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„Aus meiner Sicht tut er zu wenig“ - FDP-Generalsekretär kritisiert Habeck in Gaskrise

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Von: Moritz Serif

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Robert Habeck erntet Kritik für seinen Aufruf zum Energiesparen (Archivbild).
Robert Habeck erntet Kritik für seinen Aufruf zum Energiesparen (Archivbild). © Tobias Steinmaurer/dpa/picture alliance

Bijan Djir-Sarai, FDP-Generalsekretär, stört sich an dem Auftreten von Wirtschaftsminister Robert Habeck. Dieser müsse Versorgungssicherheit garantieren.

Berlin - „Ich halte mich an das, was mein Ministerium empfiehlt. Meine Duschzeit habe ich noch mal deutlich verkürzt“, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck kürzlich dem Spiegel. Auch Bürgerinnen und Bürger sollen Energie sparen, forderte der Grünen-Politiker.

FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai stört sich an solchen Forderungen. „Aufgabe des Wirtschaftsministers ist es, Versorgungssicherheit zu gewährleisten und nicht Duschtipps zu geben. Das ist mir, offen gestanden, ein wenig zu plump“, sagte Djir-Sarai.

„Aus meiner Sicht tut er zu wenig“ - FDP-Generalsekretär kritisiert Habeck in Gaskrise

Generell habe Habeck zu wenig gegen die Gaskrise übernommen. „Aus meiner Sicht tut er zu wenig“ Djir-Sarai der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Der Grünen-Politiker hätte damit rechnen müssen, dass Russland den Gashahn zudrehen könnte und die Speicher so schnell wie möglich aufgefüllt werden müssten. Habeck habe lange gebraucht, um Kohlekraftwerke zu reaktivieren.

Auch der Sozialverband VdK hat sich in die Debatte ums Energiesparen eingeschaltet und kritisiert diese als zynisch. „Die Versorgung der Privat-Haushalte muss weiterhin an oberster Stelle stehen“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der Augsburger Allgemeinen.

Gaskrise: Sozialverband bezeichnet Habeck-Vorschläge als „zynisch“

„Dazu braucht es Unterstützung für alle, die in schlecht isolierten Wohnungen leben und selbst daran nichts ändern können“, ergänzt die Präsidentin. Das seien meist Menschen mit geringen Einkommen, auch arme Rentnerinnen und Rentner“, sagte Bentele.

„Von ihnen verbindlich zu fordern, Gas zu sparen, ist zynisch und geht an der Lebensrealität vorbei.“ Eine warme Wohnung und eine warme Mahlzeit dürfe für sie, aber auch für chronisch Kranke und Pflegebedürftige nicht zu „Luxusgütern“ werden. „Wenn sie dauerhaft frieren, kann das schwere gesundheitliche Probleme verursachen“, erklärt die Präsidentin.

Lob bekommt Habeck vom Verband der Familienunternehmen

Lob für seine Aussagen bekommt Habeck hingegen vom Verband der Familienunternehmen. „Minister Habeck hat zu Recht die Diskussion eröffnet, wie jeder Verbraucher Gas einsparen kann“, sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen der Augsburger Allgemeinen.

„Wenn Russland uns kein Gas mehr liefert, fehlen uns rund 50 Prozent“, warnte er. „Mit den sicheren Gaslieferungen könnten zwar die Wohnungen wie bisher geheizt werden, aber die Industrie müsste dann dicht machen“. (mse/dpa/afp)

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