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G7-Sonderberatung: Deutschland schickt IRIS-T-Luftabwehrsysteme

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Von: Daniel Dillmann

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Vertreter der G7-Staaten treffen sich zur Sonderberatung. Gefordert hatte das Wolodymyr Selenskyj, der auch an dem Treffen teilnehmen wird.

+++ 09:30 Uhr: Die jüngsten Angriffe auf mindestens zehn ukrainische Städte hat die westlichen Verbündeten dazu veranlasst, eilig Hilfe von modernen Abwehrsystemen zu leisten. Am Montag kündigte die deutsche Bundesregierung an, innerhalb weniger Tage das erste von vier neuen IRIS-T-Luftabwehrsystemen zu liefern.

Dieses Luftabwehrsystem hat eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern und einen Zielerfassungsbereich von 250 Kilometern. „Russlands Angriffe mit Raketen und Drohnen terrorisieren vor allem die Zivilbevölkerung“, teilte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht mit. Auch die USA wollen Luftabwehrsysteme bis Ende November an die Ukraine liefern.

Deutschland liefert das Flugabwehrsystem IRIS-T an die Ukraine. (Archivbild)
Deutschland liefert das Flugabwehrsystem IRIS-T an die Ukraine. (Archivbild) © Wolfgang Kumm/dpa

G7 treffen sich zur Sonderberatung

+++ 22:35 Uhr: Nach den massiven Angriffen Russlands auf Städte in der Ukraine halten die Staats- und Regierungschefs der G7-Gruppe am Dienstag (11. Oktober) Sonderberatungen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ab 14 Uhr.

Update, 14.56 Uhr: Vor der Sonderberatung der G7-Staaten hat Wolodymyr Selenskyj die jüngsten Raketenangriffe auf die Städte der Ukraine aus Russland adressiert. „Sie versuchen, uns zu zerstören und uns vom Angesicht der Erde zu tilgen“, schrieb der ukrainische Präsident im Nachrichtendienst Telegram. Seiner Forderung nach einem Sondertreffen der Staatengemeinschaft kam die G7 unverzüglich nach.

Die G7-Staaten: Alle Mitglieder

G7-Sonderberatung wegen Russlands Raketenangriffen

Erstmeldung: Berlin - Die Gruppe der sieben großen Industriestaaten (G7) hält eine Sonderberatung aufgrund der Entwicklungen im Ukraine-Krieg ab. Die Staats- und Regierungschefs werden am Dienstag (11. Oktober) zu einer Videoschalte zusammenkommen. Teilnehmen soll auch der ukrainische Präsident, Wolodymyr Selenskyj. Das teilten Vertreter der Mitgliedsstaaten mit.

Der Sprecher von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Steffen Hebestreit, teilte mit, die Bundesregierung verurteile die jüngsten Raketenangriffe Russlands im Ukraine-Krieg „aufs Schärfste“. Der Kanzler stünde bereits telefonisch in Austausch mit Selenskyj. Scholz habe dem ukrainischen Staatsoberhaupt „die Solidarität Deutschlands und der anderen G7-Staaten versichert“. Deutschland werde „alles tun, um zusätzliche Hilfe zu mobilisieren und insbesondere bei der Reparatur und der Wiederherstellung der beschädigten und zerstörten zivilen Infrastruktur“ helfen.

G7-Sonderberatungen als Reaktion auf Raketenangriffe Russlands

Russland hatte am Montagmorgen (10. Oktober) mehrere ukrainische Städte mit Raketen beschossen. Auch die Hauptstadt Kiew wurde getroffen. Die Angriffe galten laut Selenskyj vor allem der Stromversorgung des Landes. Moskau wolle diese zerstören und so „Panik und Chaos“ in der Bevölkerung stiften.

Deutschland hat in diesem Jahr den Vorsitz unter den G7-Staaten inne. Zu ihnen gehören außerdem Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA.

G7-Sonderberatung: Olaf Scholz telefoniert mit Joe Biden

Vor dem Treffen hat sich Scholz laut seinem Pressesprecher bereits mit US-Präsident Joe Biden verständigt. Die beiden hätten am Sonntag telefoniert. Sowohl der Bundeskanzler als auch der US-Präsident verurteilten die russische Teilmobilmachung als „schwerwiegenden Fehler“. (dil/afp)

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