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Irans Außenminister Sarif ist überraschend in Biarritz aufgetaucht. Dort findet auch der G7-Gipfel statt. (Archivbild)

G7-Gipfel in Biarritz

Macron trifft Irans Außenminister, Merkel begrüßt Frankreichs Initiative

Irans Außenminister Sarif landet überraschend in Biarritz und trifft sich mit dem französischen Außenminister und auch mit Macron. Kanzlerin Merkel begrüßt die überraschende Initiative.

  • Erst landet ein iranisches Flugzeug unangekündigt in Biarritz, dem Austragungsort des G7-Gipfels. 
  • An Bord befindet sich überraschend der iranische Außenminister Mohammmed Dschawad Sarif.
  • Er sollte sich am Rande des G7-Gipfels mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian treffen.
  • Angela Merkel wurde von der französischen Initiative überrascht, sie begrüßt sie jedoch.
  • Später heißt es, auch Macron habe Sarif getroffen.

Update vom 25.08.2019, 20.00 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Rande des G7-Gipfels den iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif getroffen. Sarif schrieb am Sonntagabend auf Twitter mit Blick auf eine mögliche Annäherung, das werde ein schwerer Weg.

Update vom 25.08.2019, 19.45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die neue Initiative Frankreichs zum Dialog mit dem Iran begrüßt. „Ich finde es absolut richtig, alles Mögliche auszuloten“, sagte die Kanzlerin am Rande des G7-Gipfels in Frankreich. Bei dem Gespräch der führenden westlichen Industriestaaten zum Iran am Samstagabend seien sich alle einig gewesen, dass der Iran keine nuklearen Waffen bekommen darf. „Alle wollen dieses Ziel erreichen über eine Verhandlungslösung“, betonte Merkel.

Allerdings gab die Kanzlerin zu verstehen, dass sie vorab von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nicht über den Flug des iranischen Außenministers Dschawad Sarif nach Biarritz informiert wurde. „Dass das heute sofort weitergeht (...) war gestern Abend nicht abzusehen“, betonte sie. Ob sie selbst Außenminister Sarif in Biarritz treffen will, führte die Kanzlerin nicht aus. Die deutsche Delegation sei aber insgesamt „gut eingebunden in die Gespräche“ mit Teheran.

Update vom 25.08.2019, 17.20 Uhr: Irans Außenminister Mohammmed Dschawad Sarif ist nicht als Gast beim eigentlichen G7-Gipfel in Biarritz, heißt es aus Elyséekreisen. „Sarif ist nicht eingeladen. Er ist nicht beim G7“, hieß es am Sonntag am Rande des Gipfels in Frankreich. Sarif werde sich mit seinem französischen Amtskollegen Le Drian treffen.

Update vom 25.08.2019, 15.50 Uhr: Wie Teheran mitteilt, ist Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am G7-Gipfelort Biarritz eingetroffen. Sarif sei für „Gespräche“ angereist, teilte die iranische Regierung mit. Das französische Präsidialamt bestätigte Sarifs Ankunft. Sarif werde mit Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian zusammentreffen, so das Präsidialamt. Gespräche mit der US-Delegation seien nicht geplant. Die Iran-Krise ist eines der Hauptthemen beim Gipfel der sieben führenden Wirtschaftsnationen.

Erstmeldung: Die Landung eines offiziellen iranischen Flugzeugs auf dem Flughafen von Biarritz hat am Sonntag für Spekulationen auf dem G7-Gipfel gesorgt. Die Internetseite Flightradar24, die den weltweiten Flugverkehr in Echtzeit verfolgt, verzeichnete die Landung der Maschine am Ort des Gipfels für 14.13 Uhr. Der Website zufolge flog die Maschine in den vergangenen Tagen mehrere europäische Hauptstädte an, in denen der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zu Gast war.

Irans Außenminister ist derzeit in Europa unterwegs

Offizielle französische Stellen wollten sich auf AFP-Anfrage nicht zu der Landung äußern. Es war unklar, wer an Bord des Flugzeugs war. Die Iran-Politik zählt zu den wichtigsten Fragen, welche die Chefs der sieben großen westlichen Industriestaaten auf ihrem Gipfel in Biarritz beraten.

Die Flugroute der Maschine in den vergangenen Tagen ist auf Flightradar24 dokumentiert. Demnach flog die Maschine am Freitag von Teheran nach Paris. Am gleichen Tag war dort der iranische Außenminister zu Besuch. In den Tagen zuvor war die Maschine in skandinavischen Ländern, wo ebenfalls Irans Außenminister zu Gast war. (afp/dpa)

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