der immerwährenden Verantwortung Deutschlands für den Zivilisationsbruch der Schoah kann eine gute Zukunft gestaltet werden“, betonte Merkel.

Der Preis war 2011 ins Leben gerufen worden. Er ist nach dem Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel benannt. In den Preis eingraviert ist ein Satz aus seiner Nobel-Rede: „Ein anständiger Mensch kann einen Unterschied machen.“ Wiesel starb 2016 im Alter von 87 Jahren.

In Berlin gedachte auch Ivanka Trump der Opfer der Nazi-Verbrechen. Die 2009 zum jüdischen Glauben konvertierte Präsdidententochter besuche das Holocaust-Mahnmal nahe des Brandenburger Tors. Es erinnert an die sechs Millionen Juden, die von den Nationalsozialisten ermordet worden waren. (dpa)  

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