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G7-Treffen: Russland, Ukraine, China, Iran und Afrika sind Thema

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Von: Moritz Serif

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Annalena Baerbock
Außenministerin Annalena Baerbock pocht auf eine andere China-Politik. © Fabian Sommer/dpa

Die G7-Länder treffen sich zu ihren Beratungen. Man möchte die Unabhängigkeit von China und Russland suchen. Deutschland diskutiert vorab mit Japan.

Münster – Die Außenministerinnen und Außenminister der G7-Länder wirtschaftsstarker Demokratien beraten von diesem Donnerstag (3. November) an über die globalen Konsequenzen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Ein Schwerpunkt der Gespräche in Münster wird die Unterstützung der Ukraine nach den russischen Angriffen auf die Energieversorgung des Landes vor dem bevorstehenden Winter sein.

Zugleich wollen die G7 unter dem Vorsitz der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock nach Wegen für eine stärkere Unabhängigkeit von China und Russland suchen. Die Außenministerinnen und Außenminister wollen außerdem über geopolitische Veränderungen in der Welt diskutieren.

G7-Treffen: Ukraine-Krieg, China, Iran und Afrika sind Thema

Auch der Iran und Afrika sollen Thema sein. Getagt wird im historischen Rathaus von Münster - einem Ort mit Symbolkraft. Dort wurde vor mehr als 370 Jahren über den Westfälischen Frieden verhandelt, der als Meilenstein auf dem Weg zu einer europäischen Friedensordnung gilt. Bei Demonstrationen erwartet die Polizei Tausende Aktivisten. Hinweise auf konkrete Gefährdungen hat sie aber nicht.

Für Baerbock folgt das G7-Treffen auf eine Reise nach Kasachstan und Usbekistan. Auch in den ehemaligen Sowjetrepubliken hatte sie nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit für eine stärkere Unabhängigkeit von China und Russland gesucht. Ob in Münster weitere Sanktionen gegen Russland beschlossen werden, war zunächst offen. Der G7-Runde gehören auch Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und Großbritannien an. Deutschland hat bis Jahresende die Präsidentschaft inne.

Deutschland diskutiert vor G7-Treffen mit Japan

Noch vor Beginn der Beratungen im G7-Format gibt es am Donnerstag (3. November) in Münster zwei weitere internationale Treffen. Zunächst wollen die Außen- und Verteidigungsminister Deutschlands und Japans hinter verschlossenen Türen über künftige Sicherheitsstrategien diskutieren.

Anschließend will Baerbock gemeinsam mit US-Außenminister Antony Blinken an einer Veranstaltung des „Deutsch-Amerikanischen Zukunftsforums“ teilnehmen (13.00 Uhr). Das Forum war im Juli 2021 von US-Präsident Joe Biden und der damaligen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ins Leben gerufen worden. Die Konferenz steht unter dem Motto „Offene und freie Gesellschaften stärken. Die Zukunft der Demokratie in einer digitalen Welt“. (mse/afp)

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